Offenburg

OT-Sommerquiz, Platz eins: die Pfarrkirche Heilig Kreuz

Autor: 
Florian Pflüger
Lesezeit 3 Minuten
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22. August 2017
An ihre 68,44 Meter reicht kein anderes Gebäude in der Stadt heran: Die Kreuzkirche ist mit einigem Abstand das höchste Gebäude in Offenburg.

An ihre 68,44 Meter reicht kein anderes Gebäude in der Stadt heran: Die Kreuzkirche ist mit einigem Abstand das höchste Gebäude in Offenburg. ©Ulrich Marx

Unzählige OT-Leser haben getüftelt, geknobelt und ihren Tipp abgegeben. Jetzt lösen wir das große OT-Sommerquiz auf und verraten täglich im Countdown-Verfahren von zehn bis eins, welches die zehn höchsten Gebäude Offenburgs sind. Auf Platz eins: die Kirche Heilig Kreuz.

Für die meisten Offenburger dürfte kein Zweifel bestanden haben: Das höchste Gebäude in der Stadt ist die Pfarrkirche Heilig Kreuz. 68,44 Meter hoch ist das weithin sichtbare Wahrzeichen, dessen 600-jähriges Bestehen erst vor zwei Jahren gefeiert worden ist. Denn im Jahr 1415 weihte Bischof Markus von Besançon die Kirche, die den Titel »Kreuz Erhöhung« erhielt.

Lange Zeit stand für die Bevölkerung außer Frage, dass die Kreuzkirche »die Kirche der Stadt« ist, wie Werner Scheurer feststellt. Der 75-Jährige hat insgesamt 16 Kirchenführer verfasst, darunter auch einen über Heilig Kreuz in Offenburg. Das habe sich erst geändert, als die Stadt bikonfessionell geworden sei – und mittlerweile das evangelische Gotteshaus, zumindest dem Namen nach, die »Stadtkirche« ist.

Zu den Besonderheiten der Kirche zählt Scheurer zum einen den Hochaltar mit der sogenannten Kreuzerhöhung und den überlebensgroßen Figuren. Neben den Offenburger Stadtpatronen, neben der heiligen Ursula sind dies der heilige Aper und Gangolf, handelt es sich dabei auch um die heilige Helena. Letztere hat der Legende nach im Jahr 335 das Kreuz Christi gefunden. Auch die Seitenaltäre und die Kanzel von Johann Nepomuk Speckert seien hervorzuheben, ebenso die Orgel, deren Gehäuse von 1760 stammt.

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Neubau nach Brand 
Im Jahr 1689 fiel die Kreuzkirche zu größten Teilen dem Stadtbrand zum Opfer. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde sie wieder aufgebaut – und aufgewertet. Aus der Hallenkirche mit drei Schiffen, wie es ein Kupferstich von 1743 nahelegt, wurde die Kirche in ihrer heutigen Form. In den 50er-Jahren wurde die Kuppel ausgetauscht. Bei den Arbeiten fand man unter anderem einen Bericht zum Turmbau, der von 1726 datierte, und zur ersten Instandsetzung – ein Zeichen dafür, dass die Stadt damals wieder Geld hatte.

Scheurer bestätigt übrigens noch einmal die Geschichte, wonach Senator Franz Burda dem damaligen Stadtpfarrer Hermann Hugle, mit dem er befreundet war, zusicherte: Das Burda-Hochhaus, 1964 fertiggestellt, werde nicht höher sein als die Kreuzkirche. Und so ist es auch gekommen. Der heutige Hubert Burda Media Tower selbst ist übrigens in der Kirche verewigt, und zwar in einem Deckengemälde, das die Silhouette der Stadt zeigt.

HINWEIS: Mit der heutigen Folge endet die Serie. Morgen stellen wir die Gewinner des OT-Sommerquiz vor. Außerdem präsentieren wir nochmals die zehn höchsten Gebäude Offenburgs auf einer Doppelseite.

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