Offenburg

Schiller-Gymnasium verabschiedete seine Abiturienten 

Autor: 
Christoph Keppler
Lesezeit 3 Minuten
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18. Juli 2019

Über ihr Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife freuen sich die 124 Abiturienten des Schiller-Gymnasiums, die in der Hanauerlandhalle in Willstätt verabschiedet wurden. ©Schule

124 Abiturienten des Schiller-Gymnasiums nahmen bei der Abifeier ihre Zeugnisse entgegen.

Der Abiturjahrgang des Schiller-Gymnasiums gab sich in der Hanauerlandhalle in Willstätt die Ehre. Es galt, in einem feierlichen Rahmen die Zeugnisse zu übergeben und einige Absolventen für besondere Leistungen zu ehren.
Gleich zu Beginn nahmen die 124 Abiturienten für die obligatorischen Gruppenfotos in den Zuschauerrängen der Hanauerlandhalle Platz, die normalerweise als Sporthalle genutzt wird. Dort konnten sie den Worten des Schulleiters Manfred Keller lauschen.   
Der Direktor griff in seiner Rede das diesjährige Abimotto »Abirouge – Raus aus dem Rotstiftmilieu!« auf. Den Rotstift stellte Keller als »Symbol für die Fehlerkultur in den Schulen« heraus. Des Lehrers liebstes Werkzeug stehe dabei für das mitunter überkommene Prinzip, den Schülern zu zeigen, was sie nicht können.

Andererseits, so Keller, versinnbildliche der Rotstift in seiner übertragenen Bedeutung die Notwendigkeit, »Fehler zu vermeiden«, wie etwa das Beispiel des Softwarefehlers, der zum Absturz zweier Boeing-Flugzeuge vom Typ 737 Max geführt hat, auf tragische Weise aufgezeigt hat.

Das Korrekturwerkzeug sei jedoch auch Ausdruck für einen Zeitgeist, in dem »wir alle mit einem unsichtbaren Rotstift herumlaufen, der schnell herausgezogen wird, wenn uns etwas nicht gefällt.« Das Neinsagen habe sich dabei zu einem »Reflex« entwickelt, der für eine offene Gesellschaft, die vom  Engagement und der Partizipation lebt, zu einer Gefahr werden kann.

Stattdessen forderte Keller die Absolventen auf, »aus dem Rotstiftmilieu auszutreten« und in den Bereichen Beruf und Privatleben aufgeschlossen zu sein für Neues, Fremdartiges und bisweilen sogar Absonderliches. 
Auf die Auswüchse der Kritikkultur in den sozialen Netzwerken abzielend, empfahl Keller den Schülern »nachzudenken, bevor man etwas postet, auch mal dagegenzuhalten und andere gelegentlich zu loben«, wo es angebracht scheint.  »Raus aus dem Rotstift­milieu«, forderte Keller in seinem Schlussappell, kann auch bedeuten, den »Grünstift« hervorzuholen und sich das zu sagen trauen, was man unterstützt und wofür man sich einsetzen möchte. 

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Hohes Ziel gesetzt

Im Hinblick auf die Ziele, die sich viele Schüler für die Reifeprüfung vorgenommen hatten, konnte man mit den Ergebnissen der Reifeprüfung sehr zufrieden sein. Für Johanna ­Thaens, Christiane Hille, Sophia Sachs und Sarah Schipprack stand am Ende die Traumnote 1,0 in den Zeugnissen. Mit hervorragenden Ergebnissen verlassen ferner Philipp Eble (1,1), Sophie Schebesta (1,1) und Sarah Winter (1,2) die Schule.  

Großen Einsatz bewiesen die Abiturienten auch im Dienste an der Gemeinschaft, wie die Vergabe des »Schilleranerpreises« für besondere soziale Verdienste allgemein und außerhalb des Schulumfelds an Hannah Blattner und Johanna Sauerbrey sowie die zahlreichen Ehrungen für besonderes soziales Engagement innerhalb der Schule zeigten. Der neue Vorsitzende der »Schilleraner«, der Ehemaligenverein des »Schiller«, Michael Seifert, beglückwünschte die Geehrten und fand in seiner Ansprache für das soziale Wirken Worte des Lobes.

»Schillerband« spielte

Die Scheffelpreisträgerin Marlene Rössle erinnerte in ihrem Wortbeitrag unter anderem an die Schattenseiten des achtjährigen Schulbesuchs, hob aber im Anschluss auch die gute Atmosphäre im Jahrgang hervor. Nach dem offiziellen Teil feierten alle zur Musik der »Schillerband«. 

Hintergrund

Die Preisträger des Schiller-Gymnasiums

Besonderes Engagement: Schulsanitäter: Johanna Thaens, Johanna Sauerbrey; Schülermentor, Fußball: Luca Kofler, Jonas Stern; Tanz-AG: Carlotta Möschle,  Elisa Almaz; Lernmittelbücherei:  Gianluca Nigro, Luca Kofler, Tobias Bächle, Max Altmann, Christiane Hille, Gerda Schmitt, Dilan Tas, Anna-Louisa Prehn, Alexandra von Trotha. 
Deutsch Scheffel-Preis: Marlene Rössle.
Preis der Goethe-Gesellschaft im Fach Deutsch: Christiane Hille.
Leistungspreis im Fach Englisch: Zoë Kiefer, Denise ­Zoeller.
Leistungspreis im Fach Französisch: Christiane ­Hille.         
Leistungspreis im Fach Spanisch: Jaime Eduardo Moret Zamora.
Lateinpreis »Humanismus heute«: Sophie Schebesta. 
Preis der Landeszentrale für politische Bildung, Leistungspreis Gemeinschaftskunde: Marlene Rössle.
Biologie, Karl-von-FrischPreis: Sophia Sachs, Christiane Hille, Johanna Thaens. 
Mathematikpreis der Volksbank in der Ortenau: Johanna Thaens, Christiane Hille.
Beste Leistung im Fach Mathematik (DMV-Preis): Philipp Eble.
Preis der deutschen physikalischen Gesellschaft: Tobias Bächle.
Buch und Mitgliedschaft der Gesellschaft deutscher Chemiker: Tobias Bächle. 
Einjährige Mitgliedschaft der deutschen chemischen Gesellschaft: Dilan Tas, Enrico Leue.
Leistungspreis Kunst: Franka Burgmaier.
Leistungspreis Musik: Joel-Cedric Wörner.
Leistungspreis katholische Religion: Sarah Winter.
Alfred-Maul-Gedächtnismedaille Sport: Peter Schöning.

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