Erfolgreiche Saison 2018/19 für das Kulturbüro

Offenburger Kulturbüro setzt auf Marken

Autor: 
Ines Schwendemann
Lesezeit 3 Minuten
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23. März 2019

Seit der Eröffnung der Puppenparade, hier ein Ausschnitt aus »Pinocchio« in der Reithalle, ist das Festival »Figurentheater« weiter gewachsen. ©Ulrich Marx

Hohe Abozahlen, etablierte Marken und Reihen sowie eine blühende Kooperation mit zahlreichen Gemeinden: Das Kulturbüro Offenburg kann auf zwei erfolgreiche Jahre zurückschauen. Einziger Wermutstropfen: Weniger Kinder und Jugendliche interessieren sich für die Veranstaltungen.

Die Abozahlen in der laufenden Saison 2018/19 sind die höchsten seit der Wiedereröffnung der Oberrheinhalle, das berichtete Edgar Common, Leiter des Kulturbüros, am Mittwoch im Kulturausschuss. Das Kulturbüro Offenburg hat sich in den vergangenen zwei Jahren auf seine Reihen und Marken konzentiert, sagte Common. »Unser Angebot soll Erwartungen wecken, auch wenn die Namen der Künstler nicht immer bekannt sind«, erklärte Common. Zum Angebot gehören beispielsweise die Themenfestivals wie »Blues Caravan« im Januar oder das »Klangwelten-Festival« im November. 

»Wir leben in einer Region, in der es vor Ort ein gutes und qualitativ hochwertiges kulturelles Angebot gibt«, betonte Bürgermeister Hans-Peter Kopp. »Sie leisten Kulturarbeit im besten Sinne«, lobte der Bürgermeister. 
Besonders erfreulich sei die Entwicklung der Reihen »Jazzclub« und »Jazzpassage«, berichtete Common. Während die »Jazzpassage« in Zusammenarbeit mit dem Straßburger Jazzdor-Festival ein Panorama der aktuellen Tendenzen biete, präsentiert der »Jazzclub« swingenden Mainstream-Jazz auf Basis der großen Standards der Jazzgeschichte, heißt es im Bericht. 

Auch das Figurentheater sei gewachsen, sagte Common. Es handle sich zwar um ein kleines Genre, sei aber sehr vielseitig. Seit der Eröffnung der Puppenparade Ortenau sei das Festival immer weiter gewachsen, sowohl was die Zahl der beteiligten Städte und Gemeinden betreffe als auch das Programmangebot. 

Mehr als 30 Kommunen

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Entstanden sei die Idee zur gemeinsamen Puppenparade in der Lenkungsgruppe des »OrtenauKultur«-Portals. Seit dem Jahr 2005 seien auf einer Webseite alle Veranstaltungen aller beteiligten Kommunen zu finden und könnten über ein gemeinsames Ticketsystem gebucht werden. Aus den ursprünglichen sieben Kommunen seien mittlerweile mehr als 30 Kommunen und mehr als 900 Kulturveranstaltungen erwachsen. »Es freut uns, dass auch viele kleine Kommunen mitmachen«, sagte Common. 

Weniger Kinderabos

Weniger erfreulich sei, dass die Abozahlen in der Oberrheinhalle für Kinder und Jugendliche zurückgegangen seien. Waren es in der Saison 2016/2017 noch 63 Jugendabos in der Oberrheinhalle, verminderte sich die Zahl in der Saison 2017/2018 auf 32. Und besuchten in der Saison 2016/2017 noch 6046 Kinder die Vorstellungen, waren es 2017/2018 nur 4830. 

»Früher waren die Kindertheater noch unter der Woche, morgens für Kindergärten und mittags für Kinder mit ihren Eltern«, erklärte Common. Da viele Kinder aber mittlerweile bis 16 Uhr Unterricht haben, werde das Angebot nicht mehr so angenommen. »Wir haben versucht, spätere Uhrzeiten zu wählen, und sind dann auf das Wochenende umgestiegen«, sagte Common. Beides habe nicht zum erhofften Erfolg geführt. 

In dieser Woche habe das Kulturbüro einen neuen Stellvertreter für Common gefunden. Sobald dieser eingearbeitet sei, versuche das Jugendbüro neue innovative Formate für ein jüngeres Publikum und den Chorbereich zu finden. »Wir wollen auch das Gespräch mit den Schulen suchen«, sagte Common.

Hintergrund

Neue Tribüne

Die Reithalle soll eine neue Zuschauertribüne bekommen. »Die bisherige Bühne ist schon 20 Jahre alt, die Gelenke sind etwas ausgeleiert«, sagte Edgar Common, Leiter des Kulturbüros. Derzeit werde das Projekt ausgeschrieben. »Wir wollen ein Unikat für die Reithalle«, berichtet Common. Anders als bisher sollen nicht mehr zwei Stuhlreihen pro Erhöhung, sondern lediglich eine Reihe angebracht werden, damit Kinder besser sehen können. »Und wir können dann die Tribüne bis an die Bühne fahren.« Das habe den Vorteil, dass nur die halbe Reithalle genutzt werden könne, zum Beispiel für kleinere Produktionen für Kinder. Die Tribüne habe dann etwa 280 Plätze.

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