Oberer Schwärzenbachhof

»Rock am Hof« in Reichenbach ist in diesem Jahr abgesagt

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29. August 2018
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(Bild 1/3) 2016 stand sie bei Rock am Hof auf der Bühne: die Zeller Network-Band. In diesem Jahr wird die Veranstaltung ausfallen. ©Archivbild: Marc Faltin

Musikfreunde müssen sich in diesem Jahr in Verzicht üben, zumindest was den beliebten »Rock am Hof« mit Jürgen Zöller, dem ehemaligen Schlagzeuger der Kölner Rockband BAP, angeht. Irene und Josef Sester lassen die Veranstaltung auf ihrem Oberen Schwärzenbachhof ausfallen. Das hat mehrere Gründe.
 

Rund 700 Menschen – mehr waren nicht zugelassen – pilgerten seit 2010 alle zwei Jahre Anfang September auf den Oberen Schwärzenbachhof zum »Rock auf dem Hof«. Jürgen Zöller, bis 2014 Schlagzeuger der Kölner Rockband BAP, gab dort zuletzt 2016 mit seiner »Network-Band« ein Konzert, nachdem er sich 2008 zum wiederholten Male in Hof und Umgebung verliebt hatte. Mit im Boot war  auch die Ortenauer Kultband »Mainstreet« aus Offenburg. Doch dieser Zwei-Jahres-Rhythmus schlägt erst 2019 wieder. »Das hat mehrere Gründe«, bedauerten gestern Irene und Josef Sester im Gespräch mit dem OT. »Doch es war wie von oben gekommen, dass es nicht sein sollte«, sagten die Eheleute.

Zum einen feiern die Sesters in diesem Jahr die Hofübernahme vor 40 Jahren. Ebenso lange werden im Reichenbacher Schwärzenbach die Black-Angus-Rinder gehalten. »Das werden wir noch feiern«, betonte Josef Sester. Hauptgrund aber für die Absage des immer Anfang September stattfindenden »Rock am Hof« war aber die Terminkollision mit dem Weinfest der Reichenbacher Musikkapelle auf dem Santis Claus an diesem Wochenende. »Zwei große Veranstaltungen hätten sich gebissen«, sagte Josef Sester. Auch der Feuerwehr Reichenbach wollten die Eheleute nicht in die Quere kommen, die am Wochenende nach dem Weinfest Brandschutztag hat.

Kollision von Terminen

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Also kam eine Verschiebung um eine Woche auch nicht in Frage. »Wir hatten beim ›Rock auf dem Hof‹ immer viele Helfer von Musik und Feuerwehr. Deshalb wollen wir mit diesen Terminen nicht kollidieren. Wir wollen den anderen keine Konkurrenz machen und haben Ortsvorsteher Markus Späth schon vor längerer Zeit darüber informiert«, ergänzte Sester. 

Er und seine Frau Irene sehen den Ausfall der Veranstaltung auch aus einem anderen Grund quasi »als Willen von oben« an. »Wegen der langen und großen Trockenheit wäre vielleicht das Wasser knapp geworden. Wir sind nicht ans öffentliche Netz angeschlossen. Das Wasser aus unserem eigenen Brunnen reicht zwar für uns, aber für so viele Menschen hätte es das unter Umständen  nicht mehr«, erklärt das Paar. All dies zusammengenommen habe den Entschluss reifen lassen, den »Rock am Hof« abzusagen. Dennoch gewinnen Irene und Josef Sester dem auch etwas Positives ab:  »Wir können uns im nächsten Jahr ganz darauf konzentrieren, weil wir uns auch in einem Generationenwechsel befinden.«

Sohn als Hofpächter

Sohn Jakob (22) soll den Oberen Schwärzenbachhof einmal führen. Er hat ihn bereits von seinen Eltern gepachtet. Bis er ihn aber komplett übernimmt, will er der ausgebildete Forstfachwirt noch Berufserfahrung sammeln. Zudem besucht er abends die landwirtschaftliche Schule. Damit legt Jakob Sester den Grundstein, falls er später einmal eine Meisterprüfung ablegen will. Zudem sollen die beiden Töchter stärker eingebunden werden. »Ohne das wird es nicht gehen«, blickt Irene Sester voraus. Julia (32) arbeitet als Diplom-Physikerin bei einem Automobilzulieferer, Johanna (30) beim Regierungspräsdium im Landesbetrieb Wasserwirtschaft.

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