Nachwuchsförderung

Oberharmersbacher Trachtenkapelle bietet offene Proben an

Autor: 
Karl-August Lehmann
Lesezeit 2 Minuten
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16. Juli 2019

(Bild 1/2) Das Schlagzeug war bei den Kindern besonders beliebt. ©Lehmann-Archiv

Rund zwei Dutzend sehr junge Freunde der Blasmusik waren der Einladung der Miliz- und Trachtenkapelle sowie der Bläserjugend am Freitagabend in die Reichstalhalle gefolgt, um die Instrumente mal von einer ganz andere Seite zu erleben.

Neu ist der Weg, den die Oberharmersbacher Musiker mit ihrer »offenen Probe« eingeschlagen haben. »Wir wollen schon die Jüngsten an die Blasmusik heranführen«, begründet Dirigent Rüdiger Müller. »Es ist schön, wie Kinder mit einem ganze anderen Blickwinkel als die Erwachsenen an das Orchester herangehen«, freuten sich Alisa Jilg und Sandra Jilg, seit kurzem Vorstandsteam der Bläserjugend. 

Müller hatte seine Musikerinnen und  Musiker auf diese Einführungsstunde präpariert. Das Orchester breitete sich in der halbe Halle aus. Die Zuhörer wurden zwar von der Anzahl der Aktiven übertrumpft, aber das minderte nicht das Erlebnis, das beide Seiten spürten. Mal war das Orchester als Ganzes zu hören, von pianissimo bis fortissimo. Dann setzte Müller Akzente mit den einzelnen Registern, ließ Instrumente solo erklingen und zeigte damit die ganze Bandbreite der Blasmusik. »Des isch, wie wenn de Boschd-bot ä Zeiche git«, meinte ein Kniprs, der sich über die Klänge des Waldhorns freute.

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Paul als Nachwuchsdirigent

Und dann war die Reihe an den  Musikerinnen und Musikern »in Lauerstellung«. Paul durfte, sanft angeleitet vom Dirigenten, mal den Takstock schwingen – und hörte erfreut, wie die die Kapelle ihm folgte, und aufhörte, als er es wollte. Die einzelnen Register verteilten sich in der Halle und jeder durfte das Lieblingsinstrument ausprobieren

 Natürlich war das Schlagzeug ständig besetzt und zu hören, wie auch die anderen Schlag- und Rhythmusinstrumente kräftig benutzt wurden. Ernsthafte Versuche gab es an der Tuba, und Raphaels Miene hellte sich auf, als er seinen eigenen ersten tiefen Ton hörte. Da gab es Versuche am Fagott und mit Anleitung wurden die Lippen so geformt, dass auch die Flöte zaghaft erklang. »Das war sicher nicht die letzte offenen Probe«, freute sich Alisa Jilg über die Resonanz der Eltern und Kinder an diesem Abend.

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