Bester Grimmelshausen-Jahrgang macht Abitur

So viele Einser gab es noch nie

Autor: 
Lukas Rosenkranz
Lesezeit 3 Minuten
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26. Juli 2021
Glücklich über ihr bestandenes Abitur: Mit Bestnoten präsentierte sich der Abiturjahrgang des Grimmelshausen-Gymnasiums auf dem Schulhof.

Glücklich über ihr bestandenes Abitur: Mit Bestnoten präsentierte sich der Abiturjahrgang des Grimmelshausen-Gymnasiums auf dem Schulhof. ©Lukas Rosenkranz

Das Grimmelshausen-Gymnasium verabschiedete am vergangenen Freitag den erfolgreichsten Abiturjahrgang seit Beginn der Aufzeichnungen.

Strahlender Sonnenschein und die feierliche Atmosphäre des historischen Kreuzganges boten den perfekten Rahmen für den Abschluss der Schulzeit.

Alle 40 Schüler und Schülerinnen des Abiturjahrgangs haben die Hochschulreife mit einem sagenhaften Gesamtschnitt von 1,9 erworben. 19 Schülerinnen und Schüler erreichten einen Abiturdurchschnitt mit einer „Eins“ vor dem Komma. Besonders glücklich waren die Schülerinnen Noémie Bruhier und Carla Isen mit dem Traumschnitt von 1,0.

Das bilinguale Profilfach Französisch am Grimmelshausen-Gymnasium konnte erneut seine besondere Qualität unter Beweis stellen. Die neun Schüler des bilingualen Zugs freuten sich zusätzlich über das Baccalauréat, das in sieben Fällen mit der besonderen Auszeichnung „mention très bien“ erworben wurde. Der französische Teil der Bewertung lag in Händen der Jury des Rectorat de Strasbourg.

Achtmal Graecum

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In den Prüfungsrhythmus des Abiturs integriert waren wie immer auch die Graecumprüfungen, die alle acht Kandidatinnen und Kandidaten der 10. Klasse bestanden haben. Dass dieser herausragende Erfolg hart erarbeitet wurde, stellten die Abiturienten und Abiturientinnen mit dem Abimotto „Abiputtel – 12 Jahre geknechtet, jetzt geht’s zum Maskenball!“ deutlich heraus. Dabei spielte das Grimmelshausen-Gymnasium und insbesondere die Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau aber keineswegs die Rolle der bösen Stiefmutter, die dem Aschenputtel das verdiente Erbe vorenthalten will.

Dies legte Self-Prédhumeau in ihrer Rede an die AbiturientInnen unterhaltsam dar: Systemisch gesehen sei die Aschenputtel-Metapher treffend. Auch am Grimmelshausen-Gymnasium stehe eine Erbschaft im Mittelpunkt. Die Erbschaft bestehe aber in der Weitergabe von Vermögen im ideellen Sinne. Es gehe um die Weitergabe von Wissen und Werten, von sozialen und humanen Normen, die sich die Abiturienten und Abiturientinnen zu eigen machen sollten, um diese in ihrem zukünftigen Leben zu nutzen und anzuwenden. Aschenputtels Belohnung am Ende des Märchens sei im übertragenen Sinn eine Metapher für die gelungene Verinnerlichung der sozialen und kulturellen Werte.

Auch die Maskenball-Metapher des Abiturmottos beinhalte viel Wahres. Denn das Leben zwinge in vielfältige soziale Rollen, von denen nicht alle als Verwirklichung des wahren Wesens gesehen werden können. Bei den verschiedenen Masken, die die Abiturienten tragen werden müssen, gelte es zu unterscheiden zwischen notwendigem Pragmatismus, den das gesellschaftliche Zusammenleben erfordere, und opportunistischer Unterwerfung, die in der Regel Gesellschaften in die Dekadenz und Individuen in die Depression führe.
Lebensziele im Blick
Dafür, so die Hoffnung des Grimmelshausen-Gymnasiums, wurde den Abiturienten ein kritisches Bewusstsein positiv, nachhaltig und handlungsorientiert geschärft. Zum Abschied wünschte die Schulleiterin Susanne Self-Prédhumeau ihren „Abiputteln“ für ihre Zukunft auf dem Maskenball des Lebens Kreativität, Ausdauer und Erfolg, begleitet von dem Wunsch, die Abiturienten mögen sich nur in solchen Rollen wiederfinden, die sich so nah wie möglich an den eigenen Lebenszielen und Erwartungen orientieren.

Die mündlichen Abiturprüfungen fanden am 20. und 21. Juli unter dem Vorsitz von Susanne Self-Prédhumeau, das Baccalauréat unter einer Jury des Rectorat de Strasbourg statt. Die Abiturfeier fand am Freitag im Innenhof des Klosters mit Sektempfang im Schulhof statt.

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