Offenburg

Offenburger Helden des Sports ausgezeichnet

Autor: 
Christian Wagner
Lesezeit 3 Minuten
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22. Dezember 2016
Sie haben für den Offenburger Sport unglaublich viel geleistet: OB Edith Schreiner (von rechts) zeichnete bei der Sportlerehrung Christa Wäckerle-Kleinheitz (ETSV Offenburg), Gerhard Kleinheitz (ETSV Offenburg), Martin Scheffler (OFV) und Hans-Reiner Rottenecker (Faustballclub Offenburg, mit Ehefrau Heidi) mit dem Sportehrenbrief aus.

Sie haben für den Offenburger Sport unglaublich viel geleistet: OB Edith Schreiner (von rechts) zeichnete bei der Sportlerehrung Christa Wäckerle-Kleinheitz (ETSV Offenburg), Gerhard Kleinheitz (ETSV Offenburg), Martin Scheffler (OFV) und Hans-Reiner Rottenecker (Faustballclub Offenburg, mit Ehefrau Heidi) mit dem Sportehrenbrief aus. ©Christoph Breithaupt

Wenn die Leute besonders schwungvoll die Treppe zur Bühne im Salmen erklimmen, ist Sportlerehrung. Mit Gerhard Kleinheitz, Christa Wäckerle-Kleinheitz, Hans-Reiner Rottenecker und Martin Scheffler zeichnete OB Edith Schreiner am Dienstagabend vier Urgesteine des Offenburger Sports mit der Sportehrennadel aus. 

Ohne die über 100 Sportvereine und ihre Angebote würde die Sportstadt Offenburg nicht funktionieren. Bei der Sportlerehrung am Dienstagabend im Salmen würdigte Oberbürgermeisterin Edith Schreiner das Engagement von vier Helden des Offenburger Sports mit der Sportehrennadel, unter den Geehrten war ein echtes Sportlerehepaar. Denn sowohl Christa Wäckerle-Kleinheitz als auch ihr Ehemann Gerhard Kleinheitz sind absolute Vollblutsportler, wie Schreiner deutlich machte.

Gerhard Kleinheitz ist im ETSV 1846 Jahn Offenburg seit sage und schreibe 1957 aktiv, ursprünglich im TV 1846, der mit dem ESV zum ETSV fusionierte. »Im kommenden Jahr werden es also 60 Jahre!«, staunte Schreiner. Kleinheitz habe als langjähriger Jugendwart viele junge Sportler auf den Weg gebracht und 1968 die Prellballabteilung gegründet. Darüber hinaus sei er Gaufachwart, Landesjugendwart und Landesschiedsrichterwart in seiner Sportart Prellball gewesen. Einige Jahre habe er in der Ersten Bundesliga gespielt und an über 30 deutschen Meisterschaften teilgenommen.

WM-Teilnahme
In nichts nach steht ihm seine Ehefrau Christa Wäckerle-Kleinheitz. Seit 1959 sei sie im TV 1846 und nach der Fusion beim ETSV Offenburg engagiert. Sie habe viele Fechter ausgebildet, sei Kampfrichterin auf Bundesebene und sogar bei Europameisterschaften gewesen. 33 Jahre lang – bis 2014 – sei sie Landeswartin für Fechten und Friesenkampf (Fechten, Laufen, Schwimmen, Kugelstoßen und Luftgewehrschießen) im Badischen Turnerbund gewesen, 22 Jahre Wettkampfbeauftragte im Deutschen Turnerbund. Acht deutsche Meistertitel habe Wäckerle-Kleinheitz, die heute ihren 70. Geburtstag feiert, im Friesenkampf gehortet. Bei den Weltmeisterschaften habe sie einen neunten Platz mit dem Florett und einen achten Platz mit dem Degen errungen.

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Fairer Wettstreiter
Für seine beiden Hobbys Kommunalpolitik und Sport sei Hans-Reiner Rottenecker bekannt. Auch im Gemeinderat werde er als sportlicher und fairer Wettstreiter geschätzt, führte Schreiner aus. Aber Rottenecker sei auch ein Urgestein des Offenburger Faustballs. 31 Jahre lang habe er als Vorsitzender den Faustballverein Feuerwehr Offenburg geführt, zeitweise sogar in der Ersten Bundesliga. Unter seiner Ägide sei es zur Kooperation mit anderen Faustballvereinen gekommen, die 2014 in die Fusion zum Faustballclub Offenburg gemündet sei. Drei deutsche Meisterschaften habe Rottenecker organisiert und in den Seniorenklassen viele deutsche Meistertitel abgeräumt.

Die vierte Sportehrennadel an diesem Abend ging an Martin Scheffler, der seit 1994 Jugendkoordinator beim OFV ist. Dass er diesen Job offensichtlich gut machte, belegte der starke Beifall der anwesenden OFV-A-Jugend. Scheffler sei zuständig für sämtliche Jugendmannschaften und für die gesamte Nachwuchsarbeit von der A-Jugend mit ihren fast schon ausgereiften Talenten bis hinunter zu Miniaturfußballern der E-Jugend. Er sei entscheidend mitverantwortlich für die vorbildliche Jugendarbeit, für die der OFV über die Landkreis- und Landesgrenzen hinaus bekannt sei. Der Verein habe der Stadt geschrieben: »Ob man unter der Woche oder am Wochenende ins Stadion kommt: Martin Scheffler ist da.«

INFO: Rund 170 Sportler wurden bei der Sportlerehrung der Stadt für ihre Leistungen im Jahr 2016 mit der Sportplakette der Stadt ausgezeichnet. Sie mussten dabei auch ihre Schlagfertigkeit unter Beweis stellen, weil der Moderator des Abends, Hitradio-Ohr-Chef Markus Knoll, den Sportlern in kleinen Interviews immer wieder witzige Fragen stellte.

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