Narrenzunft zieht Bilanz

So kamen die Pflumedrucker Schutterwald durch das Pandemie-Jahr

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30. November 2021
Die Pflumedrucker Schutterwald blickten auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück. Auch derzeit werden viele geplante Veranstaltungen bereits abgesagt. Finanziell blieb dem Verein ein knappes Plus.

Die Pflumedrucker Schutterwald blickten auf ein schwieriges Corona-Jahr zurück. Auch derzeit werden viele geplante Veranstaltungen bereits abgesagt. Finanziell blieb dem Verein ein knappes Plus. ©Christoph Breithaupt

Hauptversammlung der Schutterwälder Narrenzunft: Der Verein ist finanziell mit einem blauen Auge aus dem ersten Corona-Jahr gekommen. Die kommende Fasnacht bleibt aber ungewiss.

In kleiner Runde und erstmals mit 2G-Konzept haben die Pflumedrucker ihre Hauptversammlung für das zurückliegende Jahr abgehalten. Oberzunftmeister Marco Rose wurde krankheitsbedingt von Ralf Wallmeyer vertreten, der gleich zu Beginn des Abends auf das schwierige Corona-Jahr zurückblickte. „Ganz klar, die Gemeinschaft fehlt uns. Davon lebt der Verein“, so Wallmeyer, der zwar gerne wieder mehr Leben im Schutterwälder Vereinsheim der Narrenzunft sehen würde, sich der Infektionslage aktuell aber wohl bewusst ist. „Fast täglich ändert sich etwas, deshalb können wir auch zur kommenden Fasnacht noch nichts Konkretes sagen.“

Dennoch: „Wir planen schon und das ist auch wichtig“, so Wallmeyer. Denn „abgesagt ist es schnell“. Wie fragil die Lage aber ist, erläuterte Schriftführer Lars Walter beim Ausblick auf Veranstaltungen und Umzüge bei befreundeten Zünften. Die Liste musste mehrmals geändert werden, weil immer wieder Absagen eintrudelten. „Eine kam sogar noch während des Anmeldeverfahrens“, so Walter. In der Versammlung offenbarte sich dann: noch ein Termin platzt. Walter zeigte sich ernüchtert: „Das meiste wird wahrscheinlich nicht stattfinden.“

Glimpfliche Bilanz

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Für die Pflumedrucker steht aber fest: Fasnacht 2022 wird es in irgendeiner Form auf jeden Fall geben. Und das besondere Ideen in einer besonderen Lage funktionieren, beweisen die Zahlen von Finanzverwalter Marcel Stöckel. So haben sich in der Corona-Auszeit der Straßenverkauf für das Narrenblatt und das Überraschungspaket „Fasent in der Tüte“ bezahlt gemacht. Letzteres sei dem Verkaufsteams „quasi aus den Händen gerissen“ worden, so Stöckel. Auch das Narrenblatt wurde in Rekord-Stückzahl verkauft. „Für die Unterstützung aus der Bevölkerung und von den Schutterwälder Firmen, die unser Narrenblatt mit Anzeigen finanzieren, sind wir gerade in diesen Zeiten extrem dankbar“, so Stöckel. „Das hat uns gerettet.“ Hinzu kam ein Corona-Zuschuss vom Land Baden-Württemberg für ausgefallene Veranstaltungen. Unter‘m Strich blieb den Pflumedruckern damit tatsächlich ein knappes Plus – und damit weitere Reserve für anstehende Investitionen.

Abschied von Mitglied

Bereits am Mittag hatten sich einige Pflumedrucker in Meißenheim zu einem traurigen Anlass zusammengefunden: Auf der Beerdigung nahmen sie Abschied von Kathrin Reith, die nach Krankheit am 6. November gestorben ist. Die 41-Jährige war viele Jahre Mitglied in der Zunft und auch im Vorstand tätig. Ihre stets herzliche Art und ihr sonniges Wesen werden sehr vermisst werden und unvergessen bleiben.

  • Die interne Weihnachtsfeier der Pflumedrucker, die für Samstag, 4. Dezember, am Vereinsheim vorgesehen war, musste aufgrund der Corona-Lage abgesagt werden.

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