Offenburg - Windschläg

Rekordverdächtige 100 Sänger in Windschläg auf der Bühne

Autor: 
Norbert Knapp
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
07. November 2016

(Bild 1/3) Windschlägs Solosänger Xaver Glatt, am Mikrophon Peter Basler und Hubert Joggerst begeisterten mit ihren Vorträgen. ©Norbert Knapp

Als weiterer Höhepunkt der Feiern zum 150. Jubiläum des Männergesangvereins Eintracht Windschläg stand am Samstag das Chorkonzert auf dem Programm. In der restlos ausverkauften Windschläger Festhalle gab es für das Publikum Chormusik vom Feinsten.
 

Natürlich hatten sich Windschlägs Sänger auf ihren Auftritt besonders intensiv vorbereitet und für das Programm die beliebtesten und anspruchsvollsten Lieder aus der über 20-jährigen Ära von Dirigent Viktor Asberger zusammengestellt.

Eröffnet wurde das Konzert mit »Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre«, einer Textdichtung von Christian Fürchtegott Gellert. Angelehnt an einen biblischen Psalm wird das Wunder der Schöpfung gepriesen. »Panis angelicus« war dann der Titel des folgenden Lieds, das César Francke, ein französischer Kirchenmusiker, 1872 komponiert hatte. Xaver Glatt glänzte hierbei mit einem Solovortrag.

Die russische Legende von den zwölf Räubern, in der sich der Hauptmann zum Guten bekehrt, wurde von Peter Basler als Solist mit beeindruckender Bassstimme geprägt. Gabriellas Song aus dem schwedischen Film »Wie im Himmel« war der wunderbare Abschluss des ersten Teils des Konzerts.

Stimmgewaltige Gäste
Traditionell lädt der gastgebende Männerchor befreundete Sänger ein. Im Jubiläumsjahr gab der Männerchor Hanauerland unter Dirigent Willi Kammerer seine stimmgewaltige Visitenkarte ab – der Chor trat mit über 70 Sängern aus 30 Gemeinden auf. Er begann mit dem traditionellen Lobgesang aus Südafrika »Masithi«. Es folgte »Bawo Thixo Somandla« mit Trommelbegleitung. 

- Anzeige -

Das Lied vom einsamen Glöcklein mit einem Tenorsolo von Markus Uibel, »100 Mann und ein Befehl«, das Antikriegslied von Freddy Quinn, und der Vortrag vom wachsamen Hahn – dabei durfte auch der von einem entsprechend »behüteten« Sänger intonierte Hahnenschrei nicht fehlen, rundeten den mit viel Beifall bedachten Vortrag der Hanauer Sänger ab. 
Eine heitere Zugabe brachte der Chor auf die Bühne, bei der Kurt Knössel als italienischer Wirt seine Erlebnisse mit den Sängern melodisch zum Besten gab.

Mehr als nur ein Pausenfüller war das Trio Arundo, das mit Simon Doll (Oboe), Tobias Späth (Klarinette) und Jan Niklas Doll (Fagott) das Windschläger Publikum schon vor zwei Jahren begeistert hatte. Die mehrfachen Preisträger von »Jugend musiziert« trugen einige klassische und moderne Stücke vor. Virtuos veränderten sie Rhythmen, bauten zusätzliche Elemente ein und wechselten den Musikstil fließend von Klassik bis hin zum Jazz. 

Mit der inoffiziellen italienischen Nationalhymne, dem Gefangenenchor aus der Oper Nabucco von Giuseppe Verdi, begannen Windschlägs Sänger ihren zweiten Konzertteil.Das Requiem »Pie Jesu«, in lateinischer Sprache gesungen, war geprägt durch die Solobeiträge von Xaver Glatt und Hubert Joggerst. Es folgte ein eher melancholisches »Halleluja« von Leonard Cohen, das auch in Versionen von Bon Jovi und Helene Fischer bekannt ist.

Zum Abschluss trugen die Sänger ein in diesen Zeiten sehr sinnvolles Lied vor: »Wo Liebe ist, wird Frieden sein«, nach der Komposition von Otto Groll. Als Zugabe war danach noch das sensibel vorgetragene »Liebeslied für Lu« zu hören.

Rekordverdächtig
Traditionell kamen die Sänger nach Ende des offiziellen Teils noch einmal entspannt auf die Bühne. Zusammen mit ihren Gästen brachten sie Schwung und Stimmung in die Windschläger Festhalle. Dabei gab es die rekordverdächtige Zahl von über 100 Sängern auf der Bühne, als die beiden Männerchöre gemeinsam ihr Können präsentierten.

Hintergrund

Dankesworte und viel Applaus

Die Begeisterung der Konzertbesucher spiegelte sich nicht nur im Beifall, sondern auch in entsprechenden Kommentaren nach dem Konzert wieder. Vereinsvorsitzender Reinhold Goos bedankte sich bei den Sängern und Musikern, Pianistin Ludmila Rosina sowie bei Heinz Schaufler, der mit launigen und informativen Beiträgen das Programm moderierte hatte. 
Das Wirken der Sängerfrauen und des Schankpersonals im Hintergrund und die stimmungsvolle, unter der Leitung von Hubert Joggerst gefertigte Dekoration wurde gewürdigt. Stürmischer Applaus begleiteten den Dank an Dirigent Viktor Asberger. nok

Weitere Artikel aus der Kategorie: Offenburg

35 Jahre hat die Zunsweierer Sporthalle bereits auf dem Buckel.
vor 18 Minuten
Wünsche für Doppelhaushalt
Der Ortschaftsrat Zunsweier hat in der jüngsten Sitzung über den Doppelhaushalt 2022/23 gesprochen. Neue Investitionen können nicht eingebracht werden, in den Blick geriet die 35 Jahre alte Sporthalle.
Es gibt wirklich viele Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses zu entdecken, wie zum Beispiel dieser verrostete Kaugummiautomat.
vor 2 Stunden
Der Schutterwälder an sich
Der Schutterwälder an sich ist leidenschaftlicher Flugverweigerer und ärgert sich in seiner beliebten Kolumne mal wieder über unnötiges Denglisch,
Wie der FC Bayern: OB Steffens und Co. kaufen der Konkurrenz die besten Akteure weg.
vor 5 Stunden
Offenburger Stadtgeflüster
Im Stadtgeflüster geht es um den Offenburger Gemeinderat als Bürgermeister-Kaderschmiede, die Stadt Offenburg im "Kaufrausch", ein gebranntes Kind, eine Kampfansage, eine Weltneuheit und einen möglichen Aprilscherz.
Die Geehrten (von links): Brigitte Fröhlich, Inge Braun, Vorsitzender Manfred Musger, Trudel Geiler, Gerda Boser, Heike Meyer. Es fehlen Veronika Hurst und Maria Heinze.
vor 8 Stunden
Zahl verdreifacht
Hauptversammlung in der Durbacher Steinberghalle machte deutlich, dass die Zahl der Mitglieder von 42 auf 153 gestiegen ist. Die Arbeit unter Coronabedingungen stellte die Aktiven vor Herausforderungen.
Wie kann der Einzelhandel in Gengenbach gestärkt werden? Mit dieser Frage beschäftigen sich die Stadt und die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung.
vor 9 Stunden
Aus dem Gemeinderat
Debatte im Gemeinderat über ein von der Stadt Ggengenbach angestoßenes Konzept zur weiteren Entwicklung. Ein Gutachter schätzt die Struktur grundsätzlich positiv ein, doch es gibt auch andere Ansichten, etwa von Geschäftsfrau Nina Ahne.
Für die Teilnehmer der Tour „Vier Kirchen an der Kinzig“ mit Ulrich Sapel (Vierter von links) gab es einen freundlichen Empfang beim ökumenischen Gemeindezentrum mit der Kirchenältesten Barbara Felchner (Fünfte von links).
vor 11 Stunden
Weier und Griesheim
Beim Fahrradfahren entlang der Kinzig kann man bei einer von sieben Radwegekirchen Pause machen. In Offenburg sind Kirchen in Weier und Griesheim Anlaufstelle für Interessierte.
Sommerfeeling auf dem Kanzleiplatz in Zell bit die Afterwork-Party.
vor 13 Stunden
Afterwork-Party in Zell
Kleiner Ersatz für die ausgefallene Kilwi Unterentersbach: Hock auf dem Kanzleiplatz mit Bewirtung und Musik von "PAN"
Das abendliche Büffeln hat sich gelohnt: Die Absolventen des Abendgymnasiums Offenburg freuen sich über ihre Abschlüsse.
vor 13 Stunden
1,5 für Raphael Kupferer
Am Abendgymnasium Offenburg konnten sich Schüler über das bestandene Abitur und die allgemeine ­Fachhochschulreife freuen. Raphael Kupferer glänzte mit der Note 1,5.
Die Altenheimer Friedenskirche erfährt am Sonntag eine Aufwertung – Pfarrer Gerald Koch freut sich darüber. 
vor 21 Stunden
Kirche aufgewertet
Die Kirchengemeinde Altenheim-Müllen erhält zwei begehrte Signets. Morgen findet der Gottesdienst dazu statt, am Nachmittag gibt es eine Radtour zu den Kirchen im Ried.
Rosa-Marie Eggs findet wählen wichtig, um die eigene Stimme zu nutzen.
vor 21 Stunden
Unsere Abiturienten (10)
Rosa-Marie Eggs (18) aus Hofweier hat ihr Abitur in diesem Jahr an den Klosterschulen Unserer Lieben Frau in Offenburg gemacht. Ihre Neigungsfächer waren Englisch, Mathematik und Kunst. Ihre Hobbys sind Malen, Tanzen, Schwimmen, Yoga, Nähen und Häkeln.
Soll die Kita St. Josef Lüftungsanlagen wegen Corona bekommen – wie die anderen Kitas und die Grundschulen auch? Noch ist nichts entschieden.
vor 22 Stunden
Gemeinderat
Eine Entscheidung ist schwierig, sagt Bürgermeister Klaus Jehle, zu vieles sei noch im Fluss. Die Verwaltung will allerdings am Thema dranbleiben.
Für das ZDF erstellt die Firma Südfilm einen Beitrag über den Hertie-Parkhaus-Mord. Bei den Dreharbeiten: Regisseur Stefan Ummenhofer (links) sowie die lokalen Experten Manfred Schäfer (Mitte, Hitradio-Ohr-Moderator) und Burkhard Bellemann (rechts, Kripo).
vor 22 Stunden
Dreharbeiten in Offenburg
Der Hertie-Parkhaus-Mord versetzte 1993 Offenburg in Angst und Schrecken. Ein TV-Team dreht derzeit fürs ZDF einen Film darüber. Ex-Kripo-Mann Burkhard Bellemann ist als lokaler Experte mit dabei. Was er zum Täter sagt und welcher Fall als nächster verfilmt wird,

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Persönlicher Kontakt, kurze Wege: Dafür steht das Autohaus Schillinger in Offenburg-Albersbösch. 
    vor 17 Stunden
    Bester Service Ortenau, Juli 2021
    Das Autohaus Schillinger hat seit 1946 einen festen Platz in der Offenburger Unternehmensgeschichte. Die Entwicklung vom Zwei-Mann-Betrieb zum heutigen Unternehmen mit 20 Mitarbeitern wurde konsequent von Familie Schillinger und einem engagierten Team vorangetrieben.
  • Aus der Region, für die Region: Die badenova AG & Co. KG mit Unternehmenssitz in Freiburg beliefert allein 300.000 Privatkunden mit Strom, Wasser und Wärme. 
    vor 17 Stunden
    Bester Service Ortenau, Juli 2021
    Verantwortung, Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit – Begriffe, die für uns bei badenova von großer Bedeutung sind.
  • Die Abkürzung TGO steht für nahezu grenzenlose Mobilität in der Ortenau. 
    vor 17 Stunden
    Bester Service Ortenau, Juli 2021
    Ein Fahrkartensystem für den Kreis. Dafür steht der Tarifverbund Ortenau (TGO). Er sorgt in der Region mit seinen Verbundpartnern seit 1994 für die richtige Verbindung. Ganz egal, ob mit dem Stadt- oder Regionalbus, der Regional-, Ortenau-S-Bahn oder der Kehler Tram.
  • Das perfekte Bike finden Radfreunde bei LinkRadQuadrat in Gengenbach. 
    vor 17 Stunden
    Bester Service Ortenau, Juli 2021
    Wer die Leidenschaft zum Radsport pflegt, braucht einen zuverlässigen Partner. Der ist LinkRadQuadrat in Gengenbach. Egal, ob analog oder digital: Das Link-Team ist immer auf dem neusten Stand und bietet alles rund ums Radfahren.