Offenburg

So multikulti ist Offenburg

Kirsten Pieper
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17. März 2011
Offenburg ist kunterbunt: Neun Prozent der knapp 60 000 Einwohner sind Ausländer. 110 verschiedene Nationen leben in der Stadt. Die größte Gruppe mit 1185 Menschen sind die Türken, gefolgt von Franzosen (416), Italienern (409) und Mazedoniern (321).
Offenburg. Spätestens seit Thilo Sarrazins umstrittenen Thesen über Integration blicken auch die Kommunen genauer hin, wenn es um die Ausländer geht, die in ihrer Stadt wohnen. Gestern hat die Integrationsbeauftragte der Stadt Offenburg, Regina Wolf, dem Integrationsbeirat einen Integrationsbericht vorgelegt. Insgesamt leben 5236 Ausländer in Offenburg. Die Zahl (circa neun Prozent aller Einwohner) ist seit 1991 etwa gleich geblieben. Den größten Anteil stellen mit 1185 Personen die türkischen Mitbürger dar, die zweitgrößte Gruppe bilden die Franzosen mit 416, gefolgt von den Italienern (409) und den Mazedoniern (321). Aktuell steige die Zahl an Flüchtlingen aus dem Irak – zurzeit leben 233 in Offenburg. Und nach Wegfall der Visumpflicht in den Balkanstaaten sei auch dort mit steigenden Asylberwerberzahlen zu rechnen, heißt es in dem Bericht. Die meisten Ausländer leben in der Nordstadt von Offenburg (22 Prozent) und in der Innenstadt (19,31 Prozent). In der Südstadt leben immerhin noch 16,9 Prozent Ausländer, im Südosten 10,5 Prozent. Eine halbe Stelle Den geringsten Ausländeranteil findet man in den Ortsteilen von Offenburg. So hat Zunsweier mit 2,61 Prozent die wenigsten Ausländer, in Elgersweier haben sich 4,5 Prozent angesiedelt, in Zell-Weierbach 4,4 Prozent und in Weier 2,67 Prozent. Für die Integration ausländischer Bürger stellt die Stadt Offenburg mit der Integrationsbeauftragten eine halbe Stelle zur Verfügung. Sie verfügt über ein Budget von 18 900 Euro pro Jahr, von dem sie unter anderem auch das Internationale Fest ausrichtet, das in diesem Jahr auf zwei Tage ausgedehnt werden soll. Zudem steuert die Stadt 12 000 Euro für das sogenannte Rucksackprojekt bei, das die Sprachkompetenz von Kindern sowie die Erziehungsarbeit der Eltern stärken soll. Einen großen Teil der Integrationsarbeit in Offenburg leisten die örtlichen Sportvereine. Für das Programm »Integration durch Sport« stellt die Stadt jährlich 30 000 Euro bereit. Vereine, wie der ETSV oder der SCO, bekommen aus diesem Topf Zuschüsse, wenn sie integrative Sportarbeit betreiben. Beim ETSV hat ein Drittel aller jugendlichen Vereinsmitglieder einen Migrationshintergrund.

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