Straßenverkehr im Mittelpunkt

So war es bei Elgersweierer Neujahrsempfang

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 3 Minuten
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14. Januar 2020

©Kurt Schmidt

Der Ort hat sich gut weiterentwickelt: so die Bilanz des Ortsvorstehers beim Elgersweierer Neujahrsempfang am vergangenen Donnerstag. Der Verkehr bleibt ein zentrales Thema für den Ortsteil. 

Rund 260 Gäste sind der Einladung zum Neujahrsempfang in Elgersweier am Donnerstagabend gefolgt. Die Musikkapelle umrahmte den Empfang musikalisch. Ortsvorsteher Kurt Augustin definierte die Themen des vergangenen Jahres: „Der Straßenverkehr hat den Ort fest im Griff“, so Augustin. „Durch die angrenzenden Bundesstraßen und den Durchgangsverkehr werden die Einwohner sehr belastet.“ 

Die Reduzierung von Verkehrslärm sowie die Erhöhung der Verkehrssicherheit und der Verlauf des künftigen Autobahnanschlusses Offenburg-Süd standen daher im Mittelpunkt der Diskussion. Für den Autobahnzubringer muss nach der Verkehrszählung auf der B 33 und der Kreisstraße 5326 noch die sinnvollste Variante gefunden werden. 

Erreicht wurde, dass der Gemeindevollzugsdienst seine Kontrollen vermehrt im Ort durchführt und dass ein Fußgängerüberweg in der südlichen Ortenaustraße gebaut werden soll. Oberbürgermeister Marco Steffens hat das Thema „Verkehr und Mobilität“ zur Chefsache erklärt und das Industriegebiet Elgersweier als Pilotprojekt für ein Forum ausgesucht, in dem Verwaltung und Betriebe Lösungen für eine Verringerung des Pendlerverkehrs suchen. Augustin rief dazu auf, nicht gedankenlos das Auto zu benutzen, sondern bei Kurzstrecken zu laufen oder auf das Fahrrad umzusteigen: „Glauben Sie mir, die frische Luft tut gut. Ein Versuch lohnt sich.“

Bei der Bebauung des Linde-Areals sind verkehrliche Gegebenheiten, aber auch die Nahversorgung mit Post, Bank, Gastronomie, Bäcker und Arztpraxis sicherzustellen. Die Gespräche laufen zurzeit mit Stadt und Grundstückseigentümer. Wenn die Planung fertig ist, soll sie der Bevölkerung vorgestellt werden. Auch mit den Eigentümern des geplanten Baugebiets „Hinter den Gärten 1b“ gab und gibt es Gespräche. 

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Die Unternehmen im Gewerbe- und Industriegebiet entwickeln sich positiv. Eine der modernsten und größten Galvanikanlagen steht jetzt bei Hansgrohe in Elgersweier. Kälte-Huber hat ein Lagergebäude erstellt und mit einem weiteren Produktions- und Verwaltungsgebäude begonnen, Hobart kann ein neues Produktionsgebäude bald in Betrieb nehmen, und Printus will sein Hochregallager erweitern. 

Der Endausbau „Am Kapellele“ mit dem Bau des Versickerungsbeckens erfolgte, das Abwassersystem reicht jetzt auch für Starkregen aus. Dorfbrunnen und Kriegerdenkmal wurden saniert. Die letzten fehlenden Flächen für den Bau eines Rundwegs vom Sportplatz zur Kreisstraße wurden gekauft, der Bau soll im zweiten Quartal erfolgen.

Nach den Kommunalwahlen gab es Veränderungen. Neu in den Ortschaftsrat kamen Erich Kiefer, Manfred Lörch und Oliver Stehle. 

Leider wurde die Generalsanierung der Sporthalle auf 2024 verschoben. Allerdings ist das Dach undicht, die Dämmung im Bereich des Foyers muss dringend erneuert werden, und die Heizung ist zu erneuern. Im Haushalt gibt es Mittel für den Endausbau des Rundwegs und die Umrüstung der alten Schulküche zur Mensa, unter anderem verbunden mit der energetischen Sanierung des alten und neuen Schulhauses.

Für die kommende Zeit gibt es noch einiges zu tun. Der Masterplan Verkehr in Offenburg soll erstellt und umgesetzt werden, ebenso ein Masterplan für den Friedhof – zusammen mit den TBO. Ein Konzept für die Außenanlage der Sporthalle wird erstellt, und die Heimattage 2022 werden vorbereitet.

Info

Bilanz für 2019

Elgersweier hat aktuell 2616 Einwohner. Es gab im vergangenen Jahr 32 Sterbefälle und 14 Geburten. Die Kita betreut 140 Kinder, die Schule 80, und im Hort sind 50 Kinder untergebracht.

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