Nach Insolvenz

Scheiderbauer: Bringt jetzt ein Investor die Wende?

Autor: 
Florian Pflüger
Lesezeit 2 Minuten
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04. August 2015
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Für Jörg Scheiderbauer gilt es nun einige Gespräche zu führen, damit es nach der Insolvenz mit seinen Firmen weitergeht. ©Archivfoto: Stephan Hund

Nach der Insolvenz keimt bei Jörg Scheiderbauer wieder Hoffnung auf. Es gibt offensichtlich Investoren, die sich für die beiden Firmen des ehemaligen Mountainbike-Profis, Scheiderbauer Sports und Racextract, interessieren. Die Gespräche sollen heute beginnen.

Rund drei Wochen, nachdem Jörg Scheiderbauer Insolvenz beantragt hat, ist das Verfahren beim Amtsgericht Offenburg offiziell am 1. August eröffnet worden. Es betrifft die beiden in Rammersweier ansässigen Firmen des ehemaligen Mountainbike-Profis, Scheiderbauer Sports und Racextract, sowie Scheiderbauer selbst. Insolvenzverwalter ist der Offenburger Rechtsanwalt Martin Mildenberger, der am Montag auf Anfrage betonte: »Wie es weitergeht, wissen wir noch nicht.« Fakt sei, dass es derzeit keine laufenden Geschäfte mehr gebe, »alle Shops sind zu«.

»Interesse ist da«
Allerdings gebe es mögliche Investoren, was auch Scheiderbauer selbst bestätigte. Wie groß allerdings seine Hoffnung sei, dass es mit den Geschäften weitergehe, »kann ich im Moment nicht sagen«, beteuerte der 38-Jährige. Allerdings stellte er fest: »Es ist auf jeden Fall Interesse da.« Die Interessenten würden durchaus das Potenzial sehen. Am Dienstag sollen die ersten Gespräche geführt werden.

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Er habe nun ganz gezielt auch den taiwanesischen Markt im Blick – also genau den Markt, der es ihm zuletzt so schwer gemacht hatte. Dass nämlich viele Produzenten der Fahrrad-Komponenten nach Fernost abgewandert seien, nannte Scheiderbauer als wesentlich für die jüngsten Entwicklungen – die Lieferzeiten für die selbst entworfenen Mountainbikes seien schlichtweg zu lang gewesen.

Zur genauen Höhe der Verbindlichkeiten wollte sich Scheiderbauer nicht äußern. Allerdings liege der Betrag »schon im sechsstelligen Bereich«. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, lasse sich derzeit nur schwer abschätzen. »Ich denke schon, dass sich das noch ein paar Wochen hinziehen wird«, so Scheiderbauer.

Nach eigenen Angaben hatte Scheiderbauer unter der eigenen Marke rund 1000 Mountainbikes im Jahr verkauft. Einen Namen gemacht hat er sich vor allem durch die Ausrichtung von Großveranstaltungen im Rammersweierer Wald – angefangen von Weltcup-Rennen bis hin zum 24-Stunden-Rennen, das noch am ersten Juli-Wochenende stattgefunden hatte. Bereits im vergangenen Jahr hatte Scheiderbauer seinen erst 2013 eröffneten »Flagship-Store Europe« in Kehl mit über 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche wieder geschlossen.

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