Gemeinderat beschloss Genehmigungsplanung, Ausschreibung folgt

Rathausumbau Zell: Im Juni geht’s los

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19. Februar 2020

Dieser Anblick wird sich ab 2024 den Zellern von der Hauptstraße aus bieten: Rechts das sanierte Rathaus, links der Neubau, der im Erdgeschoss das Bürgerbüro und unterm Dach den Sitzungssaal des Gemeinderats beherbergt. Der Zwischenbau nimmt mit Fenstern und Eingang den Stil der Fassaden auf. ©SWS-Architekten

Der Gemeinderat Zell stimmte am Montag der Genehmigungsplanung für den Um- und Ausbau des Rathauses zu. Damit kann die Ausschreibung der ersten Arbeiten erfolgen. Mit dem Erweiterungsbau soll ab Ende Juni begonnen werden.

Die Sanierung und Erweiterung des Zeller Rathauses geht nun in die Umsetzungsphase. Der Gemeinderat Zell hat am Montag bei drei Enthaltungen der Grünen-Stadträte Sybille Nock, Martin Teufel und Stefan Stehle der Genehmigungsplanung zugestimmt. Die ist Voraussetzung für die Auftragsvergabe. Damit kann das 9,1-Millionen-Euro-Projekt starten. 

Wie berichtet soll zunächst der Erweiterungsneubau erstellt werden, für den noch in diesem Frühjahr das Haus Meier weichen soll. Ist dieser Bau fertig, zieht die Verwaltung dort ein und das Rathaus wird saniert. Nach der Ausschreibung der Rohbauarbeiten für den Neu- und Zwischenbau Ende Februar sollen im April die Aufträge vergeben werden, der Baubeginn wird voraussichtlich im Juni sein. „Anfang 2024 soll die gesamte Anlage fertig sein“, kündigte Bürgermeister Günter Pfundstein an. 2024 läuft auch die Fristverlängerung des Sanierungsprogramms Stadtkern Nord aus. Übers Sanierungsprogramm fließen nicht unerhebliche Zuschüsse für das Projekt.

Zur Genehmigungsplanung gehört auch eine Kostenberechnung, die Jürgen Strolz vom beauftragten Architekturbüro SWS-Architekten aus Karlsruhe vorstellte. Demnach werden für die Sanierung Altbau, den Neubau des Nebengebäudes und die Errichtung des Zwischenbaus rund 5,6 Millionen Euro an Kosten anfallen. Hinzu kommen die technischen Anlagen mit rund zwei Millionen Euro. Inklusive Baunebenkosten ergeben sich Gesamtkosten von rund 9,1 Millionen Euro.

Nicht bleiben wird die Klinkerfassade im Zwischenbau. Die könnte bei den anstehenden Tiefbauarbeiten nur mit enormen Aufwand erhalten werden. Das Landesdenkmalamt hatte den Erhalt dieser Fassade zwar als „wünschenswert“ eingestuft, zwischenzeitlich aber einem Abbruch zugestimmt. Die Behörde hat aber im Gegenzug ein Statteldach statt des geplanten Gasdachs für den Mittelbau gefordert, erklärte Zells Bürgermeister. Pfundstein kündigte allerdings an, dass die Stadt hier in Gesprächen auf dem Glasdach bestehen wolle.

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Barrierefreier Eingang

Der Zwischenbau wird auf jeden Fall wieder eine Mauer als Außenwand zur Hauptstraße hin erhalten, fürs stimmige Gesamtbild mit Fensteröffnungen und einem vom Gemeinderat gewünschten barrierefreien Eingang versehen. Wie breit der werden soll, steht übrigens noch nicht fest. Auf eine entsprechende Frage von Sybille Nock meinte Jürgen Strolz, die Breite seit mit 1,60 Meter geplant, könne aber erweitert werden.

Die Diskussion im Gemeinderat drehte sich vor allem um  den Informationsstand der Gemeinderäte. Martin Teufel monierte, dass über Details bislang noch nicht gesprochen wurde. „Ich fühle mich nicht mitgenommen“, beklagte er. Jürgen Strolz betonte, dass es zum jetzigen Zeitpunkt rein um die Rohbauplanung gehe. Die werde „im normalen Standard“ ausgeführt. Alles weitere sei die Detailplanung, die noch folge.

Besonders die 2019 neu gewählten Gemeinderäte  fühlten sich nicht hinreichend über das Projekt informiert. So vermisste Jürgen Isenmann (CDU) eine Art Baubeschreibung mit Aufstellung der Gewerke und Materialien. Die versprach Strolz nachzuliefern, falls gewünscht. Isenmann stellte auch die Fassade des Naubaus mit durchgefärbten Betonteilen in Frage, die ihm nicht gefalle. Auf seine Frage nach Alternativen reagierte der Architekt fast brüskiert: „Da mache ich keine Kompromisse, mit dieser Fassade sind wir in den Wettbewerb gegangen. Wenn das kurz vor der Ausschreibung geändert werden muss, sage ich stopp.“ 

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