Fit und noch mit vielen Zielen

SPD-Stadtrat Bertold Thoma wird am Sonntag 75 Jahre alt 

Autor: 
Volker Gegg
Lesezeit 4 Minuten
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15. Dezember 2018
Bertold Thoma, hier in seinem Zuhause in der Schubertstraße, feiert seinen 75. Geburtstag. Im kommenden Jahr tritt er wieder für den Gemeinderat an.

Bertold Thoma, hier in seinem Zuhause in der Schubertstraße, feiert seinen 75. Geburtstag. Im kommenden Jahr tritt er wieder für den Gemeinderat an. ©Volker Gegg

Kommunalpolitiker mit Herzblut und Sachverstand – auch noch mit 75 Jahren: Berthold Thoma, seit 39 Jahren für die SPD im Gemeinderat feiert am Sonntag Geburtstag. Aktiv für die Stadt und für seine Mitmenschen, ist er stets mit dem Fahrrad unterwegs. Zu seinem vielseitigen Engagement gehört auch die Hausaufgabenbetreuung im Bunten Haus. 

Dass die Fessenbacher Straße auf Höhe des Neubaugebiets »Seidenfaden« noch nicht zur 30er-Zone erklärt wurde, ärgert den pensionierten Lehrer und aktiven Stadtrat Bertold Thoma ungemein. Allerdings lässt er mit seinem Ansinnen nicht locker und will weiter für mehr Verkehrssicherheit, insbesondere für Fußgänger und Radfahrer, in der Stadt kämpfen. Am Sonntag, 16. Dezember, wird der in Wertheim am Main zur Welt gekommene studierte evangelische Theologe 75 Jahre alt. Sein Alter sieht man ihm aber nicht an. Thoma steht noch mitten im Leben, und sein Sport und das tägliche Radfahren halten ihn fit wie den sprichwörtlichen Turnschuh. 

»Ein richtiges Familienfest gibt es erst an Weihnachten. Da kommen wirklich alle zusammen und wir feiern nicht nur Weihnachten, sondern auch meinen Geburtstag und den meiner Frau Sigrid, die zwei Tage vor mir ihren 75. gefeiert hat«, verrät das SPD-Urgestein. Am 14. Oktober hatten die beiden bereits goldene Hochzeit. Das Familienfest findet übrigens nicht in Offenburg statt, sondern bei Tochter Anna im Odenwald. »Meine Kinder leben mit ihren Familien verstreut in Deutschland, und das ist geografisch die Mitte des Einzugsbereichs.«  

Seit 39 Jahren sitzt Bertold Thoma für die SPD im Gemeinderat, und dieses Ehrenamt absolviert er mit viel Herzblut und Verstand. Fast vier Jahrzehnte mit vier Oberbürgermeistern lassen keine Spur von Politikmüdigkeit aufkommen – auch wenn sich seine Partei auf Bundesebene als Volkspartei zu verabschieden droht. 

Erneute Kandidatur

Doch gerade auch wegen der Tatsache, dass sich »die in Berlin« nicht einig würden, habe er sich entschlossen, sich bei der anstehenden Kommunalwahl erneut auf die Liste setzen zu lassen und anzutreten, verrät der Vater zweier Töchter und eines Sohnes mit mittlerweile fünf Enkelkindern. Da Thoma täglich mit seinem Fahrrad unterwegs ist, bekommt er stets hautnah mit, wo den Offenburgern der Schuh drückt, welche Radwegeführung oder welche Höchstgeschwindgkeit nicht in Ordnung ist und nachgebessert werden muss. 

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Ursprünglich wollte Thoma Gemeindepfarrer werden. Nach seinem Theologiestudium wurde er als Vikar eingesetzt – mit der Aufgabe zu erforschen, warum so viele Kirchenaustritte zu verbuchen sind. »Das war damals in Mannheim«, erinnert sich Thoma. Bereits Ende der 1960er-Jahre war er bei den Jungsozialisten aktiv, sein Vorbild damals Willy Brandt. 1971 nahm Thoma dann eine Stelle als Religionslehrer in Offenburg am Okengymnasium an. Hier blieb er auch während seines gesamten Berufslebens und wurde somit mit seiner Familie in Offenburg heimisch. 

Thoma war erst 32 Jahre alt, als er 1975 zum Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Offenburg gewählt wurde. Seine erste große Herausforderung: einen geeigneten Gegenkandidaten zu CDU-Mann Günther Fehringer bei der damaligen OB-Wahl zu finden. Thoma meisterte die Hürde, indem er Martin Grüber aus Frankfurt an Land zog. 

Bereits 1961 hatte Thoma familiären Kontakt nach Altenburg und zählt damit zu den Gründungsvätern der 1988 geschlossenen Städtepartnerschaft. In sechs Arbeitskreisen und Ausschüssen ist Thoma als Gemeinderat für »seine Stadt« aktiv. 
Zu Offenburgs neuem OB Marco Steffen sagt Thoma: »Ich hoffe, bin aber zuversichtlich, dass er die überparteiliche Linie von Edith Schreiner fortsetzen wird.« Thoma freut sich jedenfalls auf die zukünftige Zusammenarbeit mit dem neuen Rathauschef. 

Der Schock wirkt nach

Bürgerschaftliches Engagement zeigt Thoma neben seiner Arbeit als Stadtrat auch als Hausaufgabenbetreuer im Bunten Haus und als aktiver Sänger im Chor der Kantorei. Auch bietet Thoma regelmäßig Fanzösischkurse an im Programm der Volkshochschule. Sportlich reicht ihm das regelmäßige Laufen und Radfahren allerdings nicht. Einmal in der Woche geht er mit Freunden in eine Sporthalle zum Hallenfußball. »Einer meiner langjährigen Fußballkollegen war Joachim Tüncher, der im August in seiner Praxis ermordet wurde. Dieser Schock wirkt bei mir bis heute nach«. 

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