Offenburg

Prostituierte verkauft: Drei Zuhälter vor Gericht

Autor: 
Bastian André
Lesezeit 2 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
10. Oktober 2014

Drei Männer müssen sich seit gestern vor dem Amtsgericht wegen Menschenhandel verantworten. ©Symbolbild

Eine einzige mutige Zeugin ermöglichte der Offenburger Staatsanwaltschaft die Anklage: Drei Männer müssen sich seit gestern vor dem Amtsgericht wegen Menschenhandel verantworten. Sie sollen zwischen 2011 und 2012 Frauen zur Prostitution gezwungen haben. Einer der Frauen gelang die Flucht. Sie vertraute sich der Polizei an und sagt nun in dem Prozess aus.

Organisiertes Verbrechen in der Familie: Drei Männer müssen sich seit gestern wegen Zwangsprostitution vor Gericht verantworten, alle drei sind miteinander verwandet. Zwei von ihnen sind Brüder, der dritte und älteste ist ihr Cousin. Bereits seit sechs Monaten sitzen sie wegen des Vorwurfs in Untersuchungshaft. Bis den drei der Prozess gemacht werden konnte, war es laut Staatsanwalt Matthias Rombach ein langer Weg. Es ist die Aussage einer Zeugin, die die drei Männer nun belastet.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die drei Angeklagten  zu einer Zuhälter-Gruppierung gehörten, die der Polizei bereits 2010 auffiel. »Schon damals haben sich Prostituierte bei der Polizei gemeldet und gesagt, sie seien Opfer von Zuhälterei«, erklärt Rombach. Offenbar wohnten die Verdächtigten in Zimmern verschiedener Gasthäuser im Ortenaukreis, darunter ein Hotel in Offenburg, von wo aus sie ihre Zuhältergeschäfte abwickelten.

- Anzeige -

Nachdem sich die Opfer bei der Polizei gemeldet hatten, folgten Observationen und Hausdurchsuchungen, so Rombach. 15 Personen wurden der Zuhälterei verdächtigt. Bei zwölf davon musste die Anklage laut Rombach jedoch fallen gelassen werden, da sich nicht eindeutig aufklären ließ, ob die von den Männern beschäftigten Frauen tatsächlich gegen ihren Willen der Prostitution nachgehen mussten.

Die drei übrigen Angeklagten, für die der Prozess gestern begann, werden durch die Zeugenaussage einer jungen Frau belastet. Sie behauptet, vom 38-jährigen Angeklagten geschlagen  und zur Prostitution gezwungen worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft geht nach den Ermittlungen davon aus, dass der 38-Jährige die Zeugin im Herbst 2011 in Krefeld für 500 Euro von einem Zuhälter abgekauft hat. Fortan habe die Frau an sechs Tagen in der Woche für den Angeklagten auf den Strich gehen und durch sexuellen Kontakt mit Freiern mindestens 1000 Euro täglich verdienen müssen. Andernfalls sei der Frau mit Schlägen gedroht worden, so Staatsanwalt Matthias Rombach.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

Die Pflumedrucker Schutterwald blickten auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück. Auch derzeit werden viele geplante Veranstaltungen bereits abgesagt. Finanziell blieb dem Verein ein knappes Plus.
vor 1 Stunde
Narrenzunft zieht Bilanz
Hauptversammlung der Schutterwälder Narrenzunft: Der Verein ist finanziell mit einem blauen Auge aus dem ersten Corona-Jahr gekommen. Die kommende Fasnacht bleibt aber ungewiss.
Bruder Markus (rechts) dankte Vikar Bruder Berthold für seine Bereitschaft, das Kloster zunächst zu leiten. Er wisse das Kloster bei ihm in besten Händen.
vor 3 Stunden
Viel Lob für Bruder Markus
Gut besuchter Gottesdienst in der Wallfahrtskirche Zell bei der Verabschiedung von Bruder Markus. Vikar Bruder Berthold wird das Kloster vorerst bis zum nächsten Sommer leiten.
Christina Zapf hat sich das Schneiderhandwerk weitestgehend selbst beigebracht.Viel gelernt hatte sie dabei von Cäcilia Biste, die im katholischen Gemeindehaus eine Nähschule betrieb. Christina Zapf hat mehr als 200 Häser genäht.
vor 3 Stunden
Serie Altes Handwerk
OT-Serie „Altes Handwerk“ (42): Es gibt sie auch heute noch, die alten Handwerksberufe mit langer Tradition – und Menschen, die sie ausüben oder sich damit auskennen, wie Hässchneiderin Christina Zapf aus Gengenbach.
Von links: Erich Spinner, stellvertretender Ortsvorsteher, Frank Hesse, Dominik Vetter, Harald Vetter, Tobias Fischer, Ortsvorsteher Kurt Augustin.
vor 3 Stunden
Offenburg
Kurt Augustin hat die beiden neuen Mitarbeiter des Bauhofs vorgestellt.
Bekommt immer mehr Details im Laufe der Adventszeit – die Krippe in der Müllener Kirche.
vor 11 Stunden
Die Krippe wächst
Seit dem 1. Advent steht der Rohbau der Krippe, jetzt sind schon Ochs und Esel da. Nach und nach kommen an den Adventssonnntagen die anderen biblischen Figuren hinzu.
Die Gründungsstifter beim Neujahrsempfang 2001 mit der unterzeichneten Urkunde (von links): Hermann Weber, Hansjörg Englert, Rüdiger Hurrle, Ingo Miska, Herta Streb, Mark Gajek, Festrednerin Herta Däubler-Gmelin, Georg Dietrich, Uwe Gajek, Wolfgang Bruder, Josef und Renée Hauser, Gudrun Renate Möschle, Richard Bruder und Ernst Möschle.
vor 11 Stunden
Gravierende Sprachdefizite bei Kindern!
Im OT-Interview blickt Wolfgang Bruder auf 20 Jahre Bürgerstiftung zurück. Er verdeutlicht, weshalb Vorlesen für Kinder ­unendlich wertvoll ist und wieso die Initiative zur Sprachförderung vielleicht das bislang wichtigste Projekt der Stiftung ist.
Karl Schülj ist mit 93 Jahren gestorben.
vor 12 Stunden
Im Alter von 93 Jahren gestorben
Der langjährige Leiter der Offenburger Georg-Monsch-Schule, Karl Schülj, lebt nicht mehr. Um ihn trauert nicht nur seine Familie, sondern auch seine ehemaligen Schüler und Kollegen.
Impressionen vom Bastelmarkt in Altenheim: Feuerwehr Altenheim - gebastelt von Kamerad Hans Schaller (92). 
vor 12 Stunden
Adventliches
Statt der Adventsmärkte in Dundenheim und Altenheim gab es am Samstag einen Bastelmarkt – mit einem reichhaltigen Angebot zwischen Rathaus und Kirche Altenheim.
Fünf Cannabis-Pflanzen sind in einem großen Anbauzelt in der Wohnung des 21-jährigen Angeklagten gefunden worden.
vor 13 Stunden
Amtsgericht Offenburg
Ein 21-Jähriger hat in seiner Wohnung eine Cannabisplantage gehalten, weshalb er am Amtsgericht zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Die Pflanzen seien rein für den Eigengebrauch bestimmt gewesen.
ADFC Offenburg und BI Rückenwind hatten mit einer symbolischen Aktion auf die mangelhafte Räumung der Radwege hingewiesen.
vor 14 Stunden
Laub auf Fahrradwegen
ADFC Offenburg und BI Rückenwind hatten kürzlich selbst zum Besen gegriffen, um auf eine mangelhafte Räumung der Radwege aufmerksam zu machen. Nun kritisieren sie die Stellungnahme der Stadt zu diesem Thema.
Vor Corona war die Narrenwelt noch in Ordnung: Doch die Wildsaue vum Klingelberg müssen erneut ihren Ball und das Treffen der Reblandzünfte in Durbach absagen.
vor 15 Stunden
Absagen wegen Corona
Das Reblandtreffen der Narrenzünfte sowie der Ball der Wildsaue vum Klingelberg sind abgesagt und auf 2023 verschoben.
Ein Foto aus besseren Tagen: Der Silvesterlauf des SSV Schwaibach fällt coronabedingt erneut aus.
vor 15 Stunden
Wegen Corona
Organisator Hubert Müller: „Das Läuferherz weint“. Verein bietet Sportlern jedoch ein Alternative-Angebot.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Seit 2011 befindet sich der Sportspezialist in der Freiburger Straße 21 in Offenburg.
    vor 7 Stunden
    Offenburg: Seit 75 Jahren eine Heimat für jede Sportart
    Ob Bekleidung, Schuhe oder Ausrüstung: Auf 3500 Quadratmetern Fläche hat SPORT KUHN alles, was Sportler brauchen. Der Offenburger Spezialist für In- und Outdoor ist seit 75 Jahren bekannt für Know-how und Beratung. Das Team zählt heute 60 Mitarbeitende.
  • Die S&G Automobil AG ist der älteste Mercedes-Benz Partner der Welt. Schon 1898 rief Ernst Schoemperlen in Karlsruhe seine Automobil-Centrale ins Leben. Seit 1928 gibt es S&G auch in Offenburg.
    26.11.2021
    Historie von S&G Offenburg startet im vorletzten Jahrhundert
    Bereits 1898 schlug die Geburtsstunde der heutigen S&G Automobil AG, des ältesten Mercedes-Benz-Partners der Welt. Damals rief Ernst Schoemperlen in Karlsruhe seine „Automobil-Centrale“ ins Leben – der Auftakt für ein Stück Automobilgeschichte, die ihresgleichen sucht.
  • Mit Pfeiffer & May haben die Kunden einen verlässlichen Partner für ihr Bauprojekt. 
    21.11.2021
    Bei Pfeiffer & May in Offenburg perfekt beraten
    Mit Pfeiffer & May werden Badträume wahr: individuell und passgenau. Der Bäderprofi mit Standorten in Offenburg und Achern berät professionell und umfassend - und begleitet die Kunden bis zur Fertigstellung ihres Projekts.
  • Die neuen Auszubildenden wurden durch die Geschäftsführer Michael E. Wertheimer, Hans-Georg Theis und den Personalleiter Jürgen Diebold begrüßt. 
    18.11.2021
    Mitarbeiter:innen als wichtigster Erfolgsfaktor
    Gut aus- und weitergebildete Mitarbeiter sind das Kapital jeden Unternehmens. Das gilt auch für die Maier + Kaufmann GmbH. Aktuell beschäftigt das Unternehmen 230 Mitarbeiter, darunter 26 Auszubildende. Der neue Jahrgang wurde jetzt begrüßt und Jubilare ausgezeichnet.