Fahrplan der "Walterschwierer Wurzelbäre"

Oberzunftmeister Tino Gaß gibt kleine närrische Lichtblicke

Autor: 
Herbert Gabriel
Lesezeit 2 Minuten
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21. Januar 2021

Das Wurzelbäre-Häs hat Tino Gaß griffbereit. Die Hoffnung, es 2021 noch tragen zu können, hat er bisher nicht aufgegeben. ©Herbert Gabriel

Alternativer Fasentsfahrplan der „Walterschwierer Wurzelbäre“: Der Rathaussturm soll virtuell verfolgbar sein.

Das Fest zum 33. Bestehen der „Walterschwierer Wurzelbäre“ ist pandemiebedingt nur virtuell und zunftintern gefeiert worden. Aber einige der traditionellen Veranstaltungen wollen die Narren um ihren Oberzunftmeister Tino Gaß trotz aller Einschränkungen nicht opfern. Was für die Kampagne eigentlich geplant war, blockierte fast alle Wochenenden bis 14. Februar, denn eigene Veranstaltungen, Teilnahme an Umzügen und Besuche bei befreundeten Zünften wollten bewältigt werden. Einige Vorhaben sollen realisiert werden – wenn auch abgespeckt und in anderer Form.

Der für Samstag, 16. Januar, geplante Jubiläumsabend mit einem außergewöhnlichen Programm des „Bärentreibens“ wurde zur Videokonferenz umfunktioniert, was auch für den Rathaussturm am Schmutzigen geplant ist. „Wir werden unseren Ortsvorsteher wie jedes Jahr entmachten, dies aufzeichnen und über die sozialen Medien am Schmutzigen abspielen“, so Tino Gaß. 

Bohnesupp-Lieferdienst

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Wenn auch dieser Termin, der Bürger und Narren aller Couleur am Rathaus versammelte, ausfällt, auf die traditionelle Bohnesupp muss nicht ganz verzichtet werden. „Wir werden im ,Gottswälder‘ werben und alle Interessierten auffordern, sich zu melden, damit wir ihnen die Suppe ins Haus bringen können“, so der Wurzelbäre-Frontmann. Natürlich in wiederverwendbaren Behältnissen, beantwortet er die Frage nach der Umweltverträglichkeit. Der Fasentmändig ist komplett von allen Aktivitäten befreit, denn das Gizigrufen muss Corona geopfert werden.

Wenn am Fasentzischdig der Umzug in Griesheim und der anschließende Besuch der Wierer Fressgass zum Pflichtprogramm gehörten, werden die Wurzelbäre – wie viele Fasententhusiasten auch – unter Entzugserscheinungen leiden und mit Wehmut an den ausgefallenen Kappeobend, das Besenstellen der „Wierer Hexe“, den Umzug beim Offenburger Narrentag und an viele andere Veranstaltungen denken.

Aber Tino Gaß hat einen Lichtblick parat, denn Aktivitäten außerhalb der fünften Jahreszeit stehen ja auch im Terminkalender. So wird, sobald es wieder erlaubt ist, zum Brunnenfest eingeladen und einmal im Monat der Narrenkeller „Bärenhöhle“ geöffnet und damit den Narren eine Heimstatt gegeben. Für Gesprächsstoff ist dort dann gesorgt, denn das ausgefallene Jubiläumsfest für den 15. und 16. Januar 2022 muss geplant werden.

Eine Aktivität ist für die aktuelle Kampagne aber noch nicht gänzlich zu den Akten gelegt: „Wenn es die Bestimmungen erlauben und Treffen von fünf Personen erlaubt sind, wollen wir unseren Narrenbaum stellen. Denn mit dieser Personalstärke wäre das möglich“, so Tino Gaß.

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