»Black Night« als Überraschung

»Oli Session Clan« bringt Unerhörtes im "Seegarten« zum Klingen

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20. August 2019

Zauberten auf der »Seegarten«-Bühne Schutterwald (von links): Oli Reister, Harald Fahrner, ­Gunnar Sommer und Thomas Hummel. ©Klaus Krüger

Die Band »Oli Session Clan« hat den Freitagabend zu einem starken Erlebnis werden lassen. Rock, Blues und Rockabilly gibt es für das Publikum. Und das höchst mitreißend gespielt.

»Oli Session Clan« ist eine junge Band – und füllt am Freitagabend »Emmas Seegarten« nicht ganz. Dabei ist sie gar nicht mal so jung, sondern in Teilen aus »Men in Black« hervorgegangen. Und wie erfahren die Band ist, das merkt man nach wenigen Tönen – die Mitglieder haben sich teilweise die weniger bekannten Songs ausgesucht; doch die bringen sie rau, unverstellt und mit jeder Menge Drive hinter den Instrumenten ans Publikum. 

Mann am Bass

Im Hintergrund wirkt Harald Fahrner am Keyboard – seine Künste geben den Songs in schnellen Läufen eine klare Richtung. An den Drums wirbelt Dietmar Grashoff und gibt den Kollegen den Rhythmus vor. Der neue Mann am Bass heißt Thomas Hummel. Wuchtig, was er da rausfetzt; wer nah genug an die Bühne rankommt, dem vibriert die Bauchdecke. Am Saxofon zaubert bei diesem Auftritt Gunnar Sommer mit, der für seine Soli Szenenapplaus bekommt. Wie auch Oli Reister, der Mann an der Gitarre; bei manchen Songs kommt es einem so vor, als habe er vier Hände und zwei Gitarren. 

Und alle Musiker zeigen eine große Spielfreude – beim Blues, beim Straight Rock, beim Rockabilly. In fast alle Songs bauen die Jungs Soli ein, die meisten liefern das Sax und die Gitarre ab. 

Eigenwillig in Interpretation

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Wie unterschiedlich die Lieder sind und wie eigenwillig in ihrer Interpretation, zeigt sich hier: Claptons »I shot the Sheriff« kommt mit einem unglaublichen Groove daher, den Oli Reister seinem Ins­trument entlockt, den aber alle andere mittragen und befeuern. Und dann ein Song, den man kaum zu hören bekommt – Deep Purples »Black Night«.

Ein Klassiker, der in Vergessenheit geraten ist. »Oli Session Clan« holt ihn aus der Mottenkiste und spielt ihn so frisch, als stehe er gerade in Montreux auf der Bühne. Ein ganz starkes Stück, weil es überrascht. Jeder hat den Song schon mal gehört – aber wann? Aber wo? Jedenfalls kaum von einer anderen Coverband.

Der Knaller

Und dann kommt der Knaller: »Little Wing«. Oli Reister sagt am Ende des Songs verschmitzt: »Ein bissle Jimi Hendrix kann nicht schaden.« Den Gitarrengott auf offener Bühne zu covern – das ist entweder größenwahnsinnig; oder mutig. Auf jeden Fall sollte man verteufelt gut Gitarre spielen können, um sich nicht zu blamieren. Oli Reister hat den Mut – und er kann es. Was er aus seiner Gitarre herausholt, ist unglaublich. Seine Finger fliegen über die Saiten, das Instrument singt in hellsten Tönen.

Wer sich jetzt dem Himmel nahe fühlt, für den serviert die Band vor der Pause als Bestätigung einen weiteren Klassiker: Bob Dylans Hymne »Knocking on Heaven’s Door«. Der Groove etwas zurückgenommen, dafür bietet der Song Raum für die einzelnen Instrumente, die bei der Band sehr eindringlich zu Wort kommen. 

»Oli Session Clan« ist eine echte Entdeckung – für laue Sommernächte; und auch sonst.

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