Aktion von Künstlern

Offene Ateliers in Zell a. H. lockten viele Besucher an

Autor: 
Inka Kleinke-Bialy
Lesezeit 3 Minuten
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24. Oktober 2020

Führte interessierte Besucher in die Grundlagen der Aquarelltechnik ein: Roland Mauch. ©Inka Kleinke-Bialy

Jedes Jahr öffnen Zeller Künstler gemeinsam ihre Ateliers: Alle zwei Jahre erfolgt dies mit der Unterstützung des Kunstvereins Mittleres Kinzigtal und somit in einem überregional angebundenen Rahmen. Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Besser gesagt, es konnte nachgeholt werden, was eigentlich für den vergangenen April geplant war und coronabedingt verschoben werden musste.

Neben insgesamt 14 Kunstschaffenden, vor allem aus Haslach und Hausach, aber auch Gengenbach und Welschensteinach, waren diesmal gleich vier Teilnehmer aus dem Zeller Städtle mit dabei. Von jeweils 11 bis 17 Uhr gaben sie Einblick in ihr Tun und dessen Ergebnisse. Während am Samstag jedes Atelier im Schnitt zwischen 20 und 30 Besucher zählte, betrug deren Zahl am Sonntag bis zu 50.

Möglicherweise war eine erstmals durchgeführte Tombola, bei der es von einigen der teilnehmenden Künstler gestiftete Werke zu gewinnen gab, für Kunstinteressierte ein zusätzlicher Anreiz, sich auf den Weg zu machen.

Gleichzeitig hatte die Ausstellung „Baumporträts“ im Foyer des Storchenturmmuseums geöffnet, die im Zusammenhang mit der anstehenden Pflanzaktion „1000 Bäume für Zell a. H.“ ins Leben gerufen wurde. Farbserigrafien und Fotografien von Heinz Kneile und Albert Reichenbach gibt es hier zu sehen. Letzterer hat sein Atelier in der Hinteren Kirchstraße 6, seit er vor zwei Jahren von Steinach nach Zell umzog.

Imposante Ansichten

Imposante Baumansichten findet man auch in diesen Räumlichkeiten, hier in Form großformatiger Ölgemälde. „Mit Bäumen habe ich mich schon immer beschäftigt“, so der 76-jährige, der Kunst und Kunstgeschichte studierte, als Kunsterzieher am Hausacher Gymnasium tätig war und bereits zahlreiche Ausstellungen bestückte.

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Ebenfalls Ausstellungserfahrung hat sein in Zell alteingesessener Künstlerkollege Roland Mauch (79). Im Atelier „Fabrikstraße 1“ widmet sich der frühere Hochbautechniker nach wie vor besonders dem Aquarell, inspiriert „durch Erlebnisse und Reisen.“ Doch auch mit Acryl arbeitet er noch immer, neuerdings unter der Verwendung von Gold- und Silberblattmetall.

Weiter geht’s zum „Am Bach 1“. Hier wirkt Wolfgang Hilzensauer (67). Wie auch Roland Mauch hat der pensionierte Ingenieur einen während der späten Berufsjahre erworbenen Abschluss an der Kunstakademie Lahr in der Tasche.

Die letzten Monate nutzte er – coronabedingt – unter anderem dazu, auf seiner Website eine virtuelle Galerie für seine im Laufe des Jahres neu entstandenen Acryl-Mischtechnik-Bilder einzurichten. Beispielsweise ist er dazu übergegangen, Hinterglasmalerei mit der Kacheltechnik zu verbinden, so wie er überhaupt gerne verschiedene Stilarten kombiniert, auch mit Monotypien arbeitet der Experimentierfreudige verstärkt.

Klaus Kautz wiederum hatte im Unter Eckfeld 12 seine Doppelgarage zum Ausstellungsraum umfunktioniert. Mit dem Malen begonnen hat der Maschinenbautechniker im Unruhestand im Jahr 2016. „Ich bin absoluter Autodidakt“, so der 65-Jährige. 

Auch er erschafft seine in erster Linie abstrakten Werke mit Acrylfarben, unter Einsatz verschiedener Techniken und Werkzeuge. Farbenfroh geht es auf seinen meist großformatigen und erstmals der Öffentlichkeit vorgestellten Bildern zu, von denen er auch gleich zwei verkaufen konnte.

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