Gemeinsam

Ökumene von unten stärken

Autor: 
Hans Spengler
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juli 2021
Bei der Kirchenversammlung (von links): Rainer Schnebel, Pfarrerin Anna Schimmel, Pfarrer Emmerich Sumser, Winfried Wendle. 

Bei der Kirchenversammlung (von links): Rainer Schnebel, Pfarrerin Anna Schimmel, Pfarrer Emmerich Sumser, Winfried Wendle.  ©Hans Spengler

In einer gemeinsamen Versammlung haben evangelische und katholische Christen Ideen entwickelt, wie sie die Partnerschaft ausbauen können.

Ökumene in veränderten Strukturen. Unter diesem Titel soll in Ichenheim für die katholische Kirchengemeinde Ichenheim und die evangelische Kirchengemeinde Emmaus Ichenheim mit den Teilgemeinden Dundenheim und Schutterzell eine ökumenische Partnerschaftsvereinbarung getroffen werden.

Ein Entwurf für einen Partnerschaftsvertrag, der bereits 2008 für eine kirchliche Wohngemeinschaft auf ökumenischer Basis getroffen wurde, hat immer wieder zu gemeinsamen Gesprächen geführt. Verhandlungsführer sind der katholische Pfarrer Emmerich Sumser, die evangelische Pfarrerin Anna Schimmel, vom Kirchengemeinderat auf der katholischen Seite Winfried Wendle und auf der evangelischen Seite Rainer Schnebel.

Die Versammlung

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Am Sonntag kam es nun zu einer gemeinsamen Kirchenversammlung in der Langenrothalle in Ichenheim. Das Ganze soll in einem neu überarbeiteten Vertrag münden. Als Moderator fungierte der Diakon Oliver Fingerhut aus Offenburg. Man wollte sich nun ein erstes Stimmungsbild von den Gemeindegliedern holen, das immer wieder verfeinert und verbessert werden soll. Eine Ergänzung und Verbesserung der Vereinbarung sollte erarbeitet werden. Die neue Partnerschaftsvereinbarung soll zu einer Gemeinschaft gleichberechtigter Partner führen. Weitere Schritte sollen gemeinsame ökumenische Gottesdienste und geistliches Leben, Theologische Aufführungen und gemeinsame Schulgottesdienste und Unterrichte sein. Hier soll ein gemeinsamer Dialog gefunden werden. Und jeder darf bleiben, was er ist. Miteinander sichtbar machen, was jedem wichtig ist, war zu hören.

Winfried Wendle trug in einem vierminütigen Film vor, wie man sich den Umbau und die Renovierung der St. Nikolauskirche als Simultankirche vorstellen kann.
Bis vor rund 60 Jahren war diese Kirche schon Simultankirche.

Pfarrerin Anna Schimmel und Kirchengemeinderat Rainer Schnebel stellten dann vor, wie es mit der Einrichtung beim Umbau der evangelischen Kirche zu einem ökumenischen Gemeindezentrum laufen soll. Hier wurden auch schon konkrete Vorschläge gemacht. Die Vision der Ökumene müsse viel größer sein als nur das friedliche Mit- und Nebeneinander in getrennten Kirchen zu pflegen. Es gehe darum, die Einheit als das eine Gottesvolk immer sichtbarer werden zu lassen. Nur so gelinge es, die Konfessionen wahrhaft zu versöhnen. Mit der Vereinbarung werde ein verbindlicher Rahmen gegeben, das Miteinander weiter zu fördern und zu entwickeln. Pfarrer Emmerich Sumser, Pfarrerin Anna Schimmel, die Kirchengemeinderäte Rainer Schnebel und Winfried Wendle bildeten dann an vier verschiedenen runden Tischen Diskussionsgruppen mit unterschiedlichen Themen, wo sich die Zuhörer ein Bild machen und ihre Vorschläge einbringen konnten. Hier kam eine ganze Menge an Vorschläge zusammen.

Das Gesangsduo Katja Tscherter und Volker Schnebel trug immer wieder Lieder vor. Pfarrer Sumser erinnerte, dass man im nächsten Jahr auch schon das 200-jährige Bestehen der St. Nikolauskirche mit einem Kirchweihfest gemeinsam feiern möchte.

Hintergrund

Die Ideen

Aktuell sollen erstmals die Gemeindeglieder aus beiden Kirchen eingebunden werden, mit Ideen von der Basis. Themen: Ideen zur Renovierung der St. Nikolaus Kirche für gemeinsame Nutzung als Simultankirche. Die Einrichtung eines ökumenischen Gemeindezentrums auf dem Gelände der evangelischen Kirche in Ichenheim. Schaffung von Visionen für eine gemeinsame Zukunft.

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