Ortenberg

Offener Bürgerschrank in Ortenberg steht zur Verfügung

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
24. April 2017
Bei der Eröffnung (von links): die Schrankpaten Bernd Vollmer und Gisela Scheurer-Kraus, Bürgermeister Markus Vollmer, Stadtplaner Hans-Jürgen Greve und Torsten Sälinger.

Bei der Eröffnung (von links): die Schrankpaten Bernd Vollmer und Gisela Scheurer-Kraus, Bürgermeister Markus Vollmer, Stadtplaner Hans-Jürgen Greve und Torsten Sälinger. ©Volker Gegg

Der offene Bücherschrank in Ortenberg ist am Tag des Buches feierlich eingeweiht worden. Die Bürgerstiftung hat das neue kulturelle Angebot realisiert. Staatssekretär Volker Schebesta ergänzte die Spenden mit dem Jugendbuchklassiker »Emil und die Detektive«. 

Die 2014 gegründete Gertrud-von-Ortenberg-Bürgerstiftung hat sich einer breiten Palette gemeinnütziger Aufgaben in Ortenberg verschrieben. Dazu gehört auch die Förderung der Kultur in der Gemeinde. Ein ganz besonderes kulturelles Angebot für Ortenberger und ihre Besucher gibt es seit Sonntagabend. Terminiert auf den bundesweiten Tag des Buches, wurde auf dem Rathausplatz ein offener Bücherschrank, initiiert und gestiftet durch die Bürgerstiftung, feierlich seiner Bestimmung übergeben.  

»In jedem Stadtteil Frankfurts ist mittlerweile ein solcher offener Bücherschrank zu finden«, bemerkte am Sonntagabend der Stiftungsvorstand der Bürgerstiftung Torsten Sälinger in seiner Eröffnungsrede. Und warum nicht so ein stets zugängliches Kultur- und Leseangebot in Ortenberg etablieren? »Hier kommen die Bücher auf einen zu«, sagte Sälinger vor rund 80 Eröffnungsbesuchern. So wurde der offene Bücherschrank eines der Projekte, die durch die Bürgerstiftung in diesem Jahr unterstützt und finanziert werden. 

»Wer liest, geht auf Entdeckungsreise und taucht in andere Welten ein. Ein offener Bücherschrank ist ein gutes Mittel, ums solche besonderen Reisen anzubieten«, so Sälinger weiter. Dabei ist das neue wegfahrgesicherte, belüftete und mit Panzerglas versehene Mobiliar nicht nur ein Bücherschrank, sondern laut Bürgermeister Markus Vollmer auch ein Ort der Begegnung. 

- Anzeige -

»Keine Öffnungszeiten«
Der Kölner Stadtplaner und Architekt Hans-Jürgen Greve hat den Schrank bundesweit als Stadtmöbel entwickelt und das Ortenberger Exemplar persönlich mit einer Helferin am Samstag aufgestellt. »Hier braucht sich niemand an Öffnungszeiten und eine Gebührenordnung zu halten, sondern einfach ein Buch rausnehmen, wenn es persönlich für einen interessant ist«, erklärte Greve, »und eigene Bücher, die man für lesenswert hält, hineinstellen«. 

Alle Generationen sollen laut Vollmer dieses Angebot nutzen. So wurde die untere Regalreihe ausschließlich für Kinder- und Jugendbücher reserviert. »Eine wirklich tolle Sache, gerade in Zeiten, in denen wir der Lesekompetenz mehr Aufmerksamkeit widmen müssen«, betonte der Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Volker Schebesta. Natürlich hatte Schebesta bei seinem Besuch auch Lesematerial für den Bücherschrank dabei. Um zwei Ausgaben des Klassikers »Emil und die Detektive« von Erich Kästner wurde der bereits gut bestückte Schrank ergänzt. 

Mit Gisela Scheurer-Kraus und Bernd Vollmer hat das neue Ortenberger Kulturangebot auch zwei Paten, die regelmäßig nach dem Rechten schauen werden. Die Bürgerstiftung selbst finanzierte das Projekt mit rund 6000 Euro, die Gemeinde stellte den Platz neben der Schlossberghalle zur Verfügung und richtete auch das nähere Umfeld des Bücherschranks ein, wie Vollmer sagte. »In wenigen Wochen wird sich nach der Eröffnung der Ortsumgehung das Bild unseres Ortes ändern. Der offene Bücherschrank gehört bereits mit zum neuen Auftritt unserer Gemeinde«, so der Bürgermeister. 

Musikalisch umrahmt, unter anderem mit der zur gleichzeitig laufenden Präsidentenvorwahl in Frankreich, intonierte das Bläserquartett des Musikereins mit der Europahymne die Eröffnungsfeierlichkeiten.  

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeigen
03.01.2019
Die eigene Firma zu gründen ist auch dank der Digitalisierung heute nicht mehr schwer – aber wie geht es dann weiter? Wie kleine und mittelständische Firmen erfolgreich werden, zeigen zwei Jungunternehmer bei einem Vortrag am 26. Januar in der Offenburger Oberrheinhalle.
27.12.2018
Abenteuer-Indoor-Spielplatz
Wer möchte seinen Kindern zum Geburtstag nicht gern etwas ganz Besonderes bieten? Im Kiddy Dome in Schutterwald ist das möglich. Denn nicht nur an ihrem großen Tag sind die Kinder in diesem Abenteuer-Indoor-Kinderspielplatz die Könige. 
27.12.2018
Wie wir nachts schlafen bestimmt, wie unser Tag verläuft – und deshalb ist gesunder Schlaf auch so wichtig. Das eigene »Bett nach Maß« klingt fast wie ein Traum – doch Leitermann Schlafkultur ist Spezialist auf diesem Gebiet und macht es möglich.
18.12.2018
Eine Mission im Team
Ein verschlossener Raum, ein kniffliges Rätsel und nur 60 Minuten Zeit, um es zu lösen und so wieder nach draußen zu gelangen: Willkommen bei Escape Rooms Exitpark in der Ortenau.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

vor 6 Stunden
Interview mit Offenburger Frontsänger der »Grandsheiks«
Rockig, rhythmisch, revolutionär: Auch heute noch hat die Musik von Frank Zappa viele Fans. Am Freitag, 1. Februar, spielt die Zappa-Tribute-Band »Grand­sheiks« ab 21 Uhr im Spitalkeller in Offenburg. Leadsänger Maximilian Hilbrand ist auch Sprecher und Schauspieler – und gebürtiger Offenburger.
vor 7 Stunden
Windschläg
Ortsvorsteher Ludwig Gütle hatte am Freitag in der Festhalle zum Neujahrsempfang geladen – zahlreiche Vertreter der Kommunalpolitik, der Kirchen, der Schule, der Kita  und der Vereine waren gekommen.
vor 8 Stunden
Hundehalterin vor Gericht
Ende März 2018 jagten zwei Hunde zwei Rehe auf einer umzäunten Obstplantage. Aufgrund der schweren Verletzungen des Wilds entschied die Polizei später, die Rehe zu erschießen. Jetzt stand eine der Hundehalterinnen vor Gericht. 
vor 8 Stunden
Klinikdebatte
Der Protest gegen einen Klinik-Neubau im Holderstock formiert sich in Bühl. Nun gibt es eine Interessensvertretung, die dagegen kämpfen will.
vor 9 Stunden
Hohberg
Bei den Beratungen zum Haushalt äußerten sich die einzelnen Fraktionen erneut über die Untätigkeit der Verwaltung – was die Bearbeitung ihrer Anträge betrifft.
vor 9 Stunden
Personalstamm soll größer werden
Bis 2020 will die Stadt Offenburg Baugenehmigungen wieder deutlich schneller erteilen. Der "Rote Punkt" soll laut einer städtischen Pressemitteilung nach höchstens 70 Tagen an Bauherren verschickt werden. Seit Jahren steht die Stadt massiv in der Kritik wegen zu langer Wartezeiten bei der...
vor 10 Stunden
Auch das Publikum war gefragt
Das Publikum hatte beim Lumbaziobe der Narrenzunft Zell-Weierbach viel zu lachen. Ein Motto gab es dieses Mal nicht, sodass die Macher völlig frei waren.
vor 11 Stunden
Nach großzügiger Schenkung
Das Museum Haus Löwenberg wird ab 12. April eine neue Dauerausstellung präsentieren – rund ein Dutzend Karussellpferde und ein böhmisches Marionettentheater aus dem 19. Jahrhundert. »Die Pädagogik wird sich darauf stürzen«, sagte Reinhard End.  
vor 14 Stunden
Freundschaft wird groß geschrieben
Beim Neujahrsempfang in Fessenbachs Partnergemeinde Zellwiller war natürlich auch eine Gruppe aus Fessenbach zu Gast. Alle betonten, wie wichtig grenzüberschreitende Freundschaften sind.
vor 19 Stunden
Offenburg
Das stadtbildprägende Anna-von-Heimburg-Haus an der Stadtmauer soll für 3,9 Millionen Euro saniert werden. Der Haupt- und Bauausschuss hat dafür einstimmig grünes Licht gegeben. 2015 waren Schäden an dem denkmalgeschützten Gebäude festgestellt worden. Seit 2016 steht das Haus, in dem das...
vor 21 Stunden
Gastsänger als Verstärkung
Der Kirchenchor Hl. Dreifaltigkeit kann zufrieden auf das Jahr 2018 zurückblicken. Die Zusammenarbeit zwischen Chorleiter, Vorstand und Präses Dekan Matthias Bürkle klappt hervorragend, hieß es bei der Hauptversammlung. Zwar ging die Zahl der aktiven Sänger um fünf auf 47 zurück – Gründe  waren...
vor 21 Stunden
Lebhafte Gemälde mit originellen Titeln
Zur Ausstellungseröffnung der »Galerie m beck« am Sonntag kamen viele Kunstinteressierte, um mit einigen Künstlern und der Kuratorin  Adriana Alfredo da Silva ins Gespräch zu kommen.