Ortenberg

Ortenberger Haushalt: Satte Investitionen ohne Kredite

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 3 Minuten
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29. Januar 2020

Ortenbergs Bürgermeister Markus Vollmer will 2020 ein großes Maßnahmenpaket stemmen – ohne Kreditaufnahme. ©Archiv

Der Haushalt 2020 wurde am Montagabend vom Gemeinderat abgesegnet. Über 5,4 Millionen Euro wird Ortenberg 2020 in seine Infrastruktur investieren und braucht dafür, dank Rücklagen, keine Kreditaufnahme geschweige denn eine Erhöhung der Steuern.Allein für die Umgestaltung der Ortsdurchfahrt werden 2020 rund zwei Millionen Euro investiert. Ein Neubau für die Kita steht mit 1,7 Millionen Euro ebenfalls im Gemeindeetat.  

Nach Votum des Gemeinderats ist der Ortenberger Haushalt für das laufende Jahr seit Montag dieser Woche in Kraft. Mit der Gegenstimme von Gemeinderat Trutz-Ulrich Stephani segnete das Gremium den Haushaltsentwurf nach kleinen Änderungen ab. So wurde entgegen dem Entwurf im Ergebnishaushalt der Ansatz für die Zuweisung aus dem Finanzausgleich für die Kindertagesstätte infolge aktueller Belegungsszahlen um 26 000 Euro auf 473 100 Euro erhöht. Somit beläuft sich der Ergebnishaushalt auf 7,379 Millionen Euro bei den ordentlichen Erträgen. 

5,4 Millionen Investitionen

Gegenüber stehen 7,305 Millionen Euro an Aufwendungen, sodass sich im Ergebnishaushalt ein Plus in Höhe von 74 000 Euro errechnen lässt. Auch der Finanzhaushalt wird mit einem Zahlunsmittelüberschuss in Höhe von 529 299 Euro  bei Einzahlungen von 7,161 Millionen Euro und Auszahlungen von 6,632 Millionen Euro bilanziert.  

Dabei stellte Kämmerin Irene Schneider dem Ratsgremium ein umfassendes Maßnahmen- und Investitionspaket vor, das 2020 in die Tat umgesetzt werden soll. Laut Bürgermeister Markus Vollmer ist auch 2020 keine Kreditaufnahme oder eine Anhebung der Steuersätze geplant, trotzdem will die Gemeinde über 5,4 Millionen Euro für Investitionstätigkeiten in die Hand nehmen.  

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Größter Einnahmeposten für Ortenberg ist mit 2,347 Millionen Euro nach wie vor der Anteil aus der Einkommenssteuer (2019: 2,315 Millionen Euro). 2020 rechnet Schneider mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 1,1 Millionen Euro, 2019 waren es noch der Rekordwert von 1,8 Millionen Euro. „Dieser Betrag setzt sich allerdings auch durch eine einmalige Steuereinnahme zusammen, die in den Folgejahren nicht mehr vorkommen wird.“Insgesamt rechnet Schneider mit Steuereinnahmen in Höhe von 5,4 Millionen Euro und Umlagen in Höhe von 2,38 Millionen Euro im Ergebnishaushalt. 

Die Personalkosten belaufen sich 2020 auf 1,154 Millionen Euro (2019: 1,160 Millionen Euro). Als Unterhaltungskosten sind im Ergebnishaushalt als größter Posten der Abbruch des alten Raiffeisengebäudes mit 230 000 Euro vorgesehen, während für die Straßenunterhaltung 30 000 Euro und in die Unterhaltung der Wasserversorgung 33 000 Euro investiert werden. 25 000 Euro wird Ortenberg in die weitere­ Umstellung in LED-Straßenlampen investieren und 12 000 in eine neue Heizung für das von den Vereinen genutzte alte Rathaus. 

4711 Euro pro Kind

Abzüglich des Zuschusses der katholischen Pfarrgemeinde sowie der Elternbeiträge investiert die Gemeinde 2020 allein in die Kita St. Elisabeth, 555 900 Euro für den laufenden Betrieb. Dies macht bei derzeit 118 Kindern 4711 Euro pro Kind und Kitajahr. Den im Finanzhaushalt 2020 eingestellten Investitionen von 5,419 Millionen Euro werden zu erwartende Zuschüsse aus Mitteln des Landessanierungsprogramms und anderen Förderprogrammen in Höhe von 2,1 Millionen Euro gegenübergestellt. Somit ergibt sich ein Finanzierungsmittelbedarf in Höhe von 3,319 Millionen Euro, der komplett aus den angesparten Rücklagen mit einem derzeitigen Stand von 4,487 Millionen Euro gedeckt werden kann.

  • INFO: Laut Haushaltsentwurf hat die Gemeinde Ende 2020 einen Schuldenstand in Höhe von 1,78 Millionen Euro (2019: 1,87 Millionen Euro). Aktuell rechnet Irene Schneider auch für 2021 mit keiner weiteren Kreditaufnahme, wenn auch die geplante Erhöhung der Kreisumlage und stagnierende Gewerbesteuereinnahmen das ordentliche Ergebnis im Ergebnishaushalt statt mit einem Plus mit einem Minusbetrag abschließen lässt. 1,6 Millionen müssen darüber hinaus 2021 in die örtliche Infrastruktur investiert werden. 

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