Christa Eberwein verabschiedet

Seniorenwerk Heilig Kreuz bekommt neues Leitungsteam

Autor: 
Barbara Puppe
Lesezeit 3 Minuten
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12. Januar 2019
Marie-Luise Schmider (links) und Barbara Panther übernehmen die Leitung des Seniorenwerks von Heilig Kreuz. Vorgängerin Christa Eberwein wurde verabschiedet.

Marie-Luise Schmider (links) und Barbara Panther übernehmen die Leitung des Seniorenwerks von Heilig Kreuz. Vorgängerin Christa Eberwein wurde verabschiedet. ©Barbara Puppe

Die  Pfarrei Heilig Kreuz hat die bisherige Leiterin des Seniorenwerkes Christa Eberwein verabschiedet und langjährige Aktive des Teams geehrt. Die Nachfolge tritt das Team aus Marie-Luise Schmider und Barbara Panther an.

Seit 49 Jahren gibt es das Seniorenwerk – früher Altenwerk genannt – der Pfarrei Heilig-Kreuz. Nach Maria Keller, Theresia Schnepf und Felizitas Kettelhake hatte Christa Eberwein  die Leitung übernommen. Die 76-Jährige ist vielen Offenburgern bekannt, denn sie war 19 Jahre lang CDU-Stadträtin und 20 Jahre Leiterin im Marienhaus. Im Seniorenwerk hat sie sich seit 2014 um Themen und Durchführung der Seniorennachmittage gekümmert, zusammen mit einem ehrenamtlichen Team, dessen Altersdurchschnitt inzwischen bei 83 Jahren liegt. Jetzt geht die Leitungsfunktion in jüngere Hände über. Marie-Luise Schmider und Barbara Panther wurden als neue Leitung des Seniorenwerkes begrüßt. 

Gutes Gemeindeleben

Die monatlichen Veranstaltungen des Seniorenwerks mit bis zu 80 Teilnehmenden werden von Ehrenamtlichen organisiert und sollen auch die Wertschätzung gegenüber den Senioren zum Ausdruck bringen, die sich viele Jahre in der Pfarrei engagiert haben. »Der Seniorenkreis trägt auch dazu bei, dass das Gemeindeleben so gut funktioniert«, bedankte sich Christa Eberwein bei Gästen, Mitarbeiterinnen und bei Dekan Matthias Bürkle, der trotz vieler Termine immer wieder bei den Seniorentreffen dabei gewesen sei. Es stecke viel Engagement und viel Arbeit dahinter, würdigte Bürkle das ehrenamtliche Team. Themen aus dem Alltag, medizinische oder rechtliche Fragen stünden auf dem Programm des Seniorenwerkes, auch Gottesdienste und spirituelle Angebote, die sich am Kirchenjahr orientieren. Das ganze Leben in seiner Bandbreite würde aufgegriffen. Das Wichtigste  jedoch sei die Gemeinschaft, das Erzählen von Freuden und Sorgen,  das Zuhören, und auch mal einen Rat geben. »Wenn man ein Buch schreiben würde, wären darin viele Geschichten zu lesen, die Sie gehört haben«», so der Dekan.

Danke und »Vergelt’s Gott« sagte er der scheidenden Leiterin, die vor vier Jahren spontan gesagt habe: »Ich mache das«, und viel Herzblut in die Arbeit gesteckt habe. Er gab einen Überblick über das ehrenamtliche Engagement der Frauen:  Von 1999 bis heute fanden rund 200 Seniorennachmittage statt, der geschätzte Einsatz aller Mitarbeiterinnen betrug 5000 Stunden mit dem Austragen von insgesamt 70 000 Einladungen, mit Vorbereitung, Tisch decken, Programmgestaltung, Ab- und Aufräumen. »Sie alle haben so vielen Menschen das Leben  versüßt«, sagte Bürkle anerkennend. 

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Aus dem bisherigen Stammteam geehrt  wurden: Rosalia Eble, seit 2005 Stellvertreterin von Felizitas Kettelhake und Christa Eberwein und »Spezialistin im Umgang mit der Kaffeemaschine«, wie Bürkle hervorhob. 

Viele Helferinnen

Elisabeth Krimmel, langjährige Mitarbeiterin im Seniorenwerk, ist auch als Mesnerin der Pfarrei und Rosenfrau auf dem Wochenmarkt bekannt, ihre Spezialität, die  beliebte »Rotkäppchentorte«. Auch Loni Jendryssek hat sich seit 1999 um Kaffee-Ausschank und Geschirrspülmaschine gekümmert. So etwas wie ein kirchliches Taxi war Hanne Schmid. Seit 1999 hat sie für die Senioren den Hol- und Bringdienst übernommen, oft bis zu sechs Fahrten am Nachmittag. Fahrdienste hat auch  Rudi Krimmel übernommen. Renate Steinhart, Brigitte Kindle, Margarete Walter und Christine Winkler sind ebenfalls treue Helferinnen beim Kuchenbacken, Servieren und  Abräumen. Ursula Börschig schied vor vier Jahren aus gesundheitlichen Gründen aus. 
Als sichtbares Zeichen des Dankes überreichte der Dekan den Geehrten je einen Gutschein und einen Blumenstrauß in den Kirchenfarben Gelb und Weiß.  

»Sagen Sie bitte nie ›früher war es anders‹, riet  Christa Eberwein den Seniorinnen und Senioren zum Abschied  schmunzelnd mit Blick auf die Veränderungen und das neue Leitungsteam: Marie-Luise Schmider aus Durbach und Barbara Panther stellten sich in der Runde vor und kündigten an, die Arbeit des Seniorenwerkes in gewohnter Weise aber auch mit neuen Ideen weiterzu
führen.

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