Offenburg

Schützen: Ein Treffen der Herzen

Autor: 
Andreas Moering
Lesezeit 2 Minuten
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02. Juni 2003
Zur Tradition der Freundschaft zwischen der Schützengesellschaft Offenburg und der Societé de Tir du Jura (Schützengesellschaft Jura) gehört ein jährlich stattfindendes Treffen mit Wettbewerb, das »nie als lästige Pflichtübung« betrachtet wird, sondern eine »Herzensache« ist.
Offenburg. Eitel Sonnenschein überall. Nicht nur die Sonne meinte es vergangenes Wochenende sehr gut, auch die Freundschaft zwischen dem Lonser und dem Offenburger Schützenverein blieb ungetrübt und wolkenfrei. Wie jedes Jahr im Frühjahr trafen sich die beiden Schützenvereine. »Alles rankt sich um den sportlichen Wettkampf«, wie Ulrich Wallbruch (Jugendleiter) das diesjährige Treffen in Offenburg charakterisierte. Wurfscheiben im Visier Der Offenburger Verein gehört zu den ältesten Vereinen in Deutschland überhaupt (gegründet 1451) und ist 300 Mitglieder stark. Das französische Pendant aus Lons le Saunier ist 136 Jahre jung und hat 80 Mitglieder. 40 davon machten sich auf die Reise nach Offenburg. Als sportliche Wettkämpfe gab es Schießen mit Luftgewehr und Luftpistole (das die Offenburger für sich entschieden) sowie, weil die französischen Kollegen dazu keine Gelegenheit haben, ein Schießen auf Wurfscheiben, früher als »Tontauben schießen« bekannt. Glücklich waren die 150 Feierenden über die musikalische Umrahmung der Jagdhornbläser sowie Büfett und Brunch. »Tres bien«, lachte verschmitzt der Präsident der Societé de Tir du Jura, Jacques Filet - dem Präsidenten hatte es geschmeckt. »Es ist wirklich eine ganz besondere Freundschaft«, lobte der Präsident das Verhältnis der beiden Schützenvereine. Auch Ulrich Wallbruch ist stolz auf die langjährige Partnerschaft. Sie währt »43 Jahre, so alt wie die Städtepartnerschaft überhaupt.« Die Verbindung der beiden Vereine nannte er schlicht eine »Herzenssache«, das Treffen ein »Highlight«. Schließlich begegnet man sich nicht nur am Schießstand, sondern auch privat. Reinhard Sälinger (Oberschützenmeister) nutzte das Treffen auch für eine viel gelobte Grundsatzrede. »In einer Zeit des wachsenden Verfalls ethischer Grundwerte kann man mit Fug und Recht die Vereine als Keimzelle friedlichen Zusammenlebens bezeichnen«, stellte er fest. Die sorgfältige Pflege der Freundschaft, wie sie die beiden Vereine vorleben, hält er für einen Grundstein ethischen Handelns für die Zukunft. Ehrenmitgliedschaft Geehrt wurden drei Hubertusjünger, die sich in besonderer Weise um die Partnerschaft zwischen Sportschützen und Jägern verdient gemacht haben: Brigitte Ruf, Hartmut Schumann und Gisbert Kubina. Außerdem wurde Erwin Obrecht zum Ehrenmitglied ernannt, »für Jahrzehnte lange Arbeit auf dem Stand«, wie Wallbruch zu berichten wusste. Was Präsident Jacques Filet am Ende der Feier sagte, war auch ohne Französischkenntnisse zu verstehen: Er lud zum Gegenbesuch in Frankreich ein. fs23Schützen: Ein Treffen der Herzen fs11Offenburger Sportler bekamen Besuch aus Lons le Saunier: »Eine ganz besondere Freundschaft«

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