Stefan Falk ist sein Nachfolger

Ruhestand: KAB-Sekretär Franz Feger war den Menschen ganz nah

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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30. Juni 2020

Franz Feger (rechts) hat mit seiner Tätigkeit bei der KAB eine Arbeit gefunden, die seiner Berufung nahe kam. Jetzt hat er den Stab an Stefan Falk übergeben. ©Barbara Puppe

Stabwechsel bei der Katholischen Arbeitnehmerbewegung in Offenburg: KAB-Sekretär Franz Feger geht in den Ruhestand, neuer Referent für Arbeitnehmerseelsorge ist Stefan Falk.

„Mitmachen, mitgestalten, statt abwarten und zuschauen“: Dieses Motto der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB ) hat es Franz Feger angetan. 24 Jahre lang war es Leitlinie seines Einsatzes in der Arbeitnehmerpastoral der Ortenau. 
Bislang in einem technischen Beruf tätig entschloss er sich 1996 zu einem beruflichen Neustart, „etwas mit Menschen“, wie er sich gewünscht hat. Da war die Stelle bei der KAB genau das Richtige: „Ich wollte zu einem besseren Miteinander in der Arbeitswelt beitragen.“ Die Arbeitnehmerseelsorge begleitet und stärkt Arbeitnehmer im beruflichen, aber auch im persönlichen und familiären Umfeld. Das Angebot ist kostenfrei  und konfessionsunabhängig. 

Burnout-Café gestartet

Zu seinem Aufgabenbereich gehörten die Herstellung von Kontakten zwischen Arbeitswelt und Kirche, insbesondere Kontakte zu Betrieben, Betriebsräten, Personalräten und Gewerkschaften, Rente oder Erziehungszeiten für Mütter. Er organisierte politische Veranstaltungen unter anderem zum Wegfall von Arbeitsplätzen, zu Rente oder Erziehungszeiten für Mütter, war Gesprächspartner bei Konflikten am Arbeitsplatz, organisierte Wochenendveranstaltungen, wie beispielsweise „Ethik und Wirtschaft“, kümmerte sich um Vernetzung der Arbeitnehmervertreter unter anderem durch gemeinsame Wanderungen auf dem Jakobsweg oder bei Straßburg-Führungen im Nachbarland. 

Neben der Planung und Durchführung von Gottesdiensten etwa zum Tag der Arbeit war er an zahlreichen Arbeitskreisen beteiligt, hielt Kontakte zum Landratsamt und zur Caritas und unterstützte die Verantwortlichen vor Ort in den Pfarrgemeinden. Er war Mitbegründer  des Burnout-Info-Cafés in Offenburg, wo Menschen sich einmal monatlich treffen und über Burnout informieren können und  bot das „Vertrauliche Gespräch“ an, eine Möglichkeit für Arbeitnehmer im geschützten Rahmen über Sorgen und Probleme in der Arbeit zu sprechen. „Wir als kirchliche Einrichtun  haben das Glück Mittler sein zu können“, sagt Feger, „wir können den Leuten die Ebene bieten, sich zu treffen und über den Tellerrand hinauszuschauen.“

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Die Begegnungen mit Menschen seien sein Lebenselixier,  in vielen Betrieben habe er hinter die Kulissen schauen und Menschen helfen können, das werde er vermissen, wenn er Ende Juni seinen Ruhestand antritt, privat werde er sich allerdings weiter im sozialen Bereich engagieren. Von Herzen „Danke“ sagt er zum Abschied den Betriebs- und Personal­räten, die sich für Menschen in der Arbeitswelt einsetzen. 

Das ist der Nachfolger

Bereits seit einem Monat wird  die Übergabe an den Nachfolger vorbereitet: Stefan Falk, 41, Betriebswirt mit Fernstudium Advanced Management und zusätzlichen pastoralen und psychologischen  Ausbildungen. 20 Jahre lang war er in einem Unternehmen in der Produktionsplanung tätig. „Neben dem Betriebswirtschaftlichen hatte ich immer ein großes Interesse daran, wie Gesellschaft funktioniert, wie Menschen am Rande oder in Lebenskrisen Unterstützung bekommen können“, beschreibt er seine Motivation zum Jobwechsel.  

Neue Netzwerke

Er werde die bestehenden  Angebote weiterführen und für die bisherigen Kontaktpersonen im Betriebsrat, aber auch für Menschen, die einen Ansprechpartner brauchen, zur Verfügung stehen. Zusätzlich will er Kontakte aus der langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeit  als Gruppenleiter, Mitglied im Gemeindeteam, Stiftungsrat und Bauausschuss der Pfarrgemeinde Herz Jesu, Rammersweier, Mitglied im Vorstands-Team des Kulturvereins 361 Grad e.V. und Mitglied im Aufsichtsrat der Einmachglas eG Offenburg nutzen, sodass neue Ansprechpartner hinzukommen. 
Die Coronazeit bezeichnet er als eine gewaltige gesellschaftliche Herausforderung und eine große Unsicherheit,  besonders für Menschen, die trotz Kurzarbeit oder Jobverlust ihr Leben bewältigen müssen. „Da möchten wir parat stehen“, wichtig sei, dass Menschen auch ein Ohr finden, wo sie ihre Sorgen teilen können.  „Wenn jemand durch Corona seinen Beruf verloren hat gehen wir ein Stück mit ihm und helfen, einen neuen Weg zu finden.“ 
 

Info

KAB hat 2000 Mitglieder

Die KAB ist ein katholischer Arbeitnehmerverband mit etwa 2000 Mitgliedern in der Erzdiözese Freiburg. Künftig wird die KAB mit der Arbeitnehmerseelsorge kooperieren, geplant sind in Offenburg auch Kooperationen mit dem Bildungswerk, der Pfarrgemeinde, der Jugendarbeit und der Hochschule.  
www.arbeitnehmerseelsorge.de

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