Prävention

Polizei warnt Senioren vor Gefahren

Autor: 
red/flo
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23. Februar 2019

Es gibt viele Betrüger, die versuchen, ihre Masche anzuwenden. Polizist Ralf Kaufmann informierte darüber. ©Archiv

Zum Neujahrsempfang hatten die Eisenbahner-Senioren des Ortsverbands Offenburg eingeladen. Ralf Kaufmann von der Polizei informierte die 55 anwesenden Senioren im Casino der DB Gastronomie zum Thema »Gewalt gegen Senioren«. Außerdem sprach Günter Reimer vom BSW.

Mit dem Vortrag »Gewalt gegen Senioren« hat der Oberkommissar Ralf Kaufmann beim Neujahrsempfang der Eisenbahner-Senioren des Ortsverbands Offenburg am Dienstag im Casino der DB Gastronomie ein ganzes Bündel von Vorbeugemaßnahmen angesprochen, wie sich Senioren vor Kriminalität im Alltag schützen Können. Besonders ältere Menschen seien Trickdieben ausgesetzt, die versuchten, in fremden Wohnungen an Bargeld, Schmuck und andere Wertsachen zu gelangen.

Mit Filmen und Berichten aus der täglichen Polizeiarbeit zeigte der Kommissar, was alles durch Tricks und Diebe und Betrüger passieren kann:  Sie kligelten an der Haus- und Wohnungstür, um sich unter einem Vorwand Eintritt zu verschaffen. »Vorsicht bei falschen Polizisten oder anderen Amtsträgern«, riet Kaufmann, der davor warnte, auf vorgetäuschte Notlagen hereinzufallen.

Ältere Menschen seien oft gutmütig und hilfsbereit, was ausgenutzt werde. Seine Devise lautet: »Aufgepasst!« Es lauerten überall Gefahren.
Auffallend seien die typischen Maschen der Diebe, wenn sie an der Wohnungstür Papier und Bleistift verlangten, Blumen oder Geschenke für die Nachbarn abgeben würden, ein Glas Wasser wollten, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen. »Lassen Sie niemals Fremde in die Wohnung«, betonte Kaufmann, der auch den Telefontrick ansprach, wenn jemand den Gewinn von Geld oder größeren Reisen vorgaukle. 
 

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»Enkeltrick« beliebt

Recht skupellos gingen die Gauner beim »Enkeltrick« zu Werke, so Kaufmann, wenn sich die Betrüger als nahe Verandte ausgeben und eine finanzielle Notlage vortäuschen.
Insgesamt 215 000 Euro Geld seien im Bereich des Präsidiums durch »falsche Enkel« ergaunert worden. Darunter seien Einzelbeträge von bis zu 60 000 Euro, berichtete Kaufmann.

»Misstrauen Sie fremden Anrufern«, appellierte Kaufmann an die Senioren und gab älteren Menschen den Rat, in solchen Fällen Familienangehörige einzuschalten. »An Fremde jedenfalls kein Geld geben und im Notfall die Nummer 110 wählen.«
Günter Reimer sprach nicht nur über die Stiftungsfamilie Bahnsozialwerk (BSW), sondern auch über das ganze Programm: Von Freifahrt über KVB, BKK und Zuzahlungen ging es zum FIP-Ausweis oder Steuern. Die rege Diskussion hat aus Sicht der Organisatoren gezeigt, dass hier ein großer Info-Bedarf bestand.

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