SWR-Sendung "Lecker aufs Land"

Rita Sester zauberte ein Wild-Menü für die Landfrauen

Autor: 
Erich Fakler
Lesezeit 4 Minuten
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09. November 2018

Rita Sester in ihrer Küche. Hier zauberte sie für die SWR-Fernsehsendung »Lecker aufs Land« ein Menü für die anderen teilnehmenden Landfrauen. ©Erich Fakler

Anfang des Jahres 2019 zeigen sechs Landfrauen in sechs Folgen der SWR-Sendung »Lecker aufs Land« ihre regional geprägten Kochkünste. Eine von ihnen ist Rita Sester vom Winzerhof Sester im Gengenbacher Sondersbach.

Freude, Begeisterung und Dankbarkeit sprühen geradezu aus Rita Sester, wenn sie von ihren Erfahrungen mit dem Filmteam des SWR und dem Austausch mit den weiteren fünf Landfrauen vom Bodensee bis in die Pfalz erzählt. 

Ein Anruf von »Megaherz Film und Fernsehen«, die beauftragte Produktionsfirma des SWR, hatte den Kontakt zu Rita Sester hergestellt. Sie ist eine von sechs Landfrauen dieses TV-Projekts. Jeweils eine der teilnehmenden Landfrauen laden zu einem regional und saisonal ausgerichteten Dinner ein. Zudem wird die individuelle wirtschaftliche Ausrichtung der beteiligten Höfe dargestellt. 

Vor den Dreharbeiten in der ersten Oktoberwoche hatte Rita Sester schon die Gastfreundschaft zweier Kolleginnen auf deren Höfen genossen. Bei diesen Treffen habe sich bereits eine überaus herzliche Freundschaft zwischen den sechs Bäuerinnen entwickelt, so die Landfrau. Auch ist sie überaus dankbar, dass sie auf diese Weise sowohl einen intensiven Einblick in andere bäuerliche Strukturen und Mentalitäten erhalten habe wie auch einen neuen Blick auf die eigene wirtschaftliche Grundlage und deren Entwicklungsmöglichkeit.

 Immer wieder betont die tief in der Heimat verwurzelte Bäuerin die Unterstützung der ganzen Familie von den Schwiegereltern Anna und Herbert Sester, ihrem Mann Thomas sowie ihren Kindern Alexandra, Sophia und Christian. Ohne deren Bereitschaft zu erheblicher Zusatzarbeit hätte sie in der arbeitsintensiven Hochsaison nicht fünfmal für mehrere Tage Hof und Familie verlassen können. 

Mehrere Standbeine

Die arbeitsreichen vielseitigen Standbeine des landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetriebes im Sondersbach 10 waren aber auch ein wesentliches Auswahlkriterium des SWR-Filmteams. So bewirtschaften die Sesters nicht nur eine ausgedehnte Obstanlage mit Apfel- und Kirschbäumen, Zibarten und  Heidelbeeren, sondern sind mit ihren sechs Hektar Reben auch ein wichtiger Zulieferer für die Weinmanufaktur Gengenbach/Offenburg. 

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Angebaut werden auch Weizen und Mais als Futtergetreide für die Rotwildherde auf den umliegenden Hofmatten. Ein Stand auf dem samstäglichen Bauernmarkt, zwei Ferienwohnungen und seit Juni zwei Wohnfässer in der Obstanlage bringen zusätzliche Einnahmequellen.  Und gerade das Verhalten des Rotwilds sei »ein einzigartiges Spektakel« für die TV-Leute gewesen, war doch gerade Brunftzeit mit dem damit verbundenen Kräftemessen der männlichen Tiere, erinnert sich Rita Sester. Besonders gefallen habe den Filmleuten aber der feierliche Abschluss der Weinlese und die familiäre Atmosphäre mit dem gemeinsamen Essen der Familie und den Helfern aus Osteuropa auf dem Eichberg oberhalb der Hofgebäude. Insgesamt saßen 18 Menschen am gedeckten Tisch unter freiem Himmel.  

Wie im Paradies

Schwiegermutter Anna Sester und Tochter Alexandra hatten gekocht und das Essen in die Obstanlage gebracht. Ein herrlicher Blick aus dem Tal nach Berghaupten und Straßburg machte das Gefühl, im Paradies zu weilen, perfekt.  

Zum Abschluss der Drehtage stieg am Sonntag als Höhepunkt das Dinner mit den Landfrauen am blanken Holztisch, ein Werkstück von Sohn und Zimmermann Christian Sester. Menüfolge: kalter Hirschrücken, mediterran gewürzt mit »Ritscherle« und gegrilltem Gemüse als Vorspeise, Hirschschulterbraten mit selbstgemachten »Knöpfle«, Williamsbirne und Preiselbeeren als Hauptspeise. Zum Dessert gab es Apfelcrumble, Walnussparfait und Zimtsahne. Von der Weinmanufaktur wurden Rivaner und ein Spätburgunder Kabinett gereicht. Nach dem Dessert machte ein Zibärtle den Genuss perfekt. 

Auch jenseits dieses Schaukochens hat das gemeinsame Essen auf dem Sesterhof einen hohen Stellenwert. Einmal täglich wird mit Schwiegereltern und Arbeitern zusammen gegessen. Dieses Ritual ist wichtig für die Hofgemeinschaft.    

Rita Sester, auch Sprecherin des Landfrauenvereins Gengenbach/Vorderes Kinzigtal,  erhofft sich durch die SWR-Sendung Anfang 2019 nicht nur eine Werbung für den eigenen Hof und seine Angebote, sondern auch für die ganze Region ihrer heimischen Landfrauengemeinschaft.

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