Offenburg - Bühl

Reiterverein Offenburg bietet Physiotherapie an

Martin Röderer
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
17. Juni 2017

Akteure und Gäste auf der Reitanlage in Bühl (von links): Barbara Milz, Therapiepferd Gustav mit Doris Baumann im Sattel und Therapeutin Petra Huschle, Karl Bähr, Edith Schreiner, Bernhard Schneider (Geschäftsführer St.-Andreas-Stiftung), Johanna Wettich auf Domino mit ihrer Mutter Beate Wettich (Begleitperson), das Ehepaar Borutta und Stadträtin Ingrid Fuchs. ©Martin Röderer

Bereits seit Januar 2016 bietet der Reiterverein Offenburg das Therapeutische Reiten an. Zur Durchführung dieser Therapie ist der Verein auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Diese fand er in der Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas sowie in der Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau. 
 

Zu einer symbolischen Schecküberreichung fanden sich am Mittwoch die Offenburger Oberbürgermeisterin Edith Schreiner sowie der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Offenburg/Ortenau, Karl Bähr, auf dem Gelände des Reitervereins in Bühl ein. Eindrucksvoll wurde in einer Therapiestunde gezeigt, die von Silvia Peter-Borutta, Projektleiterin Therapeutisches Reiten und Peter Borutta, dem Vorsitzenden des Vereins, moderiert wurde. 

In der Reithalle drehte das Schulpferd Gustav, ein siebenjähriger Schwarzwälder Kaltblüter, seine Runden. Mit dabei die Hippotherapeutin Petra Huschle, als Begleitperson Barbara Milz vom Offenburger Reiterverein, die die Zügel fest in ihrer Hand hielt. »Das Glück der Erde ist auf dem Rücken der Pferde«, dass dieser Slogan mehr als zutreffend ist, zeigte die Miene der Patientin im Sattel, der an multipler Sklerose erkrankten Doris Baumann, deutlich auf. 

Nur sehr wenige Angebote
Ein großes Problem, so war den Ausführungen von Silvia Peter-Borutta zu entnehmen, ist die Tatsache, dass es kaum ausgebildete Hippotherapeuten auf dem Markt gibt. Nicht verwunderlich, nach der Ausbildung als Therapeut sind weitere eineinhalb Jahre Zusatzausbildung zu absolvieren. »Kinderärzte suchen händeringend Angebote, besonders für den Bereich Authismus, wir müssen jedoch ablehnen, mangels Personal und Schulpferden«, so die Projektleiterin. Es habe schon Kinder in der Therapie gegeben, die zu Hause nicht reden, auf dem Pferd erwiesen sie sich dann sogar als »Quasselstrippen«. 

- Anzeige -

Um das Angebot aufrechtzuerhalten und in der Zukunft auszubauen, benötigt der Reiterverein finanzielle Unterstützung. Diese erfuhr er durch die Regionalstiftung der Sparkasse Offenburg/Ortenau und die Offenburger Bürgerstiftung St. Andreas. 
Während der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Sparkasse symbolisch einen Scheck über 21 420 Euro aushändigen konnte, war die Oberbürgermeisterin Edith Schreiner, in Personalunion Vorsitzende des Stiftungsrats der Regionalstiftung, mit einem symbolischen Scheck über 3000 Euro von der Bürgerstiftung St. Andreas angereist. Beide Sponsoren hoben in ihren Grußworten auf den hohen Stellenwert dieser Therapie ab.

»Wir leben in der Region, mit, für und von der Region. Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Spende einen wertvollen Beitrag für die Maßnahmen zum Aufbau und zum Betrieb des Therapeutischen Reitens leisten können«, so Karl Bähr. 

Hohes Engagement
»Sie haben mit diesem Angebot Mut bewiesen, ein hohes persönliches Engagement gezeigt«, richtete sich die Oberbürgermeisterin stellvertretend für den Reiterverein, an das Ehepaar Borutta. »Wir haben die Hoffnung, dass durch Ihr Angebot viele Familien der Patienten Erleichterung finden.« 

Bei einem Rundgang über das Gelände stellten die Vereinsverantwortlichen die bisher schon abgeschlossenen Projekte, aber auch zukünftige Projekte vor. »Zwei festangestellte Personen sind die Säulen des Vereins, Stallmeister Josef Fröhlich sowie die Reitlehrerin Sandra Zelosko. Alles andere wird ehrenamtlich gestemmt«, erläuterte dabei der Vorsitzender Peter Borutta.

Hintergrund

Therapiezentrum als Vision

Und zum guten Schluss durfte eine Vision, auf welche zielstrebig im Reiterverein hingearbeitet wird, nicht fehlen: »Wir wollen versuchen, hier in Offenburg ein Therapiezentrum aufzubauen, das nächst gelegene Zentrum befindet sich in Friedrichshafen am Bodensee.« 
Peter Borutta machte damit deutlich, um was es dem Verein zukünftig beim therapeutischen Reiten geht. 
Sein Wunsch stieß bei den Anwesenden auf offene Ohren. Ein solches Zentrum würde dem Oberzentrum Offenburg mehr als gut stehen, wäre ein Alleinstellungsmerkmal, so waren sich alle einig. 

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

Zwei, die schon 60 Jahre Eheleben gemeinsam gemeistert haben: Brigitte und Adolf Heuberger aus Weier.
vor 26 Minuten
Hochzeitstag und Geburtstag zugleich
Brigitte und Adolf Heuberger aus Weier haben in 60 Ehejahren Freud und Leid miteinander geteilt und feiern am Dienstag ihre diamantene Hochzeit. Bekannt sind die beiden für ihr jahrzehntelanges Engagement beim Kleintierzüchterverein C 146 Offenburg-Bühl.
Auch die Marienfigur an der Ecke Steinstraße/Lindenplatz soll ansprechend illuminiert werden. 
vor 26 Minuten
Auch Andres-Figur soll angestrahlt werden
Die Offenburger Stadtverwaltung hat ein Lichtkonzept für die in ein paar Jahren neu sanierte Steinstraße vorgestellt. Einige Elemente sind in der Innenstadt bereits bekannt, andere sind neu.
Die Beamten der Polizei konnten den Brand schnell ersticken. 
vor 58 Minuten
Offenburg
In einer Zugtoilette eines Regionalexpresses kam es am Montag zu einem Brand. Alle Fahrgäste waren bereits am Offenburger Bahnhof aus dem Zug ausgestiegen.
Froh über die Spende (von links): Jürgen Kälble, Marc Lehmann, Stefan Zirn und Tobias Haber.
vor 3 Stunden
Offenburg
Die LTA Lufttechnik GmbH hat dem Peter-Osypka-Institut für Medizintechnik der Hochschule Offenburg ein mobiles Luftfiltergerät im Wert von 5500 Euro gespendet.
Die simulierte Rettung eines "Verletzten" aus unwegsamem Gelände zählte zu den sieben Stationen beim Bergwacht-Themenweg.
vor 6 Stunden
"Zufriedener könnten wir kaum sein“
Die Bergwacht Schwarzwald, Ortsgruppe Offenburg, hat am Wochenende rund um die „Wolfgrube“ ihr 100-jähriges Bestehen gefeiert. Neben einem Konzert der Band „Ultimo“ gab es auch eine Feierstunde und einen Bergwacht-Themenweg.
Viel los war während der großen Jubiläumsfeier im Unterentersbacher Dorfgemeinschaftshaus. Dafür sorgten unter anderem Vorträge informativer und heiterer Art, sowie ein riesiges Buffet nach dem Motto „Jeder bringt etwas mit“.
vor 8 Stunden
160 Gäste beim Festakt
Die Landfrauen im Bezirk Haslach feierten im Zell-Unterentersbacher Dorfgemeinschaftshaus ihr Jubiläum mit rund 160 Gästen. Dabei wurde eine bemerkenswerte Entwicklung in den fünf Jahrzehnten des Bestehens deutlich.
Weit über 50 üppig gedeckte Tische standen am Sonntag "unter den Pagoden" eng an eng. Beim Picknick für den guten Zweck herrschte gute Stimmung.
vor 15 Stunden
Offenburg
Bei der diesjährigen Ausgabe von „Genuss unter den Platanen“ auf dem Offenburger Kulturforum kamen wieder zahlreiche Menschen zum gemeinsamen Schlemmen und Spenden zusammen.
Ehrende und Geehrte (von links): Präsident Markus Holtmann, Dirk Wolf, Katja Maier, Volker Lehmann, Christa Elles, Michael Knuth, Raffaela Adam, Oliver Haas. 
vor 16 Stunden
Neuried - Altenheim
Hauptversammlung des TuS Altenheim mit zahlreichen Ehrungen. Der Verein steht sportlich und finanziell gut da, der Förderverein leistet eine wertvolle Hilfe mit erstaunlicher Fördersumme.
Freizeitbad Offenburg
Mittwoch, 24. Juli, 9 Uhr.
Besichtigt wird das Kombibad in der Stegermattstraße.
Maximal 30 Personen.
vor 16 Stunden
Offenburg
Für die beliebte OT-Sommeraktion "Offenes Werkstor" haben wir wieder ein attraktives Paket für unsere Leser geschnürt. Am Dienstag ab 10 Uhr kann man sich für die zehn Angebote anmelden.
Fleißige Helfer: Das Riedanglerfest braucht sie, die vielen helfenden Hände. 
vor 17 Stunden
Neuried - Ichenheim
Die Ichenheimer Riedangler feierten am Samstag und Sonntag am sogenannten Riedwasser ihr Sommerfest. Es gab einheimischen Fisch, gefangen im Rhein und im Altrhein. Und es ging um den größten Fisch.
Alfred Brucher ist kurz vor seinem 74. Geburtstag gestorben.
vor 17 Stunden
Rühriger Geschäftsmann und Vereinsmitglied
Oberharmersbach verliert einen rührigen Bürger
Mit einer Umfrage möchte das Bibliotheksteam Feedback einholen und Wünsche für die Zukunft erfragen. 
vor 19 Stunden
Umfrage unter Nutzern
Bis zum 31. Oktober kann man in der Stadtbibliothek Offenburg oder online seine Meinung zum Angebot abgeben. Die Umfrage soll helfen, das Angebot zu verbessern.

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Spitze in Sache Beratung und Service: Geschäftsführer Emanuel Seifert und Küchenfachberaterin Fabienne Röll, freuen sich über die Auszeichnungen zum 1a-Küchen und Möbel Fachhändler.
    14.07.2024
    Möbel und Küchen Seifert heimst zwei Auszeichnungen ein
    Kunden bestätigen erneut ihre Zufriedenheit:: Möbel und Küchen Seifert in Achern zum 5. Mal in Folge als 1a-Küchen und Möbel Fachhändler ausgezeichnet. Geschäftsführer Emanuel Seifert und Küchenfachberaterin Fabienne Röll sind sehr stolz auf die Auszeichnungen.
  • Mehr als 300 Gäste feierten in festlichem Ambiente bis in die frühen Morgenstunden gemeinsam mit den Familien Benz. @ST-Benz
    26.06.2024
    400 Jahre „Firmengeschichte“ in Berghaupten
    Stimmungsvolles Ambiente, bewegende Reden, atemberaubende Akrobatik, edles Menü und viel gute Laune – 300 Gäste feierten den Erfolg des traditionsreichen Unternehmens, das bereits in der vierten Generation Fortbestand hat.
  • Die Geschwister Paul (von links) und Anna Seebacher führen das Geschäft expert oehler derzeit gemeinsam mit ihren Eltern Dagmar und Ralf Seebacher.
    07.06.2024
    Neueröffnung in Offenburg-Bühl
    Expert oehler in Offenburg-Bühl eröffnet am Montag, 10. Juni, nach umfangreichen Renovierungsarbeiten die neue Miele-Welt. Das gesamte oehler-Team freut sich die Kunden im Gespräch persönlich zu beraten. Wer will, kann die neuesten Geräte direkt vor Ort ausprobieren.
  • Das Kenzinger Bauunternehmen FREYLER überträgt den Nachhaltigkeitsgedanken in individuelle Baukonzepte 
    04.06.2024
    FREYLER Unternehmensgruppe Partner für nachhaltiges Bauen
    Mehr Nachhaltigkeit in der Branche: Darum geht es bei der Veranstaltungsreihe „Bauen für Morgen“ für Architekten aus der Region. Gastgeber ist das Kenzinger Bauunternehmen FREYLER, das sich auf zukunftsfähige Lösungen spezialisiert hat.