Zell-Weierbach

»Tagelöhnerhaus«: Ausbau soll im Sommer 2018 fertig sein

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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14. November 2017
Mittlerweile ist das neue Dach für das »Taglöhnerhaus« in Zell-Weierbach schon fertig. Bis zum kommenden Sommer soll der Innenausbau abgeschlossen werden.

Das historische »Tagelöhnerhaus« in Zell-Weierbach wird von ehrenamtlichen Kräften derzeit umfassend saniert. Vor allem die Dachsanierung nahm Zeit in Anspruch, im zweiten Schritt soll bis Sommer 2018 das Dachgeschoss ausgebaut werden.

Vielfach genutzt, ist das historische Zell-Weierbacher »Tagelöhnerhaus« in die Jahre gekommen. Pläne für eine seit Langem ins Auge gefasste Sanierung wurden bereits 2014 begonnen. 2015 mahnte der Ortschaftsrat nochmals in Richtung Stadt, Weichen für ein Instandhaltungskonzept nicht aus den Augen zu verlieren. Das Haus besitzt verschiedene Schwachpunkte. Vor allem weisen die Wände sanierungsbedürftige Stellen auf, das Dach war undicht, in Teilen beschädigt. Im August begannen die Arbeiten am Gebäude, die Einsätze der 15 Ehrenamtlichen wurden durch den Heimat- und Geschichtsverein federführend koordiniert. 

Mit Wetterfähnlein

Zwei wesentliche Felder werden mit dem aktuellen Sanierungsabschnitt verfolgt. Zum einen ging es um die Sanierung des Dachs samt Dämmung. Zunächst wurden die ursprünglichen Biberschwanzziegel (Schindeln) entfernt, wobei Restexemplare des historischen Materials aufbewahrt werden. Mittlerweile konnte der Dachbereich abgeschlossen werden. Stichwort Dach: Ausstaffiert wurde das Gebäude mit dem von Dorflehrer Andreas Kiefer gespendeten Wetterfähnlein. Es zeigt Zell-Weierbachs Wappen und den markanten Esel. Dazu gesellte sich der Hahn, ein Gastgeschenk aus der Partnergemeinde Saint-Jean-de-Losne. Der Hahn lagerte einige Zeit im Bauhof, erstrahlt nun jedoch in neuem Glanz.

Das zweite wesentliche Sanierungsfeld dreht sich rund um den Ausbau des Dachgeschosses. Die Stube bleibt in ihrer jetzigen Form erhalten, das Dachgeschoss wird geräumiger, um künftig einen kleinen Museumsbereich aufnehmen zu können. Um etwaigen Missverständnissen vorzubeugen, hebt Alfons End, stellvertretender Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins, hervor: »Das Dachgeschoss soll zu einem kleinen Museumsbereich mit heimatlichem Bezug werden, der in keiner Konkurrenz zu unserem tollen Schulmusuem steht. Im Gegenteil, dieser Bereich ist als Ergänzung des Schulmusuems gedacht.« In nur wenigen Schritten Abstand voneinander könnte Heimatgeschichte kompakt und kompetent Interessierten näher gebracht werden, so die Idee dahinter. 

Der Innenausbau des »Tagelöhnerhauses« soll möglichst noch in diesem Jahr vonstatten gehen. Zusätzlich wird die Scheune ausgebaut, um als Ausstellungsraum aufgewertet zu werden. Das soll möglichst bis Sommer 2018 umgesetzt werden, im Anschluss die Bestückung des Museumsbereichs mit Inventar. Die exakte Zeitschiene hängt nicht zuletzt von den Möglichkeiten der Helfer ab. Bisher sind rund 150 Helferstunden geleistet worden. Voraussichtlich kommen nochmals weitere rund 450 hinzu. Weitere unterstützende Ehrenamtliche – vor allem im Bereich Malerei und Innensanierung – sind gerne gesehen. Was die Projektkosten betrifft, bewegen sie sich zwischen 35 000 und 40 000 Euro.

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Hintergrund

Das Haus

Bis 1987 stand das »Tagelöhnerhaus« noch in Fessenbach am Liebfrauenhof, bewohnt wurde es von Tagelöhner Kosmas End (1847-1903) und Familie. Anlässlich des Jubiläums »750 Jahre Zell-Weierbach« wurde das Haus in Fessenbach ab- und am jetzigen Standort (Nachbarschaft Rathaus) komplett wieder aufgebaut. Das geschah ausschließlich in Eigenleistung durch die Bürgerschaft. Heute wird das Gebäude vielfältig durch Schule, Ortsverwaltung, Vereine, Gruppen aller Art genutzt. Im Laufe der Zeit hat die Gebäudesubstanz allerdings gelitten. Daher wurde nun die Sanierung dringend notwendig. 

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