Die „Laterne Gottes“ gesehen

Offenburger Unternehmerfrauen auf Bildungsreise

Autor: 
Redaktion
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04. Dezember 2021
Gruppenbild in Reims: Die Unternehmerfrauen im Handwerk gingen mit der Buchung ihrer Reise ein Risiko ein, wurden dafür aber in jeder Hinsicht belohnt.

Gruppenbild in Reims: Die Unternehmerfrauen im Handwerk gingen mit der Buchung ihrer Reise ein Risiko ein, wurden dafür aber in jeder Hinsicht belohnt. ©Dagmar Lang

Die Unternehmerfrauen im Handwerk aus Offenburg reisten über Metz in die Champagne und kamen voller Eindrücke zurück. Die Damen genossen Kunstwerke und Kulinarik.

Der Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk (UFH) Offenburg trifft sich einmal pro Monat zu interessanten Seminaren. Das Jahresprogramm enthält Fortbildungen zu den Themen Recht, Steuern und Sozialversicherung, aber auch zu Kunst, Kultur und vielem mehr. Ein Highlight ist die Bildungsreise, die alle zwei Jahre stattfindet.

Ein kleines Risiko sei es schon gewesen, die bereits im Jahr 2019 geplante Reise schon Anfang des Jahres, mitten in der Pandemie, zu buchen. Doch nun konnte der viertägige Ausflug in die Champagne zur Freude der 37 Teilnehmerinnen unter Beachtung der 3G-Regeln stattfinden.

Schon auf der Fahrt nach Metz steckte Reiseleiter Stefan Woltersdorff alle mit seiner Begeisterung für die Region Lothringen mit an. „Beim Rundgang durch die lothringische Metropole erlebten wir eine mittelalterliche Altstadt mit ihrer historischen Markthalle, die sich in einem nie fertiggestellten Bischofspalast befindet“, heißt es in einer Mitteilung.

6000 Quadratmeter Glas

Höhepunkt war jedoch die gotische Kathedrale. Über 6000 Quadratmeter von Künstlern gestaltete Fenster, unter ihnen Marc Chagall, lassen den Bau erstrahlen, sodass bereits der Dichter Verlaine das Gotteshaus als „Laterne Gottes“ bezeichnete. Das zweite Ziel war die Krönungsstadt Reims. Hier begeisterte die Kathe-drale Notre-Dame de Reims, die Krönungskirche der Könige Frankreichs. Beeindruckendes über die Architektur des schönsten Baus der Hochgotik, über die ausdrucksstarken Skulpturen, die perfekten Proportionen und wieder über die herrlichen Glasfenster von Chagall und anderen modernen Künstlern erfuhr man bei der Kirchen- und Stadtführung.

Auch jüngere Geschichte wurde in dieser Stadt mit den vielen Cafés und Geschäften geschrieben. Das Treffen zwischen Charles de Gaulle und Konrad Adenauer am 8. Juli 1962 in Reims gilt als Symbol der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich.

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Der dritte Tag stand ganz im Zeichen des Savoir-vivre. Auf der Route dû Champagne ging es durch hügelige Landschaften zunächst zum Geburtshaus des Fabeldichters La Fontaine. Als promovierter Literaturwissenschaftler wusste Reiseleiter Woltersdorff viel über das Leben und die Werke des Dichters zu berichten, und die Gruppe durfte einigen Fabeln lauschen. Danach ging es in das Restaurant „Le Moulin Babet“ zu einem sterneverdächtigen Menü.

Taittinger und Pannier

So eingestimmt waren die Champagnerproben bei Taittinger und Pannier das i-Tüpfelchen des Genusses. Bei den Kellerführungen erfuhr man viel über Rebsorten, Herstellung und Lagerung eines guten Champagners und nicht zuletzt über die „Remuage“, das Drehen und Rütteln der Flaschen am Ende der Reifezeit.

Der Rückweg führte über die ehemalige Hauptstadt der Region Chalons-en-Châmpagne. Hier beeindruckte vor allem die Kirche Notre-Dame-en-Vaux, ein Weltkulturerbe der Unesco, mit ihrem Glockenspiel aus 56 Glocken. Eine letzte Mittagspause wurde im Restaurant „Les Caudalies“ eingelegt. Voller Eindrücke aus Kunst, Kultur und Genuss kehrten die Damen nach Offenburg zurück.

Der Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk richtet sich mit seinem Programm an selbstständige Unternehmerinnen aus dem ganzen Ortenaukreis. Wer sich für das Programm interessiert, erhält Informationen auf der Homepage oder auf Anfrage an anmeldung@ufh-offenburg.de. Das neue Programm für das Jahr 2022 wird im Januar auf der Homepage veröffentlicht. Gäste sind oft willkommen.

www.ufh-offenburg.de

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