Ortschaftsrat Rammersweier

Sorgenkind Rasenplatz: Pilotprojekt soll Abhilfe schaffen

Autor: 
Thorsten Mühl
Lesezeit 3 Minuten
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17. September 2020

Der Rasenplatz des FV Rammersweier wurde kürzlich gründlich untersucht. Ein Problem sei unter anderem die Grassorte. ©Thorsten Mühl

Der Zustand des Rasenplatzes in Rammersweier bereitet dem Fußballverein immer wieder Kopfzerbrechen. Jetzt soll ein Pilotprojekt mit der TBO starten, über das der Ortschaftsrat beraten hat.

Der Zustand des Rasenplatzes am „Rittacker“ bereitete den Verantwortlichen des FV Rammersweier in den vergangenen Jahren – meist in der Übergangszeit zum Herbst hin – wiederholtes Kopfzerbrechen. Die Ursachenforschung nach trockenen Stellen, einer instabilen Grasnarbe sowie abnehmender Scherfestigkeit des Platzes fiel immer wieder unterschiedlich aus. Eine dauerhaft befriedigende Lösung stellte sich jedoch nicht ein. Zuletzt nahm sich, wie in der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats ausgeführt wurde, die Stadtverwaltung des Themas etwas eingehender an. Untersuchungen ergaben, dass des Übels Wurzel wohl den Namen „Poa supina“ (Lägerrispe) trägt. Wie Ortsvorsteher Trudpert Hurst (CDU) darstellte, handle es sich um eine Grassorte, die stark in die Breite wachse, dabei andere Gräser verdränge. Zudem gelte die Lägerrispe als schattenverträglich, dicht wachsend, trittfest und belastbar.

Sand aufbringen

Um die Problematik dauerhaft zu lösen, wollen die Technischen Betriebe Offenburg (TBO) mit dem FVR ein Pilotprojekt auf die Beine stellen. Dazu ist vorgesehen, den Platz so zu sanieren, dass zunächst per Pflegemaschine die Grasnarbe entfernt und entsorgt wird. Danach würde Sand (Körnung null bis zwei Millimeter) aufgebracht, die Fläche im Anschluss zur Einarbeitung des Sands mit einer Kreiselegge, ein Gerät mit Zinken, bearbeitet. Im letzten Schritt soll laut Planung eine Sportrasenmischung angesät und angewalzt werden. „Das ist ein Pilotprojekt, da sollte man zuschlagen“, bemerkte Hans-Peter Eicher, FVR-Vorstand Finanzen. 

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Besprochen wurde bereits, dass die Arbeiten zur Neu-Einsaat am 19. Oktober beginnen sollen. In diesem Zeitraum wird der Verein für den Zeitraum von drei Heimspielen auf den Kunstrasen ausweichen, wie Hans-Peter Eicher und Patrik Knopf (Vorstand Organisation) mitteilten. Ortsvorsteher Hurst sagte, auf die Kosten angesprochen, diese bewegen sich im Rahmen des der Ortsverwaltung zur Verfügung stehenden Pflege-Budgets für den Platz. Zahlen nannte er keine. Da im Zuge der Sanierung andere Arbeiten entfielen, „dürften wohl nicht wirklich Mehrkosten entstehen“, so Hurst. Über das exakte Vorgehen, auch, was die späteren Pflegemaßnahmen betrifft, werden sich Ortsverwaltung, Verein und TBO noch austauschen. 

Der Ortschaftsrat begrüßte die vorgestellten Einzelheiten, Aydin Özügenc (Bürgerliste) stellte indes die Frage nach einer möglichen Komplettsanierung. Dazu antwortete Trudpert Hurst, ein solcher Schritt müsste aufgrund der zu erwartenden hohen Kosten für den nächsten Doppelhaushalt beantragt werden. Die Wahrscheinlichkeit einer Bewilligung sei, selbst angesichts der Aussicht auf BSB-Fördermittel, eher schwierig zu bewerten. Der Ortschaftsrat stellte sich hinter die vorgestellten Sanierungs-Planungen. Zum Thema Sportplatz passte ein weiteres in der Sitzung aufkommendes Thema. Charly Busam (Bürgerliste) griff dazu in der Fragestunde einen schon länger zurückliegenden Punkt auf. 

Es ging um eine mögliche Beleuchtung für die Strecke zwischen Kunstrasenplatz und Sportheim. Ortsvorsteher Hurst rekapitulierte, seitens der Stadt sei dieser Schritt in der Vergangenheit nicht als notwendig erachtet worden. „Seither ist das Thema wieder eingeschlafen“, räumte Hurst ein. Nachdem mehrere Räte anregten, die Machbarkeit der Beleuchtung – möglicherweise im Zuge der bald anstehenden Rasenplatz-Sanierung – zu prüfen, verlagerte der Ortsvorsteher das Besprechen zum weiteren Vorgehen in den nicht-öffentlichen Sitzungsteil.

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