João Pessoa /Offenburg

Robocup: Dritter Platz für Offenburger Roboter

Autor: 
red/guy
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25. Juli 2014
Hochschulroboter Sweaty im Spiel gegen den Roboter aus den USA, der später Weltmeister wurde.

(Bild 1/3) Hochschulroboter Sweaty im Spiel gegen den Roboter aus den USA, der später Weltmeister wurde. ©Hochschule Offenburg

Das Team Magma der Hochschule Offenburg hat sich beim RoboCup, der WM für fußballspielende Roboter, Platz drei und damit das beste Ergebnis bei seiner sechsten WM-Teilnahme gesichert. Roboter Sweaty ist in seinem ersten Turnier nach der Vorrunde ausgeschieden.

Laut Pressemitteilung der Hochschule Offenburg sei das Magma-Team der simulierten 3D-Roboter zum sechsten Mal beim Robocup dabei gewesen - und habe das beste Ergebnis seit seiner Teilnahme erreicht: ein 1:0 gegen den FC Portugal.

"Wir konnten uns im Laufe des Turniers steigern, bei den Europameisterschaften haben wir zuletzt gegen die Portugiesen verloren und nun beim wichtigsten Turnier gewonnen", so Professor Dr. Klaus Dorer, der das Magma-Team trainiert. Ein Platz auf dem Treppchen war das Ziel, Dorer freut sich über den Erfolg: "Informatik macht Spaß und hat unser Team bis nach Brasilien geführt." Vor allem das freiwillige Engagement seiner Mitarbeiter und Studierenden hebt er hervor: "Wir haben im Vorfeld viele, viele Stunden programmiert - es hat sich gelohnt."

Der zweite Teilnehmer für die Robo-Sportler der Hochschule war "Sweaty", ein menschenähnlicher Roboter, der sogar schwitzen könne. Sweaty sei weltweit unter den fünf Mannschaften, die es geschafft haben, ihre Roboter beim RoboCup antreten zu lassen - sogar der einzige Europäer. Nach einer guten Vorrunde lag er auch mit ein bisschen Glück anfangs auf Rang zwei - und habe bei den anderen Teams mit einem Seitwärtsschritt, den nur der Offenburger Roboter beherrscht, für Beifall gesorgt. Doch wegen des schlechteren Torverhältnisses sei für Sweaty das Turnier nach der Vorrunde beendet gewesen.

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"Seine Gegner von Spitzenuniversitäten aus China, Taiwan und den USA haben allesamt schon jahrelang Robo-Cup-Erfahrung", so Sweaty-Teamleiter Professor Dr. Ulrich Hochberg. In dem Roboter seien mehrere neue Technologien realisiert worden -  "Vielleicht zu viele neue Technolgien gleichzeitig, um gegen Teams mit vielen Jahren Erfahrung und erprobter Technik gewinnen zu können. Das Team sei trotz des frühen Ausscheidens nicht geknickt: alte Technologien nachzubauen ist nicht Sinn unserer Arbeit, und humanoide Roboter ohne neue innovative Ansätze weiter zu entwickeln ist nach unserer Ansicht nicht zielführend", fügt Hochberg hinzu.

USA sichert sich den Titel
Den Titel habe sich schließlich der Roboter aus den USA geholt, gegen den Sweaty in der Vorrunde mit seinem Seitwärtsschritt verblüfft habe. Nach seinem Ausscheiden haben die Teammitglieder Sweaty so programmiert, dass er den vielen Zuschauern winken konnte:  "Die deutsche Mannschaft hat ja schon die Weltmeisterschaft gewonnen, aber so schön winken konnten die Spieler nicht", habe eine Zuschauerin gewitzelt, die - wie viele andere Zuschauer auch - Sweaty mit ihrer Kamera aufgenommen hatte, so die Mitteilung der Hochschule Offenburg weiter.

 

Info

Über die RoboCup-WM

Mit mehr als 2500 Teilnehmern ist die RoboCup-WM eine der größten Robotik-Veranstaltungen weltweit. In verschiedenen Ligen spielen simulierte und echte Roboter Fußball, orten Überlebende in Katastrophenszenarien oder servieren kühle Getränke in einer Wohnzimmerumgebung. Die Weltmeisterschaft fand vom 19. bis 25. Juli  nach der echten Fußball-WM in Brasilien statt. Berichte vom Turnier gibt es im Internet unter http://offenburg-university.de/robocup

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