"Ausbruch" inklusive:

OT-Testschläfer verbrachten zwei Nächte im Hotel "Liberty"

Autor: 
Bettina Kühne
Lesezeit 3 Minuten
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18. Oktober 2017

(Bild 1/2) ©Ulrich Marx

Das Motto hat gleich super gepasst: Mit der Ergänzung »weil sich in diesem Knast jeder Verlängerung wünscht« hatte sich Sabine Wollitzer die OT-Testschläfer-Übernachtung im neuen Hotel »Liberty« ergattert. Jetzt durfte sie dort gleich zwei Nächte verbringen.
 

Als hätte sie es geahnt, dass es auch ihr Motto wird. Mit »Ich möchte im Hotel Liberty übernachten, weil sich in diesem ›Knast‹ jeder Gauner Verlängerung wünscht« hatte sich Sabine Wollitzer um die Vorab-Nacht im neuen Hotel in der Grabenallee beworben. Und tatsächlich: Es wurde verlängert, sie übernachtete zusammen mit ihrem Mann Wolfgang Moser gleich zwei Nächte in einer Suite.

Das kam so: Just als das Paar am ursprünglichen Vorabtermin einchecken­ wollte, wurde die Küche des hoteleigenen ­Restaurants »Wasser & Brot« abgenommen. Wohin mit den Gästen, wenn die Küche kalt bleiben muss? Hoteldirektor Marc Aeberhard »tröstete« seine Gäste mit einem Ersatztermin und gleich zwei Nächten in einer Suite.

»Es war bombastisch!«, sagt Sabine Wollitzer. Gleich zu Beginn seien ihnen die Koffer abgenommen und aufs Zimmer gebracht worden: »Wir sind Camper, so etwas sind wir gar nicht gewöhnt.«

»Man liegt wie auf Wolken«, schwärmt sie von den Matratzen. Sie wollte sogar nach dem Fabrikat spicken, obwohl sie zu Hause im Wasserbett auch nicht schlecht liegt. Aber worauf man sich bettet, bleibt wohl das Geheimnis des Hotels. 

Badewannen-Check

Und natürlich hat sie auch die Badewanne getestet, die im Zimmer einen prominenten Platz einnimmt. »Sie ist auch schön groß«, berichtet sie.

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Es gab Halbpension für die beiden. Am ersten Abend wurde eine Entenbrust serviert: »Tatsächlich eine der besten, die ich je gegessen habe«, sagt sie. Spektakulär sei es auch gewesen, Jeremy Biasiol in seiner offenen Küche wirbeln zu sehen – »zwischen seinen­ 37 Kräuter­töpfen«. Das würzige Grün, hat der Hoteldirektor an anderer Stelle verraten, stammt übrigens vom Offenburger Wochenmarkt.

Am zweiten Abend wagte­ sich Wollitzer an eine Taube, das hatte sie zuvor noch nie gegessen – genau die richtige Wahl: »Sie war sehr zart.« Ihr Mann entschied sich für ein Steinpilzrisotto. »Wir werden da wieder zum Essen hingehen«, stand für das Paar danach fest – nette Anlässe gibt es schließlich immer mal wieder.

Morgens wurde das Frühstück auf einer Etagere serviert. Und der Orangensaft kam in einer Karaffe, für jeden extra. »Als mein Mann seien leer hatte, stand schon die nächste da«, berichtet sie.

Tipp für Direktor

Natürlich hatte das Paar auch die Aufgabe, mit offenen Augen durchs Hotel zu gehen. Der Direktor wollte schließlich wissen, wo man etwas verbessern kann. Viel ist das nicht, aber: Die Waschtischarmaturen sind zwar schick, aber etwas unpraktisch. Sobald man die Hände darunter hält, spritzt das Wasser an die Wand. Also hatte Wollitzer einen Tipp: »Vielleicht könnte man einen wasserfesten Lack an der Wand anbringen?«, schlägt sie vor.

Nach zwei schönen Tagen checkten die beiden OT-Hoteltester dann wieder aus. Zum Abschied wurde gewitzelt: »Brechen Sie etwa aus?«

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