Keramik-Geschichte und viel mehr in Zell a. H.

Rundofen als Ideen-Schmiede

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24. Oktober 2021
Im Rundofen erläuterte Fritz Riehle (links) den Mitgliedern des Fördervereins, wo es später Informationen zur Geschichte der Keramikproduktion für Besucher geben wird.

Im Rundofen erläuterte Fritz Riehle (links) den Mitgliedern des Fördervereins, wo es später Informationen zur Geschichte der Keramikproduktion für Besucher geben wird. ©Dietmar Ruh

Der Rundofen-Förderverein definiert seine Rolle beim bald sanierten Industriedenkmal und blickt dabei aber auch mit kreativen Vorschlägen über den geschichtlichen Tellerrand hinaus.

Schon seit über 20 Jahren widmet sich der Rundofen-Förderverein der Förderung der Denkmalpflege, „insbesondere die ideelle und materielle Unterstützung und Förderung der Renovierung des Gebäudes mit dem Rundofen.“ Treibende Kraft war der inzwischen verstorbene Heimathistoriker Franz Breig.

Auf die Sanierung mussten die Mitglieder lange warten, nun ist die allerdings in vollem Gange, nähern sich sogar ihrem Ende. Mit dem „neuen“ Rundofen im Blick erfährt auch der Förderverein einen neuen Schub. Das wurde in der Mitgliederversammlung am Donnerstag deutlich, als berichtet wurde, dass nach Neuzugängen inzwischen 40 Mitglieder dem Verein angehören. Diese zahlen übrigens nach einstimmigen Beschluss einen nur leicht erhöhten Jahresbeitrag.

Der Verein spielt auch eine Rolle beim sanierten Rundofen: Der Förderverein soll Besuchern den geschichtlichen Hintergrund des deutschlandweit einzigartigen Industriedenkmals nahebringen. Von 1842 bis 1942 wurde dort Porzellan gebrannt. Vor allem im Untergeschoss, wo die Brennkammern sind, soll die Geschichte mittels Infotafeln und Objekten deutlich werden, wie bei einem Rundgang auf der Baustelle erläutert wurde.

Dieter Petri, Vorsitzender des Rundofen-Fördervereins, erläuterte eingangs der Versammlung im Kulturzentrum, dass der Förderverein bezüglich des Rundofens „nicht sein eigenes Süppchen kochen will“. Vielmehr arbeite man eng mit der Stadt, dem Historischen Verein und den Museumsfreunden zusammen.

Ausstellungen geplant

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Zur Eröffnung des sanierten Rundofens, die voraussichtlich im Frühjahr 2022 stattfinden wird, wollen Mitglieder des Fördervereins vor Ort sein, um Auskünfte zu geben. Grundsätzlich plane man später zwei Sonderausstellungen pro Jahr im sanierten Gebäude. Die könnten auf Anregung von Vereinsmitglied Horst Feuer mit einer Vernissage beginnen, ein Experte sollte in die Ausstellung einführen. Denkbar sei auch eine musikalische Begleitung der Vernissage.

Als die Frage auftauchte, ob der Besuch des Rundofens einmal Eintritt kosten wird, kam Zells Bürgermeister Pfundstein ins Spiel, der als Gast der Versammlung beiwohnte. Für den Bürgermeister macht Eintritt wenig Sinn. Im Gegenteil, Eintritt würde sogar neue Kosten produzieren, denn dann müsste jemand den Eintritt auch kassieren. Pfundstein betonte, der Rundofen stehe jedem offen. Und jeder, dem gefällt, was er sieht und erlebt, dürfe das mit einem Beitrag ins Spendenkässchen kundtun.

Grundsätzlich zeigte sich das Stadtoberhaupt begeistert, „wie die Ideen im Förderverein sprudeln“. „Es muss uns gelingen, Jung und Alt in den Rundofen zu bringen. Und das regelmäßig“, betonte der Bürgermeister. Wechselausstellungen seien eine Möglichkeit, den Ideen, auch für ein jüngeres Publikum, seien aber keine Grenzen gesetzt. „Ideen und ehrenamtliches Engagement sind die Zukunft des Rundofens“, betonte Pfundstein und fügte hinzu, dass „der Rundofen eine Riesenchance für unser Städtle ist“.

Entsprechend begeistert war Pfundstein auch von der Idee von Anneliese Saade, die als Aktion ein sogenanntes „White Table Dinner“ beim Rundofen vorschlug. Beim White Dinner ist alles in Weiß gehalten, das Essen bringen die Teilnehmer mit.

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