Grünes Licht vom Ortschaftsrat

Spaziergänger in Elgersweier können sich über neuen Weg freuen

Autor: 
Manfred Vetter
Lesezeit 3 Minuten
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17. Oktober 2020

Von diesem Bewirtschaftungsweg im Leimenbosch soll es bald einen Fußweg zum „Schwarz-Hag-Weg“ geben. Dafür hat sich der Ortschaftsrat Elgersweier ausgesprochen. ©Manfred Vetter

Der Ortschaftsrat Elgersweier hat sich für eine Verbindung zwischen dem Leimenbosch dem „Schwarz-Hag-Weg“ ausgesprochen. Allerdings gab es in der Diskussion auch einige Bedenken.

Soll es einen zusätzlichen Fußweg geben zwischen dem Leimenbosch und dem landwirtschaftlichen „Schwarz-Hag-Weg“, der an das bestehende Wegenetz angeschlossen werden soll? Die Mehrheit des Elgersweierer Ortschaftsrats hat sich in der jüngsten Sitzung dafür ausgesprochen. Er soll einen Meter breit werden und etwa 15 000 Euro kosten.

Als Hansgrohe die Fabrik im Industriegebiet erweiterte, wurden auch die Wege in diesem Gewann verändert. Unstrittig war, dass der Schwarz-Hag-Weg an das bestehende Wegenetz angeschlossen werden soll. Er wird drei Meter breit und eine Sand-Wasser-gebundene Decke erhalten. Diese Baumaßnahme soll rund 110 000 Euro kosten, das Geld steht zur Verfügung. Fraglich war, ob man diesen Weg durch einen neuen Fußweg mit dem Leimenbosch verbinden soll. Dieses Verbindungsstück war damals in der Bürgerbeteiligung gewünscht worden. 

Erich Spinner, Stellvertreter des Ortsvorstehers, erläuterte die Sachlage. Aktuell führe ein Fußweg als Stichweg in das Gelände direkt im Anschluss an das Neubaugebiet. Diesen könne man bis zum Schwarz-Hag-Weg verlängern. Die Gefahr: Trotz der nur zwei Meter Breite könnten Landwirte den Weg mit schweren Maschinen befahren und den Weg dadurch zerstören. „Wollen wir den Weg?“, fragte Spinner. 

Ortsvorsteher Kurt Augustin erläuterte, dass man den Sportplatz mit der Kreisstraße nach Zunsweier verbinden wollte. Der Spazierweg war bisher „unter den Tisch gefallen“. Durch das verbotene Befahren mit großen Traktoren gäbe es zusätzliche Lärm- und Staubbelästigungen.

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Auch für Spaziergänger

Martin Seger fand, dass gerade ältere Leute den Weg für Spaziergänge gut nutzen können. Manuela Falk ergänzte, dass das Gebiet rege zur Naherholung genutzt wird. Der Fußweg brächte einen echten Mehrwert. Auch den Weg in Richtung Zunsweier soll man weiter versuchen zu verwirklichen. Den Weg zur Gemarkung des Nachbarorts fanden auch andere Ratsmitglieder wichtig. Augustin gab zu Bedenken, dass der neue Fußweg auch erhebliche Unterhaltungskosten für den Ort mit sich bringt.

Detlef Peschel hatte einen ganz anderen Ansatz und schlug vor, den Weg aus dem Neubaugebiet zum Schwarz-Hag-Weg zu verlängern. Das Stück wäre kürzer. Diese Variante führt allerdings über Privatgelände und ob das verkauft würde, wurde allgemein bezweifelt. Erich Kiefer brachte den Weg rund um Elgersweier ins Spiel. Dieser anvisierte Rundweg wird zweimal unterbrochen. Kiefer fragte, ob es Pläne gibt, diese Unterbrechungen zu beseitigen, was Ortsvorsteher Augustin verneinte.

Die Sorge der missbräuchlichen Nutzung war groß. Daher soll er möglichst schmal gebaut werden.

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