Offenburg

Radiomitarbeiterin bekommt Recht vor Gericht

Autor: 
Kirsten Pieper
Lesezeit 2 Minuten
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19. Dezember 2013

©Alexander Dinkhoff

Nachdem das Offenburger Büro von Radio Regenbogen im Juli dieses Jahres vom Sender geschlossen wurde, hat eine Mitarbeiterin, die am 17. Juni ihre Kündigung erhalten hatte, vor dem Arbeitsgericht Recht bekommen. Die Kündigung habe formale Fehler aufgewiesen und sei nicht rechtswirksam, so ihre Anwältin.

13 Jahre war eine Mitarbeiterin (60) bei Radio Regenbogen beschäftigt. Am 17. Juni dieses Jahres bekam sie eine sogenannte Änderungskündigung zugeschickt. Das bedeutet, dass sie nach Karlsruhe versetzt werden sollte. Wenn sie dazu nicht bereit wäre, werde daraus eine  Kündigung. Zuvor im März hatte die Mitarbeiterin nach eigenen Angaben über den Vermieter der Büroräume erfahren, dass diese von dem Sender gekündigt worden seien. »Ich wurde darüber nicht informiert«, sagt sie. Aus persönlichen Gründen kam für sie ein Umzug nach Karlsruhe nicht infrage. Der Sender bestätigte im Juli dieses Jahres die Anfrage des OT, dass die redaktionelle Außenstelle in Offenburg geschlossen  werde (wir berichteten).

Weil die Mitarbeiterin sich diese Behandlung aber nicht gefallen lassen wollte, zog sie vors Arbeitsgericht. Die Offenburger Rechtsanwältin Regina Heilig vertrat sie. Der erste Gütetermin sei erfolglos verstrichen, der Vorschlag, eine Abfindung zu bezahlen, sei von dem Arbeitgeber nicht akzeptiert worden, sagte Heilig gestern auf Nachfrage. Nach einem darauffolgenden Kammertermin Mitte Oktober hätten beide Parteien noch einmal die Möglichkeit bekommen, schriftlich Stellung zu nehmen.

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Wie geht es weiter?

Rechtsanwältin Heilig zweifelte die Verhältnismäßigkeit der Änderungskündigung an. Man hätte ihre Mandantin auch versetzen können, ohne dies direkt mit einer Kündigung zu verbinden. Außerdem sah sie bei der Kündigung formelle Fehler vorliegen.

Gestern fand nun der zweite Kammertermin statt. Richter Joachim Just gab der Klägerin recht und sah es als erwiesen an, dass die Kündigung formelle Fehler aufwies. Die Konsequenz ist nun, dass die Kündigung nicht rechtmäßig ist und das Arbeitsverhältnis weiter besteht. Wie es nun für die Mitarbeiterin weitergehen soll, steht aber nicht fest, da ja das Büro in Offenburg nicht mehr vorhanden ist. Möglich wäre es, einen Heimarbeitsplatz einzurichten, sagte Heilig. Das müsse sich aber nun im weiteren Verlauf zeigen, wie nun der Arbeitgeber reagiere.

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