Ortenberg

Ortenbergerin hilft Straßenkindern in Indien

Autor: 
Michele Gerstl
Lesezeit 2 Minuten
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15. August 2017
Respekt ja, Vorfreude auch: Ex-Grimmels-Schülerin Helena Bahr engagiert sich bei einem sozialen Projekt in Indien.

©privat

Kaum hatte sie ihr Abitur in der Tasche, ging es auch schon weiter für die ehemalige »Grimmels«-Schülerin Helena Bahr (18) aus Ortenberg: Anfang August ist sie nach Vijayawada (Südost-Indien) gereist, wo sie im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres Erfahrungen sammeln und Straßenkindern helfen möchte. 

Im Anschluss an das am Grimmelshausen-Gymnasium abgelegte Abitur absolviert die 18-jährige Helena Bahr nun ihr Freiwilliges Soziales Jahr. In der vergangenen Woche ist sie nach Vijayawada gereist, eine der größten Städte Südost-Indiens. Für die indische Kultur und die Menschen habe sie sich schon immer interessiert, erzählte sie vor dem Abflug. Nun wolle sie ihre Neugierde stillen und das Land besser kennenlernen. 

In der Hauptsache wird sich die ehemalige Grimmelsschülerin der Arbeit mit Straßenkindern widmen und so beispielsweise bei der Freizeitgestaltung für Kinder aus Internaten oder Straßenkinderheimen mitwirken. Große, nachhaltige Veränderungen mögen vielleicht unrealistisch sein, ist sie sich bewusst, doch helfen möchte die junge Frau auf alle Fälle. »Ich möchte etwas bewegen und mitgestalten. Ich kann nicht nur zugucken und nichts machen«, betont sie.

Seit der Mittelstufe setzt sich Helena Bahr in der Schülermitverantwortung (SMV) ein. Da die Schulzeit nun vorüber ist, hielt sie Ausschau nach weiteren Möglichkeiten, ihr soziales Engagement fortzusetzen. So hat sie sich über Organisationen schlau gemacht, die derartige Vorhaben unterstützen. 

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Gespannt auf Mentalität
Nach einigen Bewerbungen landete die Abiturientin schließlich beim Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) –eine Organisation, die jährlich rund 35 junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren mit Projekten in Asien, Afrika und Lateinamerika beauftragt und diese mit themenbezogenen Seminaren auf den Aufenthalt vorbereitet. 

Auf ihren Auslandsaufenthalt freute sich Helena Bahr schon sehr. Besonders gespannt war sie auf das Leben und die Mentalität der Bevölkerung in Indien. Allerdings hatte sie auch etwas Respekt vor dem, was sie dort erwartet. Neue Umgebung, fremde Sprache, andere Sitten, nicht vertraute Menschen – da können einem schon mal die Knie weich werden. Trotz Nervosität sieht Helena Bahr dem Auslandsjahr zuversichtlich entgegen. Sie wird dort nicht allein sein, denn noch weitere Jugendliche werden vor Ort im Dienste der Organisation Unterstützung leisten. 

Eine Million Einwohner
Mit rund einer Million Einwohnern wird die indische Großstadt Vijayawada die Schülerin aus dem vergleichsweise kleinen Ortenberg gewiss an neuen Herausforderungen wachsen lassen.

Info

Die Unterstützer

Einen Großteil der Kosten, die mit dem Auslandsaufenthalt verbunden sind, übernimmt der Staat. Einen gewissen Betrag sollen die Teilnehmer jedoch eigenständig über den sogenannten Solidaritätskreis in Form von Spendengeldern beisteuern. Hierbei geht es darum, die Brücke zwischen den Menschen im Gastland und in Deutschland zu schlagen und Antworten auf Fragen wie »Welche Auswirkungen hat unsere globale Wirtschaft in anderen Teilen der Welt? Wie leben die Menschen dort? Was macht die Kultur aus?« zu liefern und Interesse an Unterstützung zu wecken.

Wer das Projekt unterstützen oder weitere Informationen haben möchte, kann per E-Mail an helena-bahr@t-online.de Kontakt mit Helena Bahr aufnehmen.

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