Bürgermeisterwahl

Simone Lenenbach ist die vierte Bewerberin für Hohbergs Rathaus

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07. Mai 2021
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Simone Lenenbach bewirbt sich am Samstag. 

Simone Lenenbach bewirbt sich als Bürgermeisterin für Hohberg. ©Benedict Benz

Die Niederschopfheimerin Simone Lenenbach bewirbt sich ums Amt der Bürgermeisterin von Hohberg. Die Juristin hat eine eigene Kanzlei und 16 Jahre Leitungs- und Personalverantwortung. Sie ist außerdem Vorsitzende des CDU Ortsverbands Hohberg.

Zum Bewerbungsstart am Samstag, 8. Mai, hat Simone Lenenbach ihre Unterlagen im Rathaus abgegeben. Die 48-jährige promovierte Juristin kandidiert als Bürgermeisterin von Hohberg. Simone Lenenbach lebt seit 30 Jahren in Südbaden und seit zehn Jahren in ihrer Wahlheimat Niederschopfheim, schreibt sie in ihrer Pressemitteilung. Sie ist 20 Jahre mit Markus Lenenbach verheiratet, das Paar hat drei Kinder im Alter von zehn, zwölf und vierzehn Jahren. „Ich liebe meine neue Heimat, in der wir herzlich aufgenommen worden sind. Vor allem die Lebensfreude und das unglaubliche ehrenamtliche Engagement der Hohberger.“

Eine Managerin

„Die Bürgermeisterin einer Gemeinde in der Größe von Hohberg muss in erster Linie Managerin sein.“ Simone Lenenbach bringe 16 Jahre Leitungs- und Personalverantwortung in ihrer eigenen Kanzlei sowie ihrem juristischen und wirtschaftlichen Sachverstand als Rüstzeug für die Aufgabe mit. „Wer mich kennt, weiß, mit welcher Energie und Leidenschaft ich die Dinge angehe.“

Nach 24 Jahren Amtszeit von Klaus Jehle könne Hohberg durch einen Blick von außen bereichert werden. Simone Lenenbachs Stärke sei ihre Unabhängigkeit. Gleichzeitig bringe sie sich seit vielen Jahren ehrenamtlich ein.

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Akzente habe sie in Hohberg etwa als Elternbeirätin im Kindergarten und in der Grundschule gesetzt. Das Flüchtlingsnetzwerk Hohberg unterstütze sie seit vielen Jahren mit juristischem Rat. Im letzten Jahr hat Simone Lenenbach mit anderen den Verein Daheimburger gegründet, dessen zweite Vorsitzende sie ist. Das ehrenamtlich geführte Café soll den Ortskern Niederschopfheim beleben. Dieses Projekt stehe für sie für die Kraft guter Zusammenarbeit. Das Projekt wird im Rahmen des Ideenwettbewerbs „gemeinsam:schaffen“ vom Land gefördert.

Als Vorsitzende steht Lenenbach seit sechs Jahren dem CDU Ortsverband Hohberg vor. Eine Auswahl aus den Veranstaltungen des Ortsverbandes spiegele wieder, was ihr als Bürgermeisterin wichtig ist: „Bürgerbeteiligung – Mitbestimmung vor Ort“, „Landwirtschaft und Naturschutz im Dialog“, „Gemeinschaftsschule – aber richtig!“, „Was bedarf es, in einer Gemeinde gut alt zu werden?“ oder „Diersburger Ruine – Denkmal des Monats“. Lenenbach ist Schatzmeisterin der CDU Ortenau und zweite Vorsitzende des ZONTA Clubs Offenburg-Ortenau und betreut das mit Förderpreis ausgezeichnete soziale Projekt „Altersarmut von Frauen“.

Hohberg sei sehr gut aufgestellt, sagt sie, etwa mit dem Generationen-Netzwerk Betreutes Wohnen. Aber der demographische Wandel stelle alle Beteiligten vor große Herausforderungen. Um dem Wunsch älterer Menschen nach Selbstständigkeit und sozialer Integration weiterhin gerecht zu werden, bedürfe es gezielten Vorgehens der Gemeinde. Auch die Herausforderungen an Familien mit Kindern nähmen weiter zu. Auf diesen Feldern gelte es, Hohberg mit seinen Grundschulen, der Gemeinschaftsschule und den Kindertagesstätten in Richtung Zukunft weiterzuentwickeln. Der Gemeinderat habe bereits den richtigen Weg mit der Festlegung eines Standorts für eine sechste Kindertagesstätte eingeschlagen. Um Hohberg in den nächsten 30 Jahren für junge Familie attraktiv zu machen, gelte es: „Hier ist es wichtig, im guten Miteinander mit der Verwaltung und dem Gemeinderat die richtigen Weichen für Hohberg zu stellen“, so die Kandidatin.

Für alle Altersgruppen gehöre eine gute Nahversorgung mit Lebensmittelgeschäften, Angeboten direkt vom Erzeuger und Ärzten selbstverständlich dazu. Ein großer Nachholbedarf besteht bei der Breitbandversorgung. Der Bereich des Umwelt- und Naturschutzes will Simone Lenenbach in Hohberg mehr in den Vordergrund stellen. „Für ein blühendes Hohberg“ gilt für mich auch im übertragenden Sinne“, stellt sie klar. Simone Lenenbach wird die nächsten acht Wochen bis zur Wahl zu Themenwochen machen. Jede Woche wird sie zu den Themen Miteinander, Bildung und Jugend, Senioren, Wirtschaft, Verwaltung und Finanzen, Ehrenamt sowie Umwelt- und Naturschutz gezielt Gespräche mit den jeweiligen Akteuren suchen sowie digitale Angebote machen.

Am Montag startet sie darüber hinaus Haustürbesuche. „Der persönliche Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern von Hohberg ist durch nichts zu ersetzen. Meine Laufschuhe stehen schon im Schrank“, lacht sie. Und ab dem 14. Mai wird die Kandidatin unter anderem auf dem Hohberger Wochenmarkt anzutreffen sein. Aber: Die jeweiligen Corona-Regeln werden zu jeder Zeit eingehalten.

Zur Person

Simone Lenenbach

... ist 1972 in Hamburg geboren. 1992-1997 Studium der Rechtswissenschaften in Marburg und Freiburg, 1997-2004 Referendariat (Stadt Freiburg) und Promotion. Seit 2004 gerichtlich bestellte Verwalterin in Verbraucher- und Unternehmensinsolvenzen, 2004-2009 Leitung des Offenburger Büros einer Freiburger Kanzlei. Seit 2009 selbstständig, 2012 Gründung der Kanzlei Lenenbach Rechtsanwälte.

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