Ichenheim glänzt wie früher

Sanierung Ortsmitte nach zehn Jahren erfolgreich beendet

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12. September 2018

(Bild 1/2) Die Gaststätte »Löwen« wurde ebenso saniert... ©Stadtentwicklung Südwest Stuttgart

Die Sanierung der »Ortsmitte Ichenheim« ist nach mehr als zehn Jahren erfolgreich abgeschlossen. In der Sitzung am 27. Juni hatte der Gemeinderat die Aufhebung offiziell beschlossen. Nun teilt das Land mit, Neuried stehe beispielhaft für eine gelungene Städtebauförderung.

»Bei der Sanierung, deren Satzung am 5. Januar 2007 in Kraft getreten ist, kamen 60 Prozent der Gesamtkosten von Land und Bund und 40 Prozent von der Gemeinde«, erläutert Klaus Person, Bauamtsleiter der Gemeinde Neuried. Wie bei solchen Maßnahmen üblich, sei in den zehn Jahren der Förderrahmen zweimal erhöht worden – jedes Mal, wenn neue Maßnahmen dazugekommen sind.

Die Gemeinde Neuried hatte die Begleitung des Projekts an die Stadtentwicklung Südwest  Stuttgart (STEG) vergeben. Der Mitarbeiter Martin Keller hatte dabei unter anderem Objekte besichtigt und beurteilt, ob sie förderwürdig sind.

Das Baden-Württembergische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau teilt nun in einer Pressemitteilung konkrete Zahlen mit: Rund 1,48 Millionen Euro seien vom Land, weitere rund 1,06 Millionen Euro vom Bund nach Ichenheim geflossen.

Mehr Wohnqualität

»Neuried ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie eine Gemeinde und vor allem ihre Bürgerinnen und Bürger von der Städtebauförderung profitieren«, wird Ministerin Nicole Hoffmeister-Kraut in der Mitteilung zitiert. »Die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Ortsteil Ichenheim konnte durch die Sanierung erheblich verbessert werden.«

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Die Ministerin vertrete die Meinung, dass die städtebaulichen Förderangebote von großer Bedeutung seien und vielfältige positive Auswirkungen hätten: »Die Städtebauförderung bringt viele Vorteile für die Stadtentwicklung: Quartiere werden aufgewertet, Brachflächen neu genutzt und dringend benötigter Wohnraum geschaffen. Zudem löst jeder Förder-Euro bis zu acht weitere Euro an Folgeinvestitionen aus, wovon ganz besonders das heimische Handwerk profitiert.«

Mit der Sanierung sei die Ortsmitte von Ichenheim gestärkt und das Ortsbild aufgewertet worden. Das Ministerium fasst zusammen: »Straßen und Plätze wurden erneuert, öffentliche und private Gebäude modernisiert, Fußwege erhalten und ausgebaut sowie maßvoll nachverdichtet. Die beiden historischen Gastwirtschaften ›Löwen‹ und ›Schwanen‹ sowie der denkmalgeschützte Drei-Seiten-Hof in der Hauptstraße wurden saniert.«

Auch das alte Schulhaus, in dem seit einigen Jahren kein Schulbetrieb mehr stattfindet, sei grundlegend instandgesetzt worden. »Dort sind elf Wohnungen entstanden, das Erdgeschoss wird nun gewerblich genutzt. Auch die Fassade wurde saniert, sodass das Gebäude wieder das Ortsbild von Ichenheim prägt.«

Festplatz und Spielplatz

Weiter wird aufgezählt: »Das alte Feuerwehrgerätehaus und die alte Festhalle wurden abgebrochen. Auf der frei gewordenen Fläche ist ein multifunktional nutzbarer Festplatz entstanden. Das Grundstück der alten Riedsporthalle beherbergt nun einen Spielplatz. Gegenüber dem Festplatz wurde ein Fitnesspark geschaffen, der insbesondere bei Jugendlichen auf gute Resonanz stößt.«

Auch zahlreiche private Eigentümer hätten die Möglichkeit genutzt und ihre Gebäude modernisieren lassen: »Insgesamt entstanden 20 neue Wohnungen, 16 Wohnungen wurden modernisiert.«

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