Vorschlag von Alt-Stadtrat Klaus Binkert

Stadt Offenburg lehnt erneut das City-Bähnle ab

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red/sk
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13. Januar 2021
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2019 sind Alt-Stadtrat Klaus Binkert die Elektrokleinbusse in Offenburgs Partnerstadt Olsztyn aufgefallen. Solche City-Einkaufskleinbusse könnte es seiner Meinung nach auch in Offenburg geben. ©privat

Erneut winkt die Stadt Offenburg den Vorschlag von Alt-Stadtrat Klaus Binkert ab: In Offenburg soll es weiterhin keine City-Einkaufskleinbusse geben.

Kleine Elektrobusse wie in der Partnerstadt Olsztyn sollten auch in Offenburg fahren – dieser Meinung ist Alt-Stadtrat Klaus Binkert. In einem Schreiben an die Stadt Offenburg hat Binkert den Einsatz von City-Einkaufskleinbussen oder -Bähnle vom Bahnhof zur Innenstadt ins Spiel gebracht, um so den Einzelhandel zu unterstützen. Vorerst sollen die kleinen Busse herkömmlich, zukünftig aber auch elektrisch oder mit Wasserstoff betrieben werden. Im Dezember hat Binkert eine Antwort von Oberbürgermeister Marco Steffens auf sein Schreiben vom 16. November erhalten: Zum gegenwärtigen Zeitpunkt soll der Vorschlag des Alt-Stadtrats nicht weiter verfolgt werden. 

Magnetwirkung

Bereits 2018 und 2019 hat sich Binkert mit seinem Anliegen an die Stadt gewandt. Im jüngsten Schreiben verwies Binkert auf das neue „Rée Carré“, das sicherlich ein Einkaufsmagnet wird. Mit den Bussen, die laut Binkert zusätzlich zum normalen Busverkehr in einem Rund- beziehungsweise Achterbahnkurs im Pendelverkehr fahren sollen, könnte die Magnetwirkung nutzerfreundlich und gewinnbringend auf alle Geschäfte der Innenstadt verteilt werden. Mit der Eröffnung des neuen Einkaufcenters schlägt Binkert auch den Start für die City-Bähnle vor. 

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Diese Argumentation reicht für OB Steffens jedoch nicht aus: „Die Offenburger Innenstadt wird mit der Führung der meisten Stadt- und Regionalbuslinien durch die Fußgängerzone über die beiden Haltestellen Rathaus und Stadtkirche zentral erschlossen.“ Die am Rand der Innenstadt liegenden Haltestellen wie „Bahnhof/ZOB“, „Burda“, „Wasserstraße“ und „Lindenplatz“ ergänzen die räumliche Erschließung von allen vier Seiten. Laut Steffens ist damit die Innenstadt bereits sehr gut durch den Linienbusverkehr erschlossen. 

Zusätzliche Kosten

Für einen weiteren Buspendelverkehr in der Innenstadt sieht Steffens daher nur einen geringen Zusatznutzen bezogen auf die resultierende Wirkung. „Dem gegenüber stünden aber beträchtlichte zusätzliche Betriebskosten.“ Für die Verwaltung stehen deshalb andere Maßnahmen im Vordergrund, um den ÖPNV in Offenburg und die Innenstadtanbindung zu verbessern. In seinem Antwortschreiben verweist Steffens auf den Aktionsplan ÖPNV, dessen Umsetzung Thema in der nächsten Sitzung des Verkehrsausschuss am Mittwoch, 20. Januar, ist. 

„Der Aktionsplan soll mit Hilfe eines Maßnahmenpakets in verschiedenen Handlungsfeldern das städtische ÖPNV-Angebot weiter verbessern, sodass dieses deutlich häufiger als bisher genutzt wird“, schreibt Steffens. Schwerpunkte seien die Ausweitung des Fahrtangebots, günstigere Tarife sowie Fahrradmitnahme im Bus und Wlan. 

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