Gewerblich-Technische Schule Offenburg

Schreiner-Lehrlinge präsentieren kunstvolle Projektarbeiten

Autor: 
Michael Haß
Lesezeit 3 Minuten
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13. Juli 2018

Dieter Nicola (von links), Fachgruppenleiter Holztechnik an der Schule, präsentiert die Preisträger Annika Himmelsbach, Alexander Brucker, Nils Schmider und Anja Männle (rechts). Zweiter von rechts: Philipp Stier, Geschäftsführer von Asal in Offenburg. ©Michael Haß

Es ist einer der ältesten Berufe: das Schreinerhandwerk. Auszubildende an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg zeigten bei der Präsentation ihrer Projektarbeiten formschöne und kunstvoll gefertigte Möbelstücke. Das Offenburger Unternehmen Hermann Asal prämierte die Sieger.

Kreative Lösungen, erfrischende Ideen, trickreiche Details zeigten 47 Schreinerlehrlinge im zweiten Ausbildungsjahr an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg bei der Präsentation ihrer Projektarbeiten. Die rund 100 Besucher staunten und befühlten die Kunstwerke der Auszubildenden ehrfürchtig. Zig Stunden haben die angehenden Schreiner investiert und stellten formvollendete Möbelstücke her. Ob Sitzmöbel, Bar- und Schuhschrank, Hänge- oder Badschrank. Die Mühen haben sich gelohnt. 

Die Möbelstücke stehen so manchen Gesellenstücken in nichts nach. »Die Auszubildenden haben sehr viel Herzblut fürs Detail investiert«, verdeutlicht Dieter Nicola, Fachgruppenleiter Holztechnik an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg, bei der Präsentation der einzelnen Möbelstücke vor Vertretern von Handwerkskammer, Betrieben, Eltern und Schule. 

Für den Beruf des Schreiners sind solche Projektpräsentationen, wie sie an der Gewerblich-Technischen Schule Offenburg jährlich durchgeführt werden, eine gute Werbung. »Wir setzen die künftigen Fachkräfte ins Rampenlicht und zeigen so, welche handwerklichen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Beruf des Schreiners vermittelt werden«, erklärt Dieter Nicola.

Wertschätzung der Arbeit

»Für unseren Nachwuchs ist die Wertschätzung, die ihnen durch solche Ausstellungen entgegengebracht wird, eine tolle Sache«, bestätigen unisono die ausbildenden Handwerksmeister.  

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Vor der Fertigung brachten die Schreinerlehrlinge ihre Entwürfe maßstabsgetreu auf Papier – erst mit Handzeichnung, dann am Computer. Anschließend wurden Modelle in den Maßstäben eins zu fünf gefertigt. »Hierbei entstanden schon kleine Kunstwerke«, verdeutlicht Lehrer Siegfried Seewald. Sorgfalt und millimetergenaues Arbeiten waren Pflicht. Dann ging’s in den einzelnen Ausbildungsbetrieben an den Bau der Möbelstücke. Die Vorgabe waren: Drehteile wie Türen oder Klappen sowie klassischer Schubkasten, mit Holz geführt.

Wie im realen Arbeitsleben

Die Projektarbeit verlief wie im realen Arbeitsleben. Die Auszubildenden mussten auf Kundenwünsche eingehen und in Abstimmung mit den Lehrern eigene Entwürfe umsetzen. Dabei wurde an modernen Maschinen gearbeitet, einige sind sogar computergesteuert. Das bedeutet jedoch nicht, dass die handwerkliche Qualität der Arbeit leidet. Ganz im Gegenteil: »Die Technik macht den Schreiner in seiner Arbeit noch leistungsfähiger«, verdeutlicht Lehrer Lutz Hovestadt. 

Annika Himmelsbach aus Seelbach hat einen Hocker mit integriertem Schubkasten gefertigt. 45 Stunden hat sie hierfür benötigt. »Wenn man am Ende das Werkstück fertig in den Händen hält, dann ist das ein tolles Gefühl. Ein Schreiner braucht vor allem zwei Dinge: geschickte Hände und technisches Verständnis. »Die Arbeit erfüllt einen mit Stolz«, erzählt Nils Schmider aus Elgersweier und zeigt seinen Weinkoffer, der, wie viele Ausstellungsstücke, ein Schmuckstück geworden ist. 

Philipp Stier, Geschäftsführer der Firma Asal in Offenburg, war von den Arbeiten der Auszubildenden beeindruckt: »Ein Beruf mit Tradition und Zukunft.«
 

Info

Die Preisträger

Annika Himmelsbach (Firma Lehmann, Seelbach), Alexander Brucker (Firma Moser, Haslach), Nils Schmider (Firma Boschert, Gengenbach), Anja Männle (Firma Gieringer, Oberkirch).

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