Gengenbach

Stadt empfängt "Jugend forscht"-Bundessieger

Marc Faltin
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02. Juni 2014
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Empfang für das äußerst erfolgreiche Forscher-Team des Gymnasiums: Bürgermeister Thorsten Erny (von links), Direktorin Verena Kopp-Kast, Hans-Peter Möschle, Vorsitzender des Vereins »Forscher/innen für die Region«, die Sieger Daniel Held, Adrian Huck und Rafael Quadbeck, die Lehrer Stephan Elge und Claas Rittweger sowie Bürgermeister-Stellvertreterin Gerda Bohnert.

Empfang für das äußerst erfolgreiche Forscher-Team des Gymnasiums: Bürgermeister Thorsten Erny (von links), Direktorin Verena Kopp-Kast, Hans-Peter Möschle, Vorsitzender des Vereins »Forscher/innen für die Region«, die Sieger Daniel Held, Adrian Huck und Rafael Quadbeck, die Lehrer Stephan Elge und Claas Rittweger sowie Bürgermeister-Stellvertreterin Gerda Bohnert. ©Marc Faltin

Mit ihrem Bundessieg bei »Jugend forscht« betrieben Adrian Huck, Daniel Heid und Rafael Quadbeck auch beste Werbung für Gengenbach und das Marta-Schanzenbach-Gymnasium. Am 17. September sind sie zu Gast bei der Bundeskanzlerin in Berlin, zwei Tage später beim EU-Wettbewerb in Warschau wieder in ihrem Element.

Deutschlands beste Nachwuchswissenschaftler wurden am Sonntag beim 49. Finale des Talentwettbewerbs "Jugend forscht" in Künzelsau gekürt. Den "Preis der Bundesministerin für Bildung und Forschung für die beste interdisziplinäre Arbeit" erhielten Daniel Heid (19 Jahre), Adrian Huck (19)und Rafael Quadbeck (17) vom Gengenbacher Marta-Schanzenbach-Gymnasium (MSG).

Sie präsentierten ein ausgereiftes Verfahren zur Biogasentschwefelung mittels spezieller Bakterien und setzten sich gegen 114 Projekte aus ganz Deutschland durch. Zudem erhielten die MSG-Jungforscher eine Einladung zum "26th EU Contest for Young Scientists" in Warschau von der Europä­ischen Kommission, den Europa-Preis von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und den "Jugend forscht Preis der Herzen" für die meisten Stimmen bei der entsprechenden facebook-Umfrage der Stiftung Jugend forscht.

Heid, Huck und Quadbeck rückten gestern auch im Bürgersaal des Rathauses in den Mittelpunkt. Bürgermeister Thorsten Erny hatte spontan einen Empfang organisiert, an dem auch Direktorin Verena Kopp-Kast sowie die Lehrer Stephan Elge und Claas Rittweger, die seit längerer Zeit die forschenden Schüler betreuen, teilnahmen. "Wir sind stolz auf das MSG«, betonte Erny, zog den Hut vor den Leistungen der drei Schüler und lobte die beiden »motivierenden Lehrer" dieses Gengenbacher Schüler-Forschungszentrums, das landesweit ein Gesprächsthema sei. Der "BildungsCampus" mit der Hochschule sowie den älteren Jahrgängen des MSG und der Verbundschule unter einem modernen Dach verspreche zusätzliche Impulse.

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»Große Teamleistung«
Von der "Krönung eines langen Weges mit viel Arbeit und großen Anstrengungen" sprach Kopp-Kast, "und wenn Schüler mit solcher Freude und Leidenschaft sich für ein Projekt engagieren, leistet Schule etwas Gutes." Elge unterstrich die "große Teamleistung" und sagte, dass die drei Preissieger zu "Vorbildern für andere Schüler" geworden seien.

Und mit Hans-Peter Möschle war der Vorsitzende des kürzlich gegründeten Vereins 2Forscher/innen für die Region« zugegen, übrigens mit dem stellvertretenden Vorsitzenden Daniel Heid. Im preisgekrönten interdisziplinären Projekt seien Bio, Chemie, Informatik, Steuerungs- und Elektrotechnik eingebunden, betonte Möschle, "genau die Bereiche, die für unsere Region Zukunftsperspektiven versprechen". Passend dazu war es Ohlsbachs Bürgermeister Bernd Bruder ein Bedürfnis, "im Namen der Raumschaft für diesen Einsatz und Erfolg zu danken."

Heid wiederum dankte neben Elge und Rittweger "all den Firmen, die uns immer besseres Equipment zur Verfügung stellten." Das Preisgeld von 3000 Euro werde teilweise in die Weiterentwicklung des Erfolgsprojekts für den europäischen Wettbewerb im polnischen Warschau am 19. September investiert. Zwei Tage zuvor ist Gengenbachs Forscher-Team bei Bundeskanzlerin Merkel in Berlin eingeladen.

Hintergrund

Biogener Schwefel und mehr

Daniel Heid, Rafael Quadbeck und Adrian Huck untersuchten Bakterienarten, die Schwefelwasserstoff in Biogas abbauen können. Dabei stellte sich das Bakterium Thiothrix sp. als bester Kandidat für eine technische Umsetzung der biologischen Biogasaufbereitung heraus.

Die drei Jungforscher entwickelten, bauten und programmierten daraufhin eine komplette Gaswaschanlage mit Bioreaktor, die mithilfe der biologischen Helfer den giftigen Schwefelwasserstoff aus Biogas entfernt und in elementaren, biogenen Schwefel umwandelt. Dieser kann sogar als nützlicher Schwefeldünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden.

Neben den Wachstumsbedingungen für die Bakterien konnte bei diesem Projekt auch die Effizienz des Schwefelwasserstoffabbaus optimiert werden. Zudem konnten durch zahlreiche Analysen verschiedene Stoffwechselwege genauer beleuchten werden.

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