Besucher mit einem guten Gefühl

So war das Frühlingskonzert des Gesangvereins Rammersweier

Von Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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22. März 2023
Der Gesangverein Rammersweier bot seinen Besuchern ein „Best of Musicals“.

Der Gesangverein Rammersweier bot seinen Besuchern ein „Best of Musicals“. ©Thorsten Mühl

Von "Mamma Mia" bis zum "König der Löwen": Unter dem Motto „Best of Musicals“ zeigte der Gesangverein "Eintracht" Rammersweier beim Frühlingskonzert am Samstag sein Können.

Dreieinhalb Jahre musste der Gesangverein „Eintracht“ Rammersweier (GVR) sein Jahreskonzert immer wieder verschieben. Nun konnte bei zahlenmäßig guter Auslastung die Veranstaltung am Samstagabend im katholischen Gemeindehaus als Frühlingskonzert unter dem Motto „Best of Musicals“ vonstatten gehen. Zusammengearbeitet wurde mit dem Musikverein, der die Bewirtung übernahm.

Wenn die Moderatorin, in diesem Fall Christiane Chaloupka, bereits als „Mary Poppins“ auf die Bühne gewirbelt kommt, weiß der Besucher, dass er sich auf einen Abend voll guter Laune, aber auch nachdenklicher Töne einstellen kann. Eine These, die sich in den folgenden gut zwei Stunden problemlos halten ließ. Unter Leitung von Chorleiterin Alexandra Lauer hatten die Sängerinnen und Sänger der „Eintracht“ die Stücke des Abends lange eingeübt. Nervosität war den Aktiven nicht anzumerken, wie die Darbietung zeigen sollte.

Geboten wurden neben „Hello Dolly“ eine gefühlvolle Fassung von „Irgendwo und -wann“ (aus „Westside Story“) und das vor positiver Energie nur so sprühende „Danke für die Lieder“ aus dem Abba-Musical „Mamma Mia“. Pianist Adrian Sieferle, seit Jahren ein steter Begleiter des Rammersweierer Gesangvereins, begleitete im Anschluss auch Partnerin Luisa Lehmann am Klavier. Lehmann verband bei ihrer Interpretation zweier Solostücke Ausdruckskraft mit Verletzlichkeit, den Glauben an eine positive Wende der Lebenswege aus Sicht der Protagonistinnen mit Verzweiflung angesichts von Rückschlägen, die die besungenen jungen Frauen zwischendurch wegstecken müssen.

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Sowohl „Einsames Gewand“ (aus „Die Päpstin“) als auch „Reise durch die Zeit“ (basierend auf dem Film „Anastacia“) stellen jeweils eine junge Frau auf der Suche nach ihrem Platz und ihrer Identität in einer sie verwirrenden, nicht selten feindseligen, ablehnenden Welt dar. Die dabei eintretende emotionale Bandbreite fingen Lehmann und Sieferle in ihrer musikalischen Interpretation glaubwürdig ein, der begeisterte Applaus war mehr als angemessen. In einem zweiten Block schloss Luisa Lehmann nicht weniger gekonnt „I know him so well“ (aus „Chess“) und „Gott, deine Kinder“ (aus dem „Glöckner von Notre Dame“) an.

Ein kurzfristig eingeübtes Element präsentierte der Gesangverein mit „Überraschungsromanzen“, der Reihung von vier Liebesthemen. Unter anderem enthalten waren Elvis Presleys „Falling in Love with you“ und der Klassiker „The Rose“, der manchen Besucher schlicht zu Tränen rührte.

Gefühlvoll und berührend sollte auch der zweite große GVR-Block ausfallen. „Memory“ (aus „Cats“), das den wehmütigen Blick Grizabellas, der Glamourkatze, auf ein verschwendetes, oberflächliches Leben zeigt, leitete ihn ein. Grizabella klammert sich mit aller Hoffnung an die Aussicht an ein zweites, besseres Leben, denn dann „wird diese Nacht Erinnerung sein und ein neuer Tag bricht an“. Auch an dieser Stelle war manches feuchte Auge in den Besucherreihen zu sehen.

„Kann es wirklich Liebe sein“ (aus „König der Löwen“) und ein voll guter Laune erfülltes Medley aus „Mary Poppins“ rundeten das Programm ab. Die Zugabe griff auf ein Lied zurück, das später auch im „König der Löwen“ verwendet wurde. Für „The Lion sleeps tonight“ zeigte Alexandra ihre stimmlichen Qualitäten als Sängerin, was der Chor kunstvoll begleitete. Der Konzertabend transportierte Emotionen und ließ die Besucher mit einem guten Gefühl zurück.

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