Volker Schebesta (CDU) auf Antrittsbesuch

Oberharmersbach hat gleich mehrere Baustellen zu bewältigen

Autor: 
Karl-August Lehmann
Lesezeit 2 Minuten
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18. Juni 2018

Maurermeister Martin Lehmann (rechts) erklärt Hauptamtsleiterin Dominika Hättig, Bürgermeister Richard Weith und dem Landtagsabgeordneten Volker Schebesta die Herausforderungen eines kleinen Unternehmens. ©Lehmann-Archiv

Seinen Antrittsbesuch beim neuen Bürgermeister Richard Weith absolvierte am Montag der CDU-Landtagsabgeordnete und Staatssekretär Volker Schebesta. Die hinlänglich bekannte Benachteiligung des ländlichen Raumes und der eng begrenzte finanzielle Spielraum der Gemeinde bestimmten die Themen.

Derzeit hat Oberharmersbach gleich mehrere Baustellen. Die anstehende Sanierung etlicher Brücken, die laufende Umgestaltung der Ortsmitte, der Neubau des Feuerwehrhauses und  die Sanierung des Rathauses werden wohl auf Jahre hinaus die Möglichkeiten der Gestaltung einengen. »Allein die Sanierung der Sandsteinornamente der Rathausfassade kommt auf mehrere hunderttausend Euro zusätzlich«, schilderte Weith nüchtern die aktuelle Hiobsbotschaft. Volker Schebesta sagte seine Unterstützung für die Bemühungen zu,  Mittel über den Denkmalschutz zu erhalten, 

»Wenn wir die Attraktivität unsere Gemeinde erhalten wollen, kommen auf uns enorme Belastungen zu«, fasste Bürgermeister Richard Weith zusammen. Man könne nicht mehr zwischen Pflicht- und freiwilligen Aufgaben unterscheiden, da alles miteinander verzahnt sei. Man müsse die Landwirtschaft fördern, die einen entscheidenden Beitrag zu Offenhaltung der Landschaft bringe, den Tourismus dürfe man wegen der damit verbundenen Arbeitsplätze nicht aus den Augen verlieren und schließlich sei die Unterstützung der Vereine erforderlich, da sie einen Beitrag zur Jugendarbeit leisteten. 

Tourismus schwächelt

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Wie die Leiterin des Tourismusbüros Jill Löffler aufzeigte, sieht sich der Luftkurort mit einem eklatanten Rückgang der Übernachtungszahlen von 124 000 (2007) auf rund 100 000 konfrontiert. Da sei der Rückgang der Bus-Touristen zu spüren, ferner der Strukturwandel in diesem Bereich überhaupt. Oft sei die Nachfolge in den Betrieben nicht gelöst, verbunden mit einem Investitionsstau. »Ein weiteres Problem ist die eingeschränkte Möglichkeit der online-Buchungen«, stellte Löffler fest. 
Damit war ein weiteres Problem angesprochen. »Die Tal-Endlage der Gemeinde, verbunden mit langen Wegen, ist für Anbieter nicht attraktiv«, klagte Richard Weith über die dürftige Datenübertragungsrate. Landwirtschaft und Gewerbe seien auf schnelles Internet angewiesen. Man hoffe auf baldige Lösungen.

Maurermeister Martin Lehmann zeigte dem Gast aus Stuttgart, dass die eine oder andere Förderung durchaus greift. Für die jüngst mit einem Aufwand von rund 600 000 Euro errichtete Lager- und Wartungshalle erhielt das Bauunternehmen Lehmann Mittel des ELR-Programms (Entwicklung Ländlicher Raum). »Allein hätte unser kleines Unternehmen diese Maßnahme nicht schultern können, aber so war es uns möglich,  hier am Standort Oberharmersbach zu bauen«, begründete Martin Lehmann die Entscheidung zur Investition. 

Ausschlaggebend dafür sei auch die geregelte Nachfolge für seinen Betrieb gewesen, in dem auch sein Sohn Thomas als Maurermeister arbeitet. 

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