Närrisches Spektakel in Offenburg

So schaurig-schön war die Strohhexenverbrennung

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05. März 2019
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Ein schaurig-schönes Spektakel war es auch gestern wieder, als die Offenburger Hexen bei der Strohhexenverbrennung durchs Feuer sprangen.

Ein schaurig-schönes Spektakel war es auch gestern wieder, als die Offenburger Hexen bei der Strohhexenverbrennung durchs Feuer sprangen. ©Stephan Hund

Mit der Verbrennung der Strohhexe hat die Offenburger Hexenzunft am Dienstagabend einmal mehr für den spektakulären Abschluss der Fasent in der Stadt gesorgt. Dabei waren zuvor durchaus Zweifel angebracht, ob das schaurig-schöne Schauspiel zu späterer Stunde überhaupt stattfinden würde.

Hält das Wetter? Das war gestern die große Frage, schließlich sind die Offenburger Hexen am Fasentdienstag immer auch auf die Mithilfe des Wettergotts angewiesen. Nicht nur die Sturmböen vom Montag hatten Zweifel aufkommen lassen, auch der immer wieder aufkommende Regen am Dienstag war sicher nicht ganz nach dem Geschmack der Narren. Doch schon am Nachmittag machten die Mitglieder der Hexenzunft selbst klar, dass sie ihre Strohhexenverbrennung auf keinen Fall ausfallen lassen würden. Kurz nach 16 Uhr setzten sie zwar das Aufstellen der Strohhexe vor dem OT-Pressehaus wegen eines leichten Regenschauer kurzzeitig aus, eine Stunde später stand sie allerdings.

»Es wird euch warm!«

»So viele haben ihre Schirme mitgebracht«, stellte Hexensprecher Axel Micelli, der das Spektakel vom Rathausbalkon aus kommentierte, gegen 18.40 Uhr fest. Und er versprach: Wenn das »Marcole«, so der Name des diesjährigen Fasentkindes, das am Schmutzigen Donnerstag getauft worden war, erst einmal so richtig Feuer gefangen habe, »dann wird’s euch ganz warm!«

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Nur wenig später war es dann so weit: Kurz nach 19 Uhr brannte die Strohhexe lichterloh. Und Micelli begrüßte noch einmal das Publikum, »alle Schirmträger, alle Zugereiste, alle Wunderfitzige«. Diese hätten nun mit eigenen Augen gesehen, wie das nach dem neuen Oberbürgermeister Marco Steffens benannte Fasentkind, das die Zunft zuletzt »gehegt, gepflegt und großgezogen« habe, bis es »eine granatenmäßig große Strohhexe« geworden ist.

Um 19.05 Uhr sprang die erste Hexe übers Feuer und demonstrierte, was die »sportlichen« Zunftmitglieder das ganze Jahr über am Kinzigdamm geübt hatten. Natürlich wurde das Ganze von Micelli immer fachkundig kommentiert: Er kündigte eine Hexe ein, von der er wisse, dass sie »sehr gut« springe. Eine andere, die ihren Sprung nicht ganz so perfekt ausführte, sei »noch ein Lehrling«. 

Wenn der Schuh brennt

Grundsätzlich seien natürlich alle Hexen angehalten, »brandfrei« durchs Feuer zu kommen – wenngleich das Spektakel immer mal wieder für einen angesengten Rock sorge. Und hin und wieder werde ein Strohschuh im Feuer gefunden.
Immer wieder forderte Micelli die mehreren Hundert Zuschauer in der Hauptstraße auf, die Hexen beim Sprung übers Feuer anzufeuern. Der Bitte kamen sie auch gern nach. Zum Abschluss durfte auch Hexenmeister Sven Schaller an der Hand einer anderen Hexe durchs Feuer gehen. »Das macht ihnen keiner nach«, schwärmte Micelli, als die letzten Hexen an der Reihe waren. Gegen 19.20 Uhr war das Spektakel zu Ende. 

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