Offenburg

Probebohrungen für Tunnel sollen im Frühjahr beginnen

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red/tap
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30. November 2016
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So wie hier in Rastatt soll der Offenburger Tunnel einmal aussehen, wenn die Bauphase läuft. Vorher sind allerdings Probebohrungen nötig. ©Archivfoto: Volker Gegg

Die Planungen für den Bau des Tunnels in Offenburg laufen. Derzeit werden Vermessungsarbeiten gemacht, wie die Deutsche Bahn mitteilt. Im Frühjahr sollen die Probebohrungen beginnen.

Anfang des Jahres hat der Deutsche Bundestag die Mehrkosten für die optimierte Planung der neuen Bahntrasse zwischen Offenburg und Riegel (Streckenabschnitt 7) bewilligt. Auf dieser Grundlage kann die Deutsche Bahn den Tunnel Offenburg realisieren. Die Deutsche Bahn hatte rund 80 Eigentümer, die vom Tunnelbau betroffen sind, zu einer ersten Informationsveranstaltung am Dienstag eingeladen, wie die Deutsche Bahn in einer Pressemitteilung schreibt. 

30 der eingeladenen Anwohner seien gekommen, um sich über den geplanten Tunnel zu informieren, Fragen zu stellen und zu diskutieren. Aufgrund der neuen Trassenführungen müssen die Planungsleistungen für den Streckenabschnitt 7 neu vergeben werden. 

Im Bereich Offenburg finden derzeit die Auswertungen der Bietergespräche statt, dort werden die Leistungen voraussichtlich noch in diesem Jahr beauftragt, so die Deutsche Bahn. Aktuell werde der Planungsbereich im Rahmen der Bestandsdatenerfassung mit Helikoptern und Drohnen topografisch vermessen. Die hierbei erfassten Daten dienen den Ingenieuren als Grundlage für die Planungen der neuen Eisenbahntrasse und des Tunnels in Offenburg. 

Baugrunduntersuchung

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Außerdem werden ab Frühjahr 2017 Baugrunduntersuchungen durchgeführt, um insbesondere die Geologie und Hydrologie vor Ort zu erfassen. Auf Basis dieser Ergebnisse werden die zuständigen Ingenieure entscheiden, in welcher Bauweise der Tunnel Offenburg realisiert wird, teilt die Deutsche Bahn mit. 

Daneben werde bereits geprüft, inwieweit die Baumaßnahmen und der künftige Tunnel in den bestehenden Naturraum eingreifen. Das neue zweiröhrige Bauwerk untertunnelt künftig, weitgehend außerhalb der Wohnbebauung das Stadtgebiet von Offenburg. Der Tunnel wird für Mischverkehr von Geschwindigkeiten bis zu 120 Kilometer pro Stunde ausgelegt. Im Regelfall sollen die überregionalen Güterverkehre durch das Bauwerk gefahren werden. Im Norden schließt er an die Ausbau- und Neubaustrecke an, im Süden wird er an die neue Gütertrasse entlang der Bundesautobahn 5 angebunden. 

Wichtiger Knotenpunkt

Auch mit dem neuen Tunnel bleibt der Bahnhof Offenburg laut der Deutschen Bahn ein wichtiger Knotenpunkt im Schienenpersonenverkehr. Der Güterbahnhof Offenburg bleibe weiter als Standort für Züge, die aufgelöst oder gebildet werden, bestehen. Einige Funktionen, wie zum Beispiel die Änderung der Zugfolge, müssen an eine neue Ersatzanlage im Süden verlagert werden.

Hintergrund

Streckenabschnitt 7

Der rund 47 Kilometer lange Streckenabschnitt 7 beginnt nördlich von Offenburg und verläuft bis Kenzingen. Er ist in die vier Planfeststellungsabschnitte Appenweier – Hohberg, Hohberg – Friesenheim, Lahr – Ettenheim und Ettenheim – Kenzingen unterteilt. 
Nachdem der Bundestag am 28. Januar die Mehrkosten für die optimierte Planung in diesem Bereich beschlossen hatte, wird die Planung für den Streckenabschnitt 7 neu begonnen. Aktuell werden die ersten Details nördlich von Offenburg bis Kenzingen in einer Vorplanung erfasst. Nach den aktuellen Planungen sollen diese 2020 abgeschlossen sein. Im darauffolgenden Planungsschritt werden die Unterlagen für die Planfeststellung erarbeitet.

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