Neuried - Ichenheim

Rettungsaktion für Hängebauchschwein bei Offenburg geglückt

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red/ba
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12. Juli 2018

(Bild 1/2) »Wutzi«, wie die Tierretter das Schwein getauft haben, ist vermutlich ausgesetzt worden. Jetzt lebt es in Ichenheim. ©Bundesverband Tierschutz e.V.

Ein mehrere Tage bei Offenburg frei herumgelaufenes Hängebauchschwein ist von Tierrettern sicher gefangen und in Neuried-Ichenheim untergebracht worden. Die Rettungsaktion war aber offenbar gar nicht so leicht – und klappte nur mithilfe weiblicher Unterstützung.

Mitglieder der Tier- und Rettungsstation (THRO) aus Neuried-Ichenheim haben in der Nähe von Offenburg ein weibliches Hängebauchschwein gefangen und sicher untergebracht, wie der Bundesverband Tierschutz berichtet. Die Rettungsaktion habe sich als sehr ungewöhnlich erwiesen, denn nur mithilfe einer weiblichen Helferin habe das Schwein gefangen werden können.

Das Tier sei mehrere Tage in der Nähe von Offenburg frei herumgelaufen. Offenbar wurde es im Juni ausgesetzt. Dem von Beobachtern verständigten Tierschutzverein sei es jedoch nicht gelungen, das Tier zu fangen.

Auch der zur Hilfe gerufene erste Vorsitzende der THRO, Karlheinz Meier, habe keinen Erfolg gehabt, das Tier in die 1,25 Meter hohe Käfigfalle zu locken, heißt es weiter. Hunde und Spaziergänger hätten es abgelenkt. Der Mitteilung zufolge sei Meier jedoch aufgefallen, dass sich das Hängebauchschwein an Frauen orientierte und deren Nähe suchte. Das weibliche Tier habe vermutlich in seiner vorherigen Haltung Kontakt zu Frauen gehabt.

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Die Lösung: ein weibliches Mitglied der THRO diente als Lockvogel. Die Frau kroch in die Falle hinein – das Schwein folgte ihr prompt und konnte anschließend in der Falle transportiert werden.

Womöglich Nachwuchs im Anmarsch

Inzwischen habe sich das Hängebauschwein, das möglicherweise tragend ist, auf dem Gnadenhof der THRO in Ichenheim sehr gut eingelebt, heißt es weiter. Ein Ultraschallgerät könne bei einem Schwein jedoch nicht eingesetzt werden, um festzustellen, ob es tatsächlich Nachwuchs erwartet. Daher müsse das Team nun abwarten. Einen Namen hat das Schwein übrigens schon bekommen: »Wutzi«, haben es die Vereinsmitglieder getauft.

Mehr als 150 Tiere würden auf dem Gnadenbrothof zurzeit versorgt. Der Verein finanziere die Aufnahme, tiermedizinische Versorgung und den lebenslangen Unterhalt der ehemaligen Notfälle aus eigener Kraft. Unter den Schützlingen seien Papageie, Schafe, Enten, Gänse, Hunde, Katzen, Waschbären und ein Pony, berichtet der Verein. Staatliche Zuwendungen erhalte die 1988 gegründete THRO nicht, die Kosten würden allein aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden getragen.

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