Gemeinderat Zell

Planungsauftrag für Unterharmersbacher Rathausvorplatz

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13. November 2019

(Bild 1/2) Rathausplatz Unterharmersbach: So stellen sich die Planer den Anblick von der Hauptstraße aus vor, der sich nach der Umgestaltung bieten könnte. Hainartig angeordnete Bäume, die kleinkronig sind und kaum Früchte bilden, sollen Schatten spenden, bepflanzte Blumentröge für optische Farbtupfer sorgen. ©Grafik: bhm

Der Zeller Gemeinderat hat am Dienstag einstimmig dafür gestimmt, dass die Firma Bresch Henne Mühlinghaus (bhm) die Gestaltung des Unterharmersbacher Rat-hausvorplatzes plant und die genauen Kosten berechnet. Erst wenn diese vorliegen, wird über die endgültige Ausstattung des Platzes entschieden.
 

Die Wunschliste der Unterharmersbacher für ihren Rathausvorplatz war lang. „Es ist fast alles aufgenommen worden. Dafür bin ich sehr dankbar“, sagte Ludwig Schütze (SPD) und Ortsvorsteher von Unterharmersbach, nachdem Sigurd K. Henne und Katja Richter vom Freiburger Planungsbüro Bresch Henne Mühlinghaus (bhm) zwei überarbeitete Entwürfe am Dienstagabend dem Zeller Gemeinderat vorgestellt hatten.

Beide sehen vor, dass der Platz vor dem Rathaus etwas tiefer gelegt und mit Sandsteinstufen versehen wird, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit dienen. Außerdem sind hainartige Bäume vorgesehen, die aber auf Wunsch der Unterharmersbacher keine großen Kronen entwickeln und kaum Früchte tragen. Diese könnten sonst den Platz verschmutzen, was einen höheren Reinigungsaufwand bedeuten würde.
Gedacht ist auch an drei kippbare Fahnenmasten, eine in den Boden eingelassene Halterung für Mai- und Christbaum, Sitz- und Hüpfsteine aus Sandstein oder Granit, eine Sankt-Gallus-Figur, eine Sitzmauer zum Gehsteig hin, die auch von jenen genutzt werden kann, die auf den Bus warten.

Kiosk denkbar

Entgegen erster Vorstellungen soll der Boulebereich nicht mehr vor dem Rathaus liegen, sondern Richtung der Frauenarztpraxis. In diesem Bereich würde auch ein Trinkbrunnen in Form einer Edelstahlsäule stehen. Möglich wäre auch, in den Sommermonaten ein Imbisshäuschen oder eine Art Kiosk aufzustellen. In die Planung aufgenommen werden außerdem in den Boden eingelassene Strahler, 25 Stellplätze für Autos sowie Fahrradständer.

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Ursprünglich war auch an Wasserfontänen gedacht, die jedoch nicht überall auf Gegenliebe stoßen. „Die können wir uns angesichts der vielen Plätze, die wir noch zu gestalten haben, nicht leisten“, sagte Andrea Kuhn (Freie Wähler) und fand auch Zustimmung bei Lorenz Breig (CDU). „Kurpark und Harmersbach sind nicht weit weg. Deshalb sind Wasserspiele nicht notwendig“, erklärte er. Sibylle Nock (Grüne) gab zu bedenken, dass der Platz von allen Seiten aus barrierefrei zugänglich sein muss: „Ich möchte nicht, dass das Rathaus nur über einen Umweg erreichbar ist.“

Während den meisten Räten diese ersten Entwürfe grundsätzlich zugesagt hatten, gefielen diese Brigitte Stunder (Freie Wähler) nicht. „Vielleicht bin ich die einzige, aber für mich ist der Platz völlig überladen. Es gibt kein bisschen Weite mehr.“

Vage Prognose

Hannes Grafmüller (CDU) wollte wissen, welche Kosten bei diesen Entwürfen zu erwarten sind. Planer Sigurd K. Henne äußerte sich zurückhaltend: „Das hängt auch von den Qualitäten ab. Ich schätze aber schon 350 000 bis 400 000 Euro. Und ich habe das Gefühl, mit Wasserspielen liegen wir etwas darüber.“ So würde alleine ein Eckwaldhexen-Brunnen je nach Ausführung zwischen 25 000 und 60 000 Euro kosten. Diese hatten zwar eine Figur angemeldet, doch die Planer regten ein Wasserelement an.

Bürgermeister Günter Pfundstein sagte, dass es derzeit noch wenig Sinn macht, über die konkrete Ausstattung des Platzes zu sprechen. „Wir müssen die Kosten in den Haushaltsberatungen diskutieren“, sagte er und schlug vor, dass die Firma jedes Element berechnet. Erst danach könne der Gemeinderat entscheiden, was er umsetzen möchte und was nicht. Dem folgte das Gremium einstimmig. 

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