Hauptfest der Bruderschaft vom guten Tod in Zunsweier

Plädoyer für eine offene Kirche

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 2 Minuten
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11. September 2018

Dekan Matthias Bürkle feierte mit Geistlichen das Hauptfest der Bruderschaft vom guten Tod. Vor dem Altar waren die Insignien der Bruderschaft aufgestellt, die durchbohrten Hände, Füße und das Herz Jesu. ©Manfred Vetter

Eine zentrale Frage lautet: Wie leben wir richtig? Das war ein Aspekt des Hauptfests der Bruderschaft vom guten Tod. 

Am Sonntag feierten die Gläubigen das Hauptfest der Bruderschaft vom guten Tod. Dekan Matthias Bürkle nahm Bezug zu aktuellen Ereignissen: »Man weiß nie, wann der Tod kommt, das zeigen die Morde in Offenburg und Chemnitz. Wir beten für einen guten Tod stellvertretend für die ganze Gemeinde.«
Pfarrer Alois Balint schlug einen Bogen vom Bruderschaftsfest zum Tag des Denkmals. Hier wie dort gibt es lebendige Traditionen. Aber es gibt auch das Leben vor dem Tod, daher könnte man die Bruderschaft auch »zum guten Leben nennen«. 

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Offene Kirche

»Wie leben wir richtig?« fragte Alois Balint. Das »Ephata – Öffne Dich« aus dem Evangelium zog sich wie ein roter Faden durch die Predigt. Die Kirche müsse sich öffnen, um das Böse zu bekämpfen, das sich eingenistet habe. Dazu gehöre der Kindesmissbrauch und – »Wenn das stimmt« – verbunden mit Machtmissbrauch. Überregulierung in der Kirche komme aus der Angst, die Kontrolle zu verlieren. Balint: »Ephata heißt, Kirche öffne dich und ist die Mahnung, dass wir nicht seelisch taub werden gegen den Anspruch Gottes.«
Der Kirchenchor umrahmte die Messe musikalisch. Dirigent und Organist Felix Ketterer hatte die Deutsche Messe von Franz Schubert ausgesucht. Die passte musikalisch wunderbar zu der nachdenklichen Messfeier. 
Getragene Gesänge
Die getragenen, feierlichen Gesänge waren ein Genuss. Sie unterstrichen aber auch den Charakter der Feier. Der Chor sang sehr diszipliniert. Die Harmonien entlockten den Zuhörern einige Male wohlige Gänsehaut. Die eingängigen Melodien gingen tief in die Herzen. Besonders die leisen Stellen waren ausdrucksvoll und sehr ergreifend. Dass man Gutes noch steigern kann, hörte man bei dem bekannten »Heilig«. Nach der ersten Strophe, die die Gemeinde inbrünstig und kräftig sang, kam der Chor mit der zweiten Strophe: fein und ergreifend schön, mit der Überstimme in der Orgel, die das Feierliche noch einmal unterstrich.
Nach der Messe begleiteten die Gläubigen die Insignien der Bruderschaft zum Feldkreuz vor dem Friedhof. Bei dieser Station sang der Kirchenchor »Wenn Christus, der Herr« von Georg Friedrich Händel.

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