Marketingclub Ortenau/Offenburg

Knigge-Experte Rainer Wälde hielt einen launigen Vortrag

Autor: 
red/flo
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20. November 2015
Um das richtige Benehmen ging es beim Marketing-Club Ortenau/Offenburg: Duschan Gert und Sandra Wörner mit Referent Rainer Wälde (von links).

Um das richtige Benehmen ging es beim Marketing-Club Ortenau/Offenburg: Duschan Gert und Sandra Wörner mit Referent Rainer Wälde (von links). ©Marketingclub

Knigge ist out, Originale sind in: Das war die Botschaft von Rainer Wälde, der vor den Mitgliedern des Marketing-Clubs Ortenau/Offenburg referierte. Er plädierte dafür, möglichst glaubwürdig zu sein.

Wer kennt ihn nicht, den Freiherr Knigge, Pionier der Aufklärung in Deutschland? Knigge, da denkt jeder gleich an gutes Benehmen. »Dabei wollte Knigge nie Anweisungen geben, wie man sich benehmen soll. Sein wichtigster Rat: Verstand und Herz einschalten, wenn es um den Umgang mit Menschen geht.« Mit dieser Aussage überraschte Knigge-Experte Rainer Wälde die Mitglieder und Gäste des Markting-Clubs Ortenau/Offenburg gleich zu Beginn seines Vortrags im Offenburger Burda Media Tower.

Was ist eigentlich gutes Benehmen? Laut einer Emnid-Umfrage sagen 98 Prozent der Befragten »Andere ausreden lassen«, 97 Prozent meinen »Pünktlichkeit« und 50 Prozent sagen »Nicht unangemeldet zu Besuch erscheinen«. Die Botschaft des Referenten: Gutes Benehmen hängt stark mit der inneren Herzenshaltung zusammen. Deshalb solle man sich die Fragen stellen: Geht es mir um die Fassade, die ich nach außen zeige (Image-Ethik)? Oder lebe ich das, was in mir ist, glaubwürdig nach außen (Werte-Ethik)?
Rainer Wälde plädiert dafür, ein Original zu sein – also glaubwürdig nach außen zu zeigen, wie man ist. Knigge 2015 bedeute: Schluss mit den Floskeln! Es lebe die Natürlichkeit! Natürlich gelten nach wie vor Umgangsformen, die man einhalten solle.

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Und wer definiert eigentlich diese Umgangsformen? Der Deutsche Knigge-Rat zum Beispiel, dem Rainer Wälde angehört. Im dicken Referenzwerk »Der große Knigge« werden einige Benimm-Fragen beantwortet wie zum Beispiel: »Wer grüßt wen zuerst?«. Im Berufsleben gelte: »Der Rangniedere grüßt den Ranghöheren. Aber der Ranghöhere entscheidet, ob er ihm die Hand reicht oder nicht.«

Zum Schluss verriet der Referent noch seine GNA-Formel  für den Smalltalk beim Stehempfang: »Gruß: Lächeln Sie!; Name: Nennen Sie Ihren Vor- und Nachnamen; Aufhänger: Erzählen Sie etwas von sich, das zum Anlass passt.«

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