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Offenburg

Offenburger Stadtgeflüster

12. August 2017
&copy Ulrich Marx

Völlig überraschend kamen am Samstag 6000 Besucher zum Bryan-Adams-Konzert. Liest sich wie ein Treppenwitz – könnte man aber angesichts des mehr als dürftigen Gastronomieangebots so vermuten. Eine Besucherin konnte auf dem Messeareal nur zwei Bierstände und einen Sektstand entdecken. 

Dort herrschte natürlich Land unter. Die OT-Leserin berichtet von einer dreiviertelstündigen Wartezeit sowie völlig überfordertem und unorganisiertem Personal. Wer in der Pause Getränke­nachschub holte, habe erst das Pfand zurückbekommen, anstatt dass man dieses gleich mit der neuen Bestellung verrechnet hätte. Resultat: Nach Konzert­ende hatte das Personal keine 50-Cent-Stücke mehr zur Rückgabe des Pfands. Das minderte den Unmut der Besucher natürlich nicht unbedingt. Aber das Personal, das vor Ort den Frust abbekommt, kann am wenigsten für diese Fehlplanung. Spätestens wenn beim nächsten Mal 6000 Karten im Vorverkauf weggehen, sollte es bei der Messe klingeln... 
Fazit: Weltklasse auf der Bühne, Provinz beim Catering.

Falls die Stadtverwaltung derzeit schon auf der verzweifelten Suche ist, wen sie beim Neujahrsempfang 2018 ehren könnte – wir hätten da einen Kandidaten: Die Freunde des Offenburger Rosengartens hätten eine Auszeichnung mehr als verdient. Sie haben mit ihrer fantastischen Arbeit aus dem verlotterten Rosengarten wieder ein kleines Paradies gemacht – und das ehrenamtlich! Also nichts wie rauf mit den Herrschaften auf die Stadthallenbühne. Man könnte ja zusätzlich zur Urkunde noch eine Rose überreichen...
Unsere Leserin Doris Gührich vermisst übrigens »das von den Offenburgern so geliebte und in den Rosengarten gehörende Ziehharmonikamännchen«. »Das wäre jetzt noch die Krönung, wenn es wieder an seinen Platz käme«, schreibt sie. Finden wir auch.

Einbrecher, Getier oder ein Schlafwandler? Irgendein nicht erklärbares Geräusch störte eine Anwohnerin in der Luisenstraße gestern in ihrer Nachtruhe. Völlig entnervt wandte sie sich gegen 3.30 Uhr an die Polizei. Die machte den Störenfried schnell aus: Ein rastloser Rasenroboter war röhrend dabei, die Halme in Nachbars Garten zu kürzen. Da der »Herr und Meister« des eigenwilligen Geräts nicht anzutreffen war, wurde der autonome und offensichtlich defekte Gartenhelfer kurzerhand polizeilich zur Ruhe gesetzt, teilt die Polizei launig mit. Damit war dem »Lärm 2.0« der Garaus gemacht.

Wer ist dran? Ich verstehe Sie nicht? Wer?« Ein paar Mal musste der Zeitgenosse diese Woche am Redaktionstelefon nachfragen, dann war ihm klar: Der »Kirschplotzer« aus Elgersweier, den wir am vergangenen Samstag in unserer neuen Serie »Deckellupfer« vorgestellt haben, hat seinen Siegeszug bis ins Elsass angetreten. Im herrlichsten Elsässerditsch bedankte sich die alte Dame für den Artikel und das Rezept. Die charmante Elsässerin bestätigte damit, was wir schon längst wissen: Kulinarisch funktioniert die Völkerverständigung am besten.

Noch mal kurz zurück zu Bryan Adams: Rockstars und vor allem ihre Agenturen neigen bekanntlich dazu, Pressefotografen zu drangsalieren. Gerade eine Minute (!) gewährte man OT-Fotograf Ulrich Marx Zeit, um sein Konzertfoto zu schießen. Das Resultat war dennoch beachtlich. Als Zeitung steht man in der Pflicht, den Lesern Bilder von solchen Ereignissen zu zeigen. Aber wenn die Fotografen-Gängelei weitere Ausmaße annimmt, ist irgendwann Sense. Dann verzichten wir eben auf die Fotos von Herrn Adams und Co.

Wer reist, kann etwas erleben: Diese Erfahrung machte eine Gruppe von Rennradlern des Offenburger Fahrradmagazins, die nach einem dreimonatigen Training unter Leitung von Richard Geiler zur Abschlussfahrt aufbrach. Per Bahn sollte es zum Start in St. Georgen gehen. Doch das stellte sich als gar nicht so leicht heraus. Ein Schlauberger deponierte seinen Drahtesel schon mal im Zug und hielt am Bahnsteig noch ein Pläuschchen. Sein Pech: Das Rad stand im falschen Zug, und der Radbesitzer verpasste obendrein noch die Abfahrt. So fuhr das teure Geschoss allein nach Freiburg – und der Besitzer hinterher. Das nächste Malheur folgte in Gengenbach: Dort sollte ein Teilnehmer zusteigen, doch er stand wie angewurzelt vor der Tür – und der Zug fuhr ohne ihn weiter. Der Mann wusste nicht, dass sich die Türen heutzutage nicht mehr automatisch, sondern per Knopfdruck öffnen. 
Resultat der Pannen: Geiler und seine Schützlinge hatten schon vor der Radfahrt durch die Extrembelastung der Lachmuskeln ordentlich Kalorien verbrannt!

Offenburg ist heute in goldiger Erwartung. LGO-Athlet Johannes Vetter tritt ab 21.15 Uhr bei der WM als Favorit im Speerwurffinale an. Wir drücken die Daumen! Sie auch?

☛Wenn Sie uns was flüs­tern wollen: 
0781/504-3531 oder 
lokales.offenburg@reiff.de

Autor:
Christian Wagner

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